Der Thread schlägt hier gerade eine Richtung ein, die das Gegenteil von dem ist, was ich vermitteln wollte. Nicht, daß ich grundsätzlich gegen Hilfsmittel in der Hundeerziehung bin, aber ein Halti würde ich nur in Ausnahmefällen und unter kompetenter Anleitung empfehlen. Zumal der Hund dran gewöhnt werden muß und der Halter den korrekten Umgang kennen sollte - also nix für mal eben kaufen und testen.
Was mich aber mehr "stört" ist dieses "wir haben alles versucht ... ohne Leckerli läuft er nicht ... er schaut mich nicht an ...".
Habt ihr euch mal nach dem WARUM gefragt ?
Liebe Hundehalter,
die Basis, das Grundlegende in einer Hund-Mensch-Beziehung ist ein gegenseitiges Verständnis, Lesen können und Respekt. Wenn ich nicht in der Lage bin verständlich mit meinem Hund zu kommunizieren, klar und deutlich rüberzubringen, was ich verlange und gaaaanz wichtig: Immer authentisch bin, konsequent in meinem Handeln und eindeutig ! wie kann ich dann von meinem Hund selbiges verlangen !?
Ihr lebt doch alle mit euren Hunden zusammen, habt sie stundenlang um euch herum, beobachtet sie alleine und in der Kommunikation mit anderen Hunden. Und dann so eine Frage wie "Sie nimmt keine Leckerlis, was soll ich tun ?" Sorry, aber reduziert ihr eine "Belohnung" eurer Hunde auf ein kleines Futterbröckchen ? Glaubt ihr wirklich, sonst gibt es nichts im Hundeleben, was motivierend sein kann ??
Was ist denn mit der Mensch-Hund-Beziehung, das, weshalb wir uns einen Hund anschaffen, das, worüber wir hier Seitenweise schreiben ? Wo ist sie geblieben, wer hat wirklich noch einen Draht zu seinem Hund ??
Betrachtet euren Hund doch mal als Hund. Geht mal einen Schritt zurück, beobachtet ihn und erkennt die feinste Kommunikation. So, genau so müßt ihr werden -> minimal, präzise, klar und punktgenau.
Man kann mit einem Halti "gewaltsam" den Kopf des Hundes in seine Richtung zwingen, aber nicht sein Vertrauen und seinen Respekt !!
Gruß, staffy