Zitat
Geholfen dabei hat mir ganz entschieden der "CS-Quatsch", denn dieser hat mit das richtige Hinschauen gelehrt.
Den Ausdruck "Quatsch" beziehe ich auf den ganzen Hype, der darum gemacht wird !! Die Hundesprache besteht aus ein bisschen mehr als nur wegschauen und verlegen schnüffeln. Hunde kommunizieren auf vielfältigste Weise, das Ausdrucksvermögen reicht von freudestrahlend, begeistert, über ängstlich, unsicher bis hin zu dezent drauf hinweisend oder gar die letzte Warnung aussprechend.
"CS" ist ein ganz geringer Teil des komplexen Repertoire und durch dieses "Hervorheben dieser neuen Erkenntnis" reduzieren manche ihre Hunde nur auf diese !
Ich kann doch niemals nur einen Teil sehen ! Warum beschwichtigt oder beruhigt ein Hund denn ? Da ist doch einiges vorangegangen, irgendeine Handlung - gewöhnlich dienen diese Signale zur Deeskalation.
Dann, wenn der Hund verunsichert ist, nicht weiter weiß (oft sind es ja eher Übersprungshandlungen), dann geh ich doch nicht hin und demonstriere meinem Hund, daß ich auch nix weiß, ihm nix böses will ....
Einen fremden Hund nicht anstarren, nicht direkt darauf zulaufen - sollte generell selbstverständlich sein, das hat aber was mit Höflichkeit bzw. nicht provozieren zu tun.
Hab ich einen ängstlichen, unsicheren Hund, so geb ich ihm Sicherheit, indem ich selber ruhig bleibe, Souveränität und Selbstbewußtsein ausstrahle, dem Hund die Situation erkläre, verständlich und angstfrei näher bringe, nicht, indem ich hündischen "Beschwichtigungsverhalten" nachahme.
Sorry, aber ich markiere auch nicht an meiner Schlafzimmertüre, um diesen Raum als den meinen zu kennzeichnen ...
Gruß, staffy