Beiträge von staffy

    Tz, du hast immer Themen ! Aber eins, über das ich mir sehr oft Gedanken mache.

    Aktuell bei dem Fall eines Gnadenhofes den ich gerade besucht habe. Da gibt es zwei Schweine, die mit der extra Rippe für viele Kotletts. Die Sau ist ca. 2,50 m lang, die mit Stroh gefüllte Box vielleicht 3,50 x 3,50 m groß. Auf meine Frage, ob die geretteten Tiere auch raus kämen war die Antwort: Ja, aber täglich nur kurz. Aufgrund der Länge haben sie Schmerzen beim Laufen und die Haut ist zu empfindlich für die Sonne !!

    Auf der Heimfahrt hab ich mir noch lange Gedanken gemacht, ob das wirklich Tierschutz ist !!

    Bei (gesunden) Hunden sehe ichs aber anders. Wenn ich mir die Hunde im TH Köln anschaue, da, wo ich vor 8 Jahren Chica geholt habe ... einige von damals sitzen immer noch da, aber 2 davon, Kampfis, Problemhunde, haben ein neues Zuhause gefunden. Keiner hätte es gedacht, aber die beiden haben eine Lebensfreude an den Tag gelegt, da könnt ich heulen vor Freude.
    Als ich Toby da rausholte blieb eine süße Bullihündin zurück, die tat mir sooo leid, fand keinen neuen Zwingergenossen und sie war schon Jahre da. Ihre Pflegerin hat sie dann übernommen, heute ist sie ein glücklicher Hund, wenn auch ihre Jahre gezählt sind.

    Meine Freundin war letzte Woche wieder in Frankreich und hat Hunde aus der Tötung geholt. Dabei ist ein wirklich allerliebster (nicht ganz reiner) Shar Pei. Sonntag war ich gleich mit ihm wandern, da fiel mir auf, daß er seltsam läuft, hinten wegknickt, er ist aber super bemuskelt !?
    Genaue Untersuchungen werden nun zeigen, was er hat. Aber da hatte ich auch den Gedanken, ob er deshalb abgegeben wurde. Je nachdem was er hat, dürfte er unvermittelbar werden (ausser ich nehm den liebenswerten Kerl selber :roll: ), sein restliches Leben im TH verbringen. Ob man ihn nicht doch hätte zurücklassen sollen, der Tötungstermin war letzten Freitag ... für mich ein klares NEIN - auch wenn seine Zukunft ein wenig ungewiss ist.

    Ich finde es sind diese Erfolgserlebnisse, die persönlichen Schicksale, die ein klares NEIN zu deiner Frage bedeuten. Keiner kann in die Zukunft sehen, keiner wird die richtige Entscheidung treffen können. Aber wir alle können versuchen, die Zeit der Tiere so angenehm wie möglich zu gestalten.

    Gruß, staffy

    Du glaubst gar nicht, wie gut ich dich verstehen kann !!

    Bei mir ist es eskalliert, weil die Nachbarskinder zusätzlich meinen Hund geärgert haben ... ich hätte es damals merken müssen :kopfwand:

    Danach hat sie genauso reagiert. Geistig weggetreten, ein Fell, da wäre jeder Ridgeback neidisch gewesen, kaum 5 min draussen hatte sie einen Graben gelaufen.

    Ich hab sie nur noch unter Aufsicht rausgelassen. Bei den kleinsten Anzeichen reingeholt, dabei immer mit Futter belohnt. Anfangs mußte ich sie auch einfangen, nach und nach reichte ein "in den Weg" hocken und nett rufen. Aufhören wurde immer belohnt und wir haben uns auch bewußt auf die Stufe gesetzt (direkt davor) und gemeinsam entschieden, daß der andere Köter blöd ist :D
    Danach gabs Pansen und Knochen immer an der Seite, kurz gewufft werden darf noch, aber danach reicht ein "Och lass den Schussel doch" aus und sie trabt weiter.

    Hat ne Weile gedauert und selber immer ruhig zu bleiben, zu suggerieren, daß der andere einen NULL interessiert ist nicht einfach, aber es lohnt.

    Ich hab an zwei Seiten Nachbarn, die einen nur im Garten gehaltenen Kläffer haben und auch nix ändern ... deshalb suche ich auch schon länger ein neues Haus in Alleinlage ;)

    Gruß und gute Nerven, staffy

    Was verstehst du unter verwöhnt ??

    Wenn du damit die Zeit, die ihr mit ihr verbringt meinst, damit kann man einen Hund nie verwöhnen. Das entscheidende ist, wie man die Zeit mit dem Hund verbringt.

    Gerade die schnuckligen, süßen Blondchen mit dem rührseeligen Blick neigen dazu den Besitzer um die Pfote zu wickeln und heimlich, still und leise jegliche Entscheidung in Frage zu stellen. Ich vermute SO sieht bei euch der Alltag aus.

    Wenn du deinem Hund irgendetwas sagst, z.B. auf ihren Platz schicken, in einem anderen Raum bleiben, bei geöffneter Türe im Auto sitzen, ... macht sie das bedingungslos ?

    Ich vermute, daß bei euch zig kleine Dinge im Alltag derart inkonsequent laufen, daß der Hund euch nicht ernst nimmt. Ich würd generell straffere Haus- und Alltagsregeln einführen, den Hund "hundgerecht" behandeln und nach einer geeigneten Motivation (Hobby) fürs Training suchen.

    Gruß, staffy

    Sorry, wenn ich Tipps gebe !! :roll:


    Zitat

    Es war auch nur geschätzt, es ging aber für einen derart verzogenen Hund sehr schnell.


    Was glaubst du, wielange du brauchst, um einer verzogenen Toele, die bei Frauchen alles durfte (Couch, Bett, ..) und bei dir zur Pflege ist, beizubringen, daß bei dir dies alles TABU ist ????
    Auch 2-3 Monate ?? ;)

    Gruß, staffy

    Zitat

    sobald Hund zieht, bleiben wir stehen und gehen erst weiter, wenn die Leine wieder Spiel hat (Schorsch setzt sich dann meist hin und wartet) und wir loben in dann ganz doll.


    Da lernt er doch im Grunde nur, daß Stehen bleiben Sitz heißt !! Wenn er den Sinn verstanden hätte, dann würde er bei straffer Leine langsamer werden, aber sich nicht hinsetzen !! Probier mal die andere Variante aus. (Mir wär das auch viel zu nervig, stehen bleiben, Hundi sitzt, loben (wofür) und weitergehen).

    Bei deinem "Leinenproblem" würd ich vom Prinzip genau wie oben beschrieben vorgehen, nur natürlich viel netter und einfühlsamer - aber dennoch bestimmt. Hast du mal probiert, ihn bei anderen Hunden einfach sitzen und schauen zu lassen. Gemeinsam zugucken und dann mit einer freudigen Aufforderung weiter in gewünschter Richtung !?

    Auch würde ich dies vermehrt in der HS üben. Bewußt an andere herangehen, sitzen, ruhig schauen, weitergehen, dann ableinen und spielen lassen. Er soll ja lernen, sich selber zurückzunehmen, warten (oder verzichten) zu können.

    In dem Alter mußt du natürlich Rücksicht darauf nehmen, daß er öfter mal wirklich abgelenkt ist, geistig weggetreten, überhäuft mit Eindrücken. Daher zwar konsequent und bestimmt, aber auch gerecht handeln. Mein Rüde vergißt alles, wenn er Schweine sieht :D den muß ich dann antippen und auf den Boden zurückholen - sonst würde er da Wurzeln schlagen.

    Gruß, staffy - goldige Mischung haste da :-)

    Meine Erfahrung ist eigentlich, daß man im Laufe der Jahre und der zigsten VK lernt, ohne jegliche Vorurteile, vollkommen neutral auf alle zuzugehen.
    Früher hab ich auch bei manchen vorab Infos geschluckt, hab gedacht, da brauchste gar nicht hin. Und genau die waren es dann, wo der Hund heute noch glücklich lebt.

    Daneben lieben wir doch alle mal, ich hatte auch schon Rückmeldungen, da hab ich echt gedacht ich schmeiß den ganzen Tierschutzkram hin ... und dann kam ein Mädel, kaum Geld, sehr jung, die war/ist sooo klasse, macht richtig ernsthaft Rettungshundearbeit und opfert jeden Cent. Da machts dann wieder Spaß !

    Fahr hin, rede mit der Frau und wichtig: Die eigenen Bedenken und Fragen sollten offen und ehrlich auf den Tisch. Entscheiden tut man doch letztenendlich mit 50% Fakten und 50% Bauchgefühl.

    Gruß, staffy - die auch schon Stellen abgelehnt hat

    Zitat

    wenn der Hund nicht aus der "Fuß-Position"nach vorne zieht, ihn mit dem Knie in den Schenkel zu knuffen. Das entspricht dem Rempeln, das tobende Hunde häufig zeigen.


    Sorry, aber das ist absoluter bull :zensur:
    Weißt du, warum Hunde sich beim Spiel anrempeln, zu welchem Zweck und mit welchem Ergebnis ??

    Zitat

    Ich habe anfangs permanent die Richtung gewechselt und bin kreuz und quer gelaufen und als dort die Aufmerksamkeit gut war, habe ich mich an gerade Strecken gewagt und hierbei dann die "Stehenbleib-Methode" angewandt.
    Hat gut geklappt, weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat. Geschätzte 2 oder 3 Monate, ...


    2-3 Monate sind eine endlose Ewigkeit, mit sinnvollem, konsequentem Training hättest du dafür 2-3 Tage gebraucht !!

    Wenn ihr dem Hund nicht verständlich erklärt, was er tun soll und was nicht, dann nützen weder stures Stehenbleiben, sinnfreies ZickZackLaufen noch körperliches Wasauchimmer nix.

    Gruß, staffy

    Zu einem meiner Lieblingsthemen ... ich liebe die SL, jawohl !!

    Welche Länge du nimmst, ob 5 oder 10 m, ist erstmal egal, denn: Du hast die SL IMMER in der Hand und bitte so, daß du nachfasst. Will heißen, daß die Leine immer locker durchhängt, aber nie großartig Spiel hat. So ist dein einziges Risiko, daß der Hund von ganz hinten durchstartet. Ansonsten hat er aber nie die Chance zum Anlauf nehmen.

    Desweiteren vergiß bitte dieses "Richtungswechsel, stehen bleiben ... der Hund muß dich immer im Blick haben, alles sofort merken, bla bla bla." Funktioniert nicht und frustriert nur beide Seiten.
    Er geht doch manierlich an der Leine und grundsätzlich habt ihr keine aussergewöhnlichen Probleme, oder ? Die SL soll nur eine Absicherung sein, damit du ein Mißachten deiner Kommandos verhindern kannst. Dann benutz die SL auch nur als Absicherung !!

    Pack ihn an die SL, aber mach keine extra Übungen damit. Handhabe alles, wie bei einem lose laufenden Hund, die Leine ist doch eigentlich gar nicht da. Sicher gibt es ein paar Zusatzkommandos (langsam, ...), aber gedacht ist die Leine als Absicherung.

    Trainiere mehr an allem anderen, einem verläßlichen Steh, Hier und mehr Selbstbeherrschung bei deinem Hundchen - die Leine soll dabei nur als Notanker dienen.

    Gruß, staffy

    Hey Angie,

    daß ihr alle eine Weile braucht, um umzudenken, neue Wege zu gehen und euch an die veränderte Situatuion anzupassen - ganz klar.

    Aber es ist doch schön, wenn du kleinste Fortschritte bemerkst. Genau das sind doch die wichtigen Details. Die interaktive Kommunikation der Hunde, entspanntes Verhalten in entscheidenden Momenten ... weißt du wie vielen soetwas gar nicht auffallen würde ;)

    Weiterhin viel Glück,

    liebe Grüße, staffy