Beiträge von schnauzermädel

    Ich bekomme gleich Schläge ;) , aber wenn ein Hund hier einzieht, der Fertigfutter bekommen hat, dann fange ich mit Pansen an.

    Also eine Woche Pansen mit Calciumzusatz.
    Dann etwa eine Woche nur Fleisch und Gemüse, aber ohne besonderen Plan.
    Ich habe große Hunde, in der 3. Woche dürfen die zusätzlich an Kehlköpfen und Luftröhren kauen üben.
    In der 4. Woche kommen die ersten Knochen, bei uns Kalbsrippen und Hühnerkarkassen.
    Danach wird einfach gefüttert, als hätten wir das schon immer so gemacht.

    Besonderheiten, wie bestimmte Knochen oder Fleischsorten werden schlecht vertragen, bemerkt man mit Zeit und stellt sich halt darauf ein.
    Das gilt jetzt aber nur für gesunde erwachsene Hunde.
    Bei Allergikern ergänze ich wochenweise eine Zutat und führe Buch.
    Für Welpen und Junghunde nehme ich gewolfte Mischungen, die ich mir passend zusammenstelle, damit ich nicht jeden Tag rechnen muss.

    LG
    das Schnauzermädel

    Bleiben wir doch mal bei dem Beispiel mit dem Hund vor dem Geschäft:

    Ich binde meinen Hund vor einem Laden an. Das ist ein normaler Vorgang, zigtausend HH tun das tägl., es entspricht der ganz normalen Lebensführung.
    Wenn sich der Hund nun losreißt oder losgebunden wird, dann ist das von mir nur dann zu verantworten, wenn ich meinen Hund an einer offensichtlich zu schwachen Leine angebunden habe oder ich wissen musste, dass der Hund losgebunden wird, weil es bereits in der Vergangenheit passiert ist. Nur in letzten Fällen handle ich grob Fahrlässig. Aber auch das ist eben versichert, denn der Sinn einer Haftpflichtversicherung liegt eben auch in der Absicherung der groben Fahrlässigkeit.

    Nehmen wir ein anderes Beispiel:
    Ich fahre mit dem Auto und rauche. Meine Zigarette fällt in den Fußraum und ich fange an sie zu suchen. DAS ist grob fahrlässig!
    Weil ich so abgelenkt bin, übersehe ich eine rote Ampel und fahre auf ein dort stehendes Fahrzeug auf.
    Meine Haftpflichtversicherung wird den Schaden am Auto, auf das ich aufgefahren bin, ersetzen, sie deckt auch die grobe Fahrlässigkeit ab.
    Meine Vollkasko wird dagegen den Schaden an meinem Fahrzeug nicht ersetzen, da ich diesen Schaden grob fahrlässig verursacht habe. Anders als bei der Haftpflichtversicherung ist hier die grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    @ schnauzermädel

    So wie meine Schwester mir das gerade sagte, zahlt die Hundehaftpflicht NICHT oder teilweise bei grober Fahrlässigkeit, wie in den o.g. Beispielen.

    Ist ja auch irgend wie verständlich... wenn ich einen Hund an der Straße frei laufen lasse, muss ich damit rechnen das er vor ein Auto laufen könnte, aus welchem Grund auch immer. Da ist man dann als Hundehalter wohl in der Verantwortung.

    Ich denke, das die Versicherungen zahlen, hängt wohl eher mit der Unehrlichkeit der Versicherten zusammen. Man lässt seinen Hund frei laufen und wenn dann was passiert heißt es wahrscheinlich eher "Oh, der hat sich losgerissen." ;)

    Die Versicherung MUSS bei grober Fahrlässigkeit des Halters zahlen.
    Egal was deine Schwester sagt, §61 VVG gilt nicht für Haftpflichtversicherungen ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Ähm, generell schließen Versicherer zwar grobe Fahrlässigkeit aus, aber in der Haftpflichtversicherung nicht!

    In allen Sparten der Haftpflichtversicherungen wird auch bei grober Fahrlässigkeit gezahlt, nur der Vorsatz ist ausgeschlossen.

    Dass Versicherer bei Schäden mit Hund oft nur eine Teil des entstandenen Schadens zahlen, liegt an einer Teilschuld des Gegners.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Das man einen Neufundländer nicht unbedingt mit einem Mali o.ä. vergleichen kann, weiß ich auch. Aber ganz ehrlich? Wenn ich mir einen Hund aus der Leistungszucht hole und ich erwische wirklich so einen Hund (täglich stundenlang Arbeit), dann ähm...ja. Vielleicht sollte ich die Rasse/Zuchtrichtung nochmal überdenken :hust:

    Das kannst du doch vorher relativ gut absehen ;) .

    Ich meine, klar Ausreißer gibt es immer, aber wenn die Verwandtschaft des potentiellen Hundes deinen Wünschen entspricht, dann wird sich ein großer Teil der Welpen doch auch in dem Rahmen bewegen.
    Und die Züchter kennen ihre Babys doch immer sehr gut und können dir sagen, wie die so sind. Es kann ja sein, dass der, der immer schläft, wenn du gucken kommst, der größte Stänkerer ist und deshalb zu deinen Zeiten immer platt :lachtot: .

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Ich kenne schon auch Hunde, die das brauchen/wollen, aber die wurden (meiner Meinung nach) so gemacht (zumindest ein Teil davon) und haben außerdem einen an der Klatsche. Das heißt nicht, dass deine Hündin (@Schaunzermädel) auch so ist, nicht falsch verstehen.

    Wenn der Hund mal viel tun muß/darf, finde ich das ja ok. Wenn ich mir aber wirklich überlege einen Hund zu haben, der mehrere Stunden am Tag richtige Arbeit braucht und das täglich...da hätte ich wohl wirklich ein Problem, weil das nicht möglich ist..

    Gerade bei so Freaks wie Malis finde ich es aber enorm wichtig ihm Ruhe beizubringen. Bei der Arbeit hab ich den normalerweise sowie sofort, aber wenn der jeden Tag Stundenlang seine Arbeit bekommt, was mach ich dann wenn er 1 Jahr später da steht und mehr will/braucht?

    Es kommt ja ganz darauf an, wofür der Hund gezüchtet worden ist ;) , auch innerhalb einer Rasse.
    Wenn man immer nur Hunde verpaart, die einen enormen Arbeitswillen an den Tag legen, die absolut witterungsunempfindlich sind und schon eine sehr große Grundkondition haben, dann wird man mit zu wenig Beschäftigung ein Problem bekommen.
    Ich nehme jetzt mal meine Hündin als Beispiel:
    Ich würde sie nicht als überdreht bezeichnen, sie kann abschalten, wenn sie genügend beschäftigt wird, dann ist sie aber lange noch nicht an ihren Grenzen oder vollkommen platt.
    Sie braucht fast jeden Tag ein umfangreiches Programm, dass wir uns allerdings zu zweit aufteilen (auch wenn sie mit meinem Mann nicht so gerne möchte ;) ), sonst zeigt sie Verhaltensauffälligkeiten. Dabei ist als Welpe und Junghund geschont worden, aber das mehr Fordern kam immer deutlicher von ihr.
    Wir haben mittlerweile erstaunliche Erfahrungswerte mit ihr :headbash: , sie kann z.B. deutlich länger als eine Stunde am Stück UO laufen. Sie wird nicht unkonzentriert oder unsauber. Trotzdem kann sie direkt neben einem Platz auf dem grade SD läuft schlafen, wenn sie weiß, dass sie nicht dran ist.
    Und da hat man dann schon den nächsten Vorteil solcher Hunde, wenn sie ausreichend beschäftigt sind. Man kann sie "an- und abschalten", sie finden überall Ruhe und sind auf Wunsch sofort da. Dann geben sie aber alles und es liegt am Besitzer Ermüdung rechtzeitig zu erkennen.

    LG
    das Schnauzermädel