Beiträge von staffy

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    Hund sein ist nicht einfach
    Jeder von uns, der einen Hund hat, hat ihn zu sich genommen, um einen Partner fürs Leben zu haben. Einen Begleiter, der mit einem durch dick und dünn geht. Der loyal und zu allen Schandtaten bereit ist, uns versteht, wenn wir Stress oder Kummer haben und sich jederzeit der Lebenssituation anpasst.

    Haben wir nicht alle den weltbesten Hund ?

    Warum machen es sich dann viele so schwer ? Sollten wir nicht die intelligentesten Wesen dieses Planeten sein, unsere Hunde verstehen und jeden ihrer Schritte voraus ahnen können ? Machen wir nicht alle dieselben Fehler und wissen erst später, daß der Hund auf dem richtigen Weg war, es vorher gewußt hat ? Hunde sind so einfach zu durchschauen, weil sie ehrlich, direkt und vollkommen frei von menschlichem Denken sind. Fängt es nicht schon bei der Welpenerziehung an ? Eine Hündin wird ihre Welpen an einem sicheren Ort aufziehen. Sie können sich frei bewegen, spielen, lernen und müssen lediglich die klaren Regeln des Rudels befolgen. Zieht der Welpe in unsere Wohnung ein, besteht sein Leben schlagartig aus 100en von Tabus. Kauknochen sind zum Spielen da, anknabbern des teuren Designerschuhs hingegen (aus dem selben Material) löst bei uns nur einen Schrei der Entrüstung und ein scharfes "NEIN" aus. Wie um alles in der Welt soll ein wenige Wochen alter Hund den Unterschied verstehen ? Natürlich, dem Hund müssen von Anfang an seine Grenzen aufgezeigt werden. Ein Hund hat zu gehorchen und seinen Menschen zu respektieren, er muß wissen, wer Herr im Haus ist !?
    Aber, muß der Welpe erst die Erfahrung machen, daß er für bestimmte Handlungen bestraft wird ? Bei Kleinkindern ist es selbstverständlich, daß die untersten Regalböden leer sind, die Schränke verschlossen und nichts verschluckbares herumliegt. Ein Welpe, dem ich 10 mal etwas wütend weggenommen habe, lernt lediglich, daß er, wann immer er etwas spannendes findet, er seinen Menschen genaustens im Auge haben muß, weil seine einzige Chance neue Dinge zu erkunden darin besteht, es unbeobachtet zu machen. Wer kennt nicht den kleinen Hund, der mit irgendetwas im Maul an einem vorbeisaust und sich bei der schon leicht erregten Frage: "Was hast du da?" in der hintersten Ecke versteckt. Und was passiert ? Kaum ist der Kleine mit seiner neusten Entdeckung an einen sicheren Ort verschwunden kommt der Mensch hinterher, zerrt den Hund hinter dem Sofa vor und nimmt ihm seine Errungenschaft ab ! Für den Welpen muß eine Welt zusammen brechen. Da wagt er sich todesmutig an etwas heran, wird für seine Entdeckerfreude "angeraunzt", flieht aus Angst an einen sicheren Ort und wird dann auch noch für sein Verhalten bestraft !
    Ein ängstlicher Hund wird sich irgendwann bei der kleinsten Ansprache (was wir als leichten Unterton bezeichnen, ist für den Hund eine klare Aussage) sofort auf den Boden werfen und untergeben (aha, der hat ein schlechtes Gewissen !!) und der selbstbewußte ? Der wird, mit seiner Beute in die Enge getrieben eines Tages keinen anderen Ausweg sehen, als sich zu verteidigen. Für Hunde gibt es nur Flucht oder Angriff/Unterwerfung. Muß der Hund aus Fehlern lernen ? Ist es nicht möglich, alles, soweit möglich, was zu einem unerwünschten Verhalten führen könnte, vorher aus dem Weg zu räumen ? Lernen wir nicht alle viel leichter und vor allem lieber, wenn wir nur positive Erfahrungen und Lob erleben ? Wozu die "trial and error" -Methode ? Der Hund zeigt immer sein typisches, berechenbares Verhalten, warum ihn überhaupt ersteinmal Fehler machen lassen ? Wer seinen Hund nach einer gewissen Eingewöhnungszeit einzuschätzen, ihn zu "lesen" weiß und ihn zum richtigen Zeitpunkt daran hindert, einen Fehler zu machen, der ist auf dem richtigen Weg ...

    geklaut bei staffy ;)


    Bau das Ganze genau andersherum auf. Laß sie Dinge erkunden, finden, entdecken. Geh hin, lob sie für diesen tollen Fund, laß ihn dir zeigen, bewunder ihn und gib ihn ihr zurück !!
    Mach das so oft wie möglich und wenn sie etwas hat, was nicht gerade gesundheitsförderlich (oder zu wertvoll :D ) ist, dann lob sie und tausch gegen etwas besseres.
    Das solltest du so schnell wie möglich praktizieren, dann hast du zeitlebens einen Hund, der ALLES stolz hergibt, ohne Probleme oder Angst, du könntest schimpfen !

    Gruß, staffy

    Das deutest du richtig ! :D

    Alles andere gibt sich von alleine. Wenn die zwei immer noch toben, dann würd ich denen mal ne Auszeit verpassen. Jeder in seine Ecke und (Nach-)Mittagsschlaf halten ... nicht, daß sie nachher zickig, weil überdreht sind.

    ACHTUNG !! Man gewöhnt sich schnell an zwei Hunde ... ;)

    Gruß, staffy

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    Wie "überlebe" ich das hier nun am besten?


    Sperr die Köter und Kinder in den Keller, werf ab und zu Futter rein und genieß die Feiertage ! :D

    Nee im Ernst, ich würd da (relativ) rücksichtslos strengste Hausregeln aufstellen. Keiner wird bevorzugt und keiner vernachlässigt. Es gibt genügend Auslauf, Beschäftigung, ... aber drinnen, da hat sich jeder zu benehmen. Kein Kläffen, kein Knurren, du bestimmst und daran hat sich jeder zu halten.

    Laß dich nicht auf die Masche "meine Familie hat mich zurückgelassen" bzw. "Frauchen liebt mich nicht mehr" ein, mach es so wie immer !!

    Gnadenlose Grüße, staffy

    Ich frag deshalb, weil ich den Fall eines Retrievers mit ähnlichem Verhalten kannte. Ein Freund von mir hat ihn trainiert und nach und nach kam die Wahrheit über den Grund seines Handeln raus. Er biß aus heiterem Himmel zu, lange war kein Muster zu erkennen ...

    Er war Familienhund, lieb, nett und verfressen. Klaute den Kindern den Keks aus der Hand. Man hatte die grandiose Idee, ihm dies mittels "Erziehungshalsband" abzugewöhnen ...
    Die Folge war, daß er, sobald die gleiche Situation auftrat, also er dicht vor jemandem war, in Panik geriet und sofort zuschnappte, ohne Vorwarnung. Er verknüpfte Nähe mit Schmerz !!

    Könnte in der Familie ähnliches passiert sein ?

    Gruß, staffy

    Wieso gibt es überhaupt Zweifler dieser Frage ?

    Caniden
    - denken nach
    - sind berechnend
    - jagen koordiniert
    - haben verschiedene Strategien, die von Generation zu Generation weitergegeben werden
    - können vorausdenken und planen
    - sind sozial, pflegen Kranke
    - sind hinterhältig
    - sprechen sich ab
    - ...

    Sie kennen Langeweile und haben natürlich ein Bewußtsein !

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    Meine Frage, wie man den Hund ohne Zug auf der Leine bis zum Auto bekommt, ist leider noch offen.

    Hm, bei mir säh das so aus:
    Hundi an ner 3 m Leine, Tür auf, gesittet raus, zieht das Viech bleib ich an der Türe stehen, ruf ihn zurück, lob fürs Kommen, geh weiter, kommentiere jeglichen Versuch zu ziehen mit HE oder ähnlich, ...
    Ich hätte dabei unendlich viel Zeit, Geduld und wahnsinnig gute Nerven, bliebe immer freundlich, aber bestimmt.
    Gewöhnlicherweise schnallt jeder Hund relativ schnell, worum es geht und versucht mitzudenken. Daß gerade junge Hunde schon mal Gedächnislücken haben und dezent erinnert werden müssen ist klar, aber wenn ich da genauso konsequent wie bei allem bin und dem Hund VERSTÄNDLICH zeige, was er darf und was nicht ...

    Einfacher gehts natürlich, wenn der Hund bereits einige Kommandos kennt und gelernt hat, daß Frauchen meint, was sie sagt ;)

    Gruß, staffy