Also, wenn so etwas schief gelaufen ist, dann sollte man verhandeln.
Weil eine Kastration ist eine eher überschaubare Leistung, die vollständig erbracht werden sollte, über vergessene Reste darf man wenig begeistert sein, das ist eine völlig andere "Komplikation" als z.B. ein korrekt verschlossenes Gefäß, dass sich wieder öffnet.
Ich würde also zuerst das Gespräch mit dem TA suchen, mir tierisch auf die Zunge beißen und sachlich und freundlich beginnen, auch wenn das alles für meine Hündin nur Stress bedeutet. Man sollte gründlich abwägen, wie schlimm die Beschwerden sind, ob eine neues Ausräumen unbedingt nötig ist oder ob man es so beläßt. An der Stelle wäre eine Zweitmeinung gut.
Der TA muss schon die Möglichkeit bekommen nachzubessern. Aus nun mangelndem Vertrauen einen anderen operieren zu lassen, das ist verständlich, geht aber auf eigene Kosten, wenn der ursprüngliche TA bereit ist nachzubessern.
Stellt sich der TA völlig quer, dann hat die zuständige TA-Kammer eine Schiedstelle, das wäre mein nächster Anlaufpunkt falls nötig.
Wobei man auch immer schauen muss, wie lange ist die Kastra her, zu welchem Zeitpunkt fand sie statt. War das ungünstig gewählt, dann kann man noch sehr lange mit einer Scheinträchtigkeit, die durchaus auch die Rüden kirre macht, zu kämpfen haben und es wurde nichts übersehen oder vergessen.
Bauchhoden sind ein weiteres Problem. Allerdings kann man die oft nur schwer lokalisieren, sie sind unentartet "lächerlich" winzig, und wenn ein Hoden normal da ist, dann kann man nicht mehr testen, ob er ein Einhoder ohne Bauchhoden oder einer mit Bauchhoden ist. Da helfen dann nur die Wahrscheinlichkeiten, echte Einhoder sind extrem selten, man sollte also sehr genau suchen.
LG
das Schnauzermädel