Beiträge von staffy

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    sorry-
    cs =calming signals
    (Beschwichtigungssignale). . .


    Moin,
    bevor du dir den Einsatz Gedanken machst, überleg erstmal, was das überhaupt ist !!
    Eigentlich müßte man diesen ganzen Quatsch (verkauft sich allerdings gut) weglassen und allgemein von Hundesprache, -verhalten sprechen. Denn die Ausdrucksform unserer Vierbeiner ist so vielfältig, da muß man alles im Zusammenhang sehen und ein Gähnen ist meist einfach nur ein Gähnen ;)

    Calming Signals heißt nicht Beschwichtigungssignale, Calming heißt beruhigen. Die Bedeutung und die Folgen sind logischer Weise ein himmelweiter Unterschied.

    Wenn wir es als beschwichtigen übersetzen würden, wie kann ich selber derartiges Verhalten bei meinem Hund zeigen ??? Beschwichtigen heißt: Ich unterwerfe mich dem anderen und beschwichtige, um weitere Zurechtweisungen zu vermeiden, zu zeigen daß ich seinen Status anerkenne !! Und dies soll ich meinem Hund gegenüber anwenden ?????

    Gruß, staffy

    Die Variante mit der Gülle hatte ich noch nicht, hört sich appetitlich an :D

    Aber schon freilaufende Hunde, die meine kpl. Leckerlis weggefressen haben (daher ja nu ohne) und einmal nen kleinen (Weltuntergangsgewitter)schauer. Ich dachte ja, Chica als Schönwetterhund streikt, aber neee, die hat patschnass durchgezogen !!

    Das Problem mit dem zielstrebig zum Jackpot läßt sich doch ganz einfach lösen:
    Der Weg ist doch das Ziel und der Hund soll ja nur die Fährte bis zum Ende abgehen !! Dann legt einen Gegenstand ans Ende, dieser muß angezeigt werden und dann kommt erst der Griff zum Katzenfutter :D
    So vermeidet man bei Wind, daß sie Viecherlis abkürzen und das Ende vorhersagen können.
    Ansonsten: Trockener Boden ist schwerer als feuchtes Gras zu fährten, daher ruhig oft wechseln, mal ein paar Meter nen Waldweg lang, durch ne Pfütze oder schon schwieriger ein Stück Bach langgehen ...

    Wenn ich sehe, wie hochmotiviert und zielstrebig (dazu in Hochgeschwindigkeit) meine beiden morgens verfolgen, wo die Katze alles war (ich hab hier so nen Focker im Stall rumgammeln), vom Heu raus, über die Miste, Carport links hoch, einmal rund, die Abgangsstelle gefunden, weiter zur Birke, Blick nach oben und: Verbellen !! dann ists mir ja meinen Hunden gegenüber fast peinlich "nur" ne einfache Spur zu laufen.

    Gruß, staffy - die die Katze mal zur Probe mit 8x4 einsprühen wird :lachtot:

    Zitat

    Es gab massenhaft super eklig stinkenden Käse (das einzige Leckerchen auf das sie abfährt) ..


    Komische Hunde haben halt komische Vorlieben ;)
    Fängt doch gut an ! Sieh es positiv: Du fängst bei Null an, nicht wie bei manchem "verdorbenen Problemhund" bei Minus.

    Das wird, sie muß nur erst begreifen, daß es auch nette, wichtige Menschen gibt ...

    viel Spaß mit der Kleinen
    staffy

    Ihr, die ihr Schleppen zieht, habt ihr nicht Hunde, die generell in 2 Sekunden fertig sind ? Sofern es sich nicht um einen Welpen handelt ist eine Schleppe wie ein Kreidestrich auf Asphalt ... dem könnten wir doch vollkommen problemlos folgen.

    Hunde haben so super Nasen, da reichts vollkommen, wenn man selber (oder eine andere Person) die Strecke abgeht. Anfangs kleinere Schritte, und später im normalen Gang. Die Hunde finden das ohne Probleme.
    Für den Anfang kann man in regelmßigen Abständen Futter in die Fährte legen, am Ende den Jackpot. Sinnvoll wäre es, auf ein Dummy am Ende umzusteigen (wenn der Hund Spaß dran hat). Erst wird das Anzeigen des Dummys vor Ort belohnt und später darf Hundi alleine Suchen und dann "Bescheid sagen" das ers gefunden hat.

    Ich hab meinen auch immer Futter ans Ende gelegt, entsprechend schnell wurde gefährtet. Nu hab ich mal getestet, Chica ihre "Beute" unerreichbar zu machen und abzuwarten, wie sie reagiert. Einmal hab ichs mit ihr durchgespielt, daß man mir Bescheid sagen muß, wenn man nicht drankommt ... seitdem versucht sie erst gar nicht was zu erreichen, sondern kommt sofort an : "Ich habs gefunden, komm, los ...!" :D

    Man kann damit so viel variieren, testet mal, die sind ganz schön clever und können ne ganze Menge, einfach mal probieren ...

    Gruß, staffy - die öfter mal den Freund im Wald verliert ;)

    Zitat

    Ich wohne sozusagen im Wald, ...
    Ablenkung ist also eh nicht so groß.
    Sie schnüffelt und schaut in der Gegend rum ...


    !!! Merkste was !!! ;)

    Wenn du in einem wildfreien, kpl. asphaltierten Gebiet wohnen würdest, dann gäbs keine Ablenkung, aber direkt am Wald ! SharPeis sind (obwohl die Nasen nicht so aussehen) gute Spurenleser und ambitionierte Jäger, wer weiß, was für Rassen noch beteiligt waren.

    Ich bin kein großer Kenner dieser Rasse, hab mich aufgrund unsers TH-Faltenhalses :herzen2: ein wenig damit beschäftigt, aber es scheinen nicht gerade die "Ich kenn dich nicht, aber ich liebe dich !" Hunde zu sein. Noch hinzu ein Secondhandhund aus dem Süden.
    Ich finde ihr Verhalten gar nicht so untypisch für die Bedingungen. Überleg mal, sie hat vermutlich noch nie jemanden gehabt, an dem sie sich orientieren konnte. Ist zwar freundlich zum Menschen, lebt ansonsten aber in ihrer eigenen Welt. Ich würd ihr da viel Zeit lassen. Regeln aufstellen, Grenzen setzen - keine Frage, aber ansonsten nicht zuviel verlangen, drinnen, wo es klappt, viel üben.
    Geh draussen in kleinen Schritten vor, freu dich, daß sie "von alleine" leinenführig ist, erkunde ihre neue Welt mit ihr. Mit der Zeit wirst du rausbekommen, was sie gerne macht, besonders liebt, wo und wie du ansetzen kannst.

    Was ist denn mit den anderen Hunden ?? Spielen die, sie mit denen ?? Kannst du sie nicht in ein Spiel mit anderen Hunden einbeziehen ?

    Gruß, staffy

    Kinners, dafür seit ihr noch zu jung :D

    Also ich kenn die auch noch !! Hatte das aber vollkommen verdrängt und den Namen auch vergessen. Ich mein mich zu erinnern, daß diese Mischung Wunder vollbrachte, besser wirkte als der ganze neumodische Kram (oder gabs damals nur nix anderes ?).

    Ich dachte aber auch, daß es die schon lange nicht mehr gibt, dies von Rivanol und Co. ersetzt wurde !! Falls du was rausfindest, sonst wer was weiß, her mit den Infos.

    WO kann man das bestellen ? Ist nämlich nicht nur für Pferde sehr gut ....

    Gruß, staffy & Zoo

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    naja meiner quickt nicht nur er brüllt dann ..das interessiert sie nicht die bohne das letze mal war ich auf klo und hab ihn brüllen gehört und sie hat weiter munter am ärmel gezerrt also das ist leider was worauf sie gar nicht reagiert


    Oh doch, sie reagiert da perfekt drauf !! Für sie ist es ein ganz tolles Spiel: Sie zwickt den Kleinen, beißt in irgendwas und husch fängt der Spielpartner an auch herumzuhüpfen, komische Töne von sich zu geben und spielt fangen (weglaufen) mit ihr. Aus Hundesicht ganz normal, du hast ihr bisher nur nicht verständlich erklärt, wie man mit Menschen spielt.

    Punkt 1: Hund und Kind max. so aus den Augen lassen, daß du in einer zehntel Sekunde da sein kannst.

    Punkt 2: Jeder Ansatz vom Hund zu beißen wird mit einem NEIN etc. kommentiert. Wenn Madame dennoch zubeißt, dann "entferne" ihre Schnauze aus deinem Arm, nicht brutal, aber schon deutlich - sie soll ja Sinn & Konsequenz von einen NEIN lernen. Danach wird das Spiel, die Aktion ruhig weitergemacht, setzt sie erneut an, fährt sie hoch -> Abbruch, Hund zur Ruhe kommen lassen, sie muß lernen, sich zurückzunehmen, auch mit nem Spielende klar zu kommen. Dies 2-3 mal konsequent durchgezogen reicht meist ein Nein mit "dezentem Blick" und kurzem Innehalten schon aus.

    Ganz wichtig: Ein Kind kann dies nicht !! Geht klein Welpchen das Kind an, mußt du sofort Einschreiten. Das gleiche Verfahren wie oben, nur halt "am Kind". Gleichzeitig mußt du aber auch aufpassen, daß du den Hund vor dem Kind schützt, denn viele Kinder schauen sich das ab und versuchen selber zu handeln. Aus dem gekonnten "Maulentfernen" wird dann schnell ein Klaps auf die Schnauze, das NEIN NEIN NEIN wird wiederholt, .... von daher: Kind vor Hund und Hund vor Kind schützen !!

    Spiel körpernahe Spiele mit der Kleinen, laß sie in Spielzeuge beißen und selber lernen, auf Hände zu achten. Ich hoffe, du ermöglichst ihr öfters die Woche Kontakte mit anderen Hunden/Welpen - idealer Weise gleichaltrigen. Der Kontakt ist sehr wichtig für sie.

    Ich bin immer überrascht, wenn man sich zu einem Kleinkind einen Welpen holt. Hat man da nicht eh schon genug zu tun ?? :???:

    Viel Spaß mit den beiden Winzlingen ;)

    Gruß, staffy

    Ah, eins noch. Du schriebst oben, sie habe sich "bei dir entschuldigt" !! Wie sah das aus ??

    Unter Brücksichtigung, daß die Lady vermutlich noch nen Kultutschock hat ;) würd ich das draussen noch nicht so persönlich nehmen.
    Die einfachste Lösung liegt (bzw. steht) meist aber direkt vor einem ...
    Wieso machst du es nicht genauso wie sie ? Vergiß das Kasperltheater, laß sie ihre Umwelt erkunden und fang mit Dingen an, die sie ausführen kann. Geh in ablenkungsärmere Gegenden um konzentriert zu trainieren, ansonsten würd ich Kletter-, Balancier- oder Spingübungen machen. Sachen, die sie machen muß, die du aber auf diesem Wege unter Kommando stellen kannst.
    Gibts denn nen Unterschied, ob du alleine oder mit allen Hunden gehst ? Springt sie mehr darauf an, wenn du die anderen rufst und sie neugierig auch kommt, orientiert sie sich, "nur" mit dir allein, mehr an dir ?

    Was fasziniert sie draussen denn mehr, ist sie eher ein Schnüffel oder :schockiert: ähm, Sicht Hund ??

    Gruß, staffy

    Zitat

    Aber wie mache ich das mit einem Hund der weder durch Leckerchen noch durch Spielzeug belohnt werden kann/ werden will?????


    Durch ganz normales, verbales Lob z.B. !! Reduzier die Dame nicht auf Futter und Quietschball, ein ehrliches, freundliches Lob, evtl. mit nem kurzen Streicheln oder knuddeln (wenn Hund es mag) verbunden, sind viel mehr wert !!

    Eine Woche ist ja nu nicht wirklich viel, lassen sich denn schon irgendwelche Hobbys, Vorlieben erkennen ??

    Gruß, staffy

    Gibts nen Foto von der Lady ?? Ich hätt da noch nen SharPeiMixRüden in schwarz anzubieten, der ist sooo knuffig. ;)

    Er soll dich ja gar nicht in Erwartung einer Belohnung anschauen !
    Kommt ein fremder Hund z.B., dann gehst du dran vorbei, läßt ihn hinschauen, hälst ihn körpersprachlich und verbal bei dir, biste vorbei, dann kannste ihm was geben.
    Daher ja geschickter Weise erst das verbale Lob und dann der Griff in die Tasche, nicht dem Hund das Leckerli vor die Nase halten ... dann haste den gleichen Effekt wie "der Ball in der Hand".

    Ich arbeite aber auch mit verbalem Lob, kleinen Bestätigungen und zum Schluß, da gibts denn auch mal was. Für ein "Schau" gibts ein freundliches Lächeln, ein "Fein", aber kein Futter ...

    Gruß, staffy