Beiträge von schnauzermädel

    Die gesetzliche Regelung in NRW bestand bereits vor dem Urteil 2005. Zur Zeit ist zweifelhaft, ob diese Regelung den Ansprüchen, die im Urteil gestellt werden, genügt. Das Umweltministerium sagt ja, die Gegner sagen nein. Bereits vor dem Urteil gab es Genehmigungen nur für Diensthundehalter, Jäger und evtl. in besonderen Fällen Hundeschulen. ;)

    LG
    das Schnauzermädel

    Das Problem ist, dass Übertypisierung schleichend zur Qual wird.
    Das Verpaaren von Hunden, die beim Nachwuchs zu einem sehr hohen und wahrscheinlichen Prozentsatz erblich nachvollziehbarer Probleme bekommt, das ist sicher eine Qualzucht. Hier sind aber meist die Elterntiere selber krank, dann verbietet sich die Zucht eh, oder es gibt einen Gentest oder klare Erkenntnisse. Also Merle x Merle, einseitig oder gar beidseitig taube Hunde. Heute muss man nur bei sehr wenigen offensichtlich gesundheitlichen Einschränkungen das Risiko in Kauf nehmen.
    Anders sieht es bei den rein körperlichen Merkmalen aus. Wann ist ein Mops zu eingeschränkt? Wann eine Bulldogge? Was ist ein DSH zu tief, zu locker in den Bändern, zu deformiert im Kreuzbein? Und konnte man das vorhersehen? Also hat man bewusst so eine wirklich eingeschränkte Kreatur geschaffen? Oder war es nicht vorherzusehen? Also rechtlich haltbar, beweisbar und nicht aus dem Bauch heraus.

    Ida
    Die Richter kommen aber naturgemäß aus dem Mainstream, andere Richter "überleben" nicht. In Vereinen zählen Mehrheiten, nicht die Vernunft.
    Und Züchter, die aufgeben, die gibt es zu Hauf. Eben weil sie ihr Zuchtziel mangels geeigneter Hunde nicht verantwortungsvoll weiterführen können.

    LG
    das Schnauzermädel

    Man muss beim Mops keine fremde Rasse einkreuzen. Zucht bedeutet in Generationen zu denken und so, wie man eine Nase kurz bekam, bekommt man sie auch wieder länger. Einfach eine andere Rasse einkreuzen, das bringt keinen gesünderen Mops, das bringt nur eine unsägliche Mischung, wo u.U. das "Endprodukt" mit dem Temperament des Einkeuzungshundes in einem Mopskörper gefangen ist. DAS ist keine seriöse Zucht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zum Glück ist davon auszugehen, dass so ein Tumor nach einer Kastra kleiner wird. Bösartig sind sie recht selten, besonders wenn er langsam wächst, weich ist, wenig bis gar nicht blutet, sieht es sehr gut aus. Wirklich aussagekräftig ist natürlich nur eine Biopsie, aber man hat nach der äußeren Erscheinung zumindest eine Richtung.
    Bei meinem alten Herrn ist damals das Fell schlecht geworden, er vertrug sich deutlich schlechter mit anderen Rüden. Aber er wurde so 18 Jahre alt, das war es wert.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich musste in dem Alter einen meiner Riesenrüden wegen gesundheitlicher Probleme kastrieren lassen.
    Er hat es gut überstanden.
    Da er den Bauchhoden hat, würde ich einen Ultraschall zur Lagebestimmung und zur Einschätzung evtl. Veränderungen vornehmen lassen. Findet sich ein stark veränderter Hoden, dann lohnt sich ein Blick auf die Leber und eine Röntgenaufnahme der Lunge. Nicht dass man dort Metastasen findet, auch wenn Hodentumore nicht sonderlich "verbreitungsfreudig" sind.
    Und dann würde ich mich sehr genau vom TA beraten lassen. Wenn sich ein vergrößerter, veränderter Bauch-Hoden findet, dann muss der raus. Wenn sich aber nichts findet, im Bauch verbliebene Hoden bleiben ohne Entartung sehr klein und müssen meist aufwändig gesucht werden, ist die Frage, was dieser Hoden hormonell gesehen anstellt, ob er wirklich raus muss. Das wäre ein relativ großer Eingriff. Der normale Hoden wird wegmüssen, der ist auf jeden Fall für den Perianaltumor verantwortlich und das wird nicht besser werden ohne Kastration.
    Für eine OP würde ich beim alten Hund immer eine Inhaltionsnarkose wählen.

    Das ist jetzt leider etwas wirr und sicherlich auch nicht der einzig richtige Weg. Aber vielleicht sind ein paar Denkanstöße für dich dabei und mit dem TA wirst du schon das passende Vorgehen finden.

    LG
    das Schnauzermädel

    Dafür reicht bei den wenigsten Rassen der Genpool.
    Es gibt Inititaiven innerhalb der Vereine, ja. Aber dafür muss man dann auch genügend Hunde in der Zucht haben. Und die Zuchtzulassung gibts es eben nicht geschenkt. Was bangt manch LZ-DSH-Züchter um das "sg", damit der Hund in die Zucht kann. In meinen Augen ein DSH, in den Augen der Allgemeinheit leider mittlerweile oft ein "DSH-Mix", weil man die Fließheckmodell gewöhnt ist und in den Augen manches Richters kein sonderlich standardgerechter Hund.
    Bei den noch extremer Übertypisierten dürfte es noch schwerer werden, zumal das keine Rassen sind, die mit Arbeitsleistungen glänzen können.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich behandle meine Hunde sicherlich nicht gleichberechtigt partnerschaftlich. Antiautoritär würde ich meinen Erziehungsstil nun auch nicht nennen.
    Aber ich bin intelligent genug zu bemerken, dass ich kein Hund bin. Also lasse ich meinen Unmut über irgendwelche Handlungen nicht über Schnauzengriffe oder Alphawürfe an einem Hund aus, denn das ist für mich Fremdsprache und kommt garantiert nicht vernünftig rüber. Außerdem möchte ich meinem Hund gar nicht beibringen besonders hundlich mit mir zu kommunizieren, denn das könnte übel ausgehen. Hunde sind Meister der Fremdsprache "Mensch", wenn man es entsprechend umsetzt.
    Und für Leinenrucke ist mir der Hals meines Hundes zu schade.

    LG
    das Schnauzermädel

    Sie haben zumindest unterschiedlich schwere Verläufe, von einfacher Feldkrankheit bis Weil-Krankheit ist alles drin, es kommt aber auf den Stamm an. Und nicht immer kommt es zum schlimmsten Verlauf, auch wenn es ein "gefährlicherer" ist.
    Impfen kommt eher nicht in Frage, weil das nur gegen den Erreger der Weil-Krankheit hilft. Außerdem ist der Impfstoff in D nicht zugelassen und als aktiver Impfstoff wirkt er natürlich erst deutlich verzögert, das Immunsystem muss erst reagieren. Eine passive Impfung (also fertige Antikörper) gibt es leider nicht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Vorabtesten würde ich mich nicht lassen.
    Aber wenn du grippeähnliche Symptome, also Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, oft auch Bindehautentzündung, dann SOFORT zum Doc. Blut nehmen lassen für einen Antikörpertest, Kulturen wachsen zu langsam und das passende Antibiotikum auf Verdacht einnehmen. Denn nur in der Anfangsphase wirkt es.

    Bei aller Gefährlichkeit bleibt es eine sehr seltene Erkrankung.
    Und dank der vielen Stämme, ist die Erkrankung deines Hundes überhaupt auf Menschen übertragbar? Nicht jede Leptospirenvariante kann Menschen infizieren.

    LG
    das Schnauzermädel