Beiträge von schnauzermädel

    Also, wenn so etwas schief gelaufen ist, dann sollte man verhandeln. ;)
    Weil eine Kastration ist eine eher überschaubare Leistung, die vollständig erbracht werden sollte, über vergessene Reste darf man wenig begeistert sein, das ist eine völlig andere "Komplikation" als z.B. ein korrekt verschlossenes Gefäß, dass sich wieder öffnet.
    Ich würde also zuerst das Gespräch mit dem TA suchen, mir tierisch auf die Zunge beißen und sachlich und freundlich beginnen, auch wenn das alles für meine Hündin nur Stress bedeutet. Man sollte gründlich abwägen, wie schlimm die Beschwerden sind, ob eine neues Ausräumen unbedingt nötig ist oder ob man es so beläßt. An der Stelle wäre eine Zweitmeinung gut. ;)
    Der TA muss schon die Möglichkeit bekommen nachzubessern. Aus nun mangelndem Vertrauen einen anderen operieren zu lassen, das ist verständlich, geht aber auf eigene Kosten, wenn der ursprüngliche TA bereit ist nachzubessern.
    Stellt sich der TA völlig quer, dann hat die zuständige TA-Kammer eine Schiedstelle, das wäre mein nächster Anlaufpunkt falls nötig.

    Wobei man auch immer schauen muss, wie lange ist die Kastra her, zu welchem Zeitpunkt fand sie statt. War das ungünstig gewählt, dann kann man noch sehr lange mit einer Scheinträchtigkeit, die durchaus auch die Rüden kirre macht, zu kämpfen haben und es wurde nichts übersehen oder vergessen.

    Bauchhoden sind ein weiteres Problem. Allerdings kann man die oft nur schwer lokalisieren, sie sind unentartet "lächerlich" winzig, und wenn ein Hoden normal da ist, dann kann man nicht mehr testen, ob er ein Einhoder ohne Bauchhoden oder einer mit Bauchhoden ist. Da helfen dann nur die Wahrscheinlichkeiten, echte Einhoder sind extrem selten, man sollte also sehr genau suchen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Es ist ziemlich egal, wie kastriert wurde. Und gleich einen ganzen Eierstock zu "übersehen", das ist nun ganz schwierig, wenn man bis zwei zählen kann, da spielt die Art des Zugangs keine Rolle.
    Es wird immer wieder bei einem gewissen Prozentsatz der Kastrationen, egal auf welche Art, aktives Eierstockgewebe übersehen, meist im Bereich der Nieren.
    Und das macht dann eben Probleme, von Läufigkeitssymptomen über folgende Scheinträchtigkeiten, bis zu dauerduftenden Damen mit merkwürdigem Verhalten, weil dieses Gewebe eben oft nicht mehr richtig funktioniert und recht ungeregelt Hormone produziert.
    Das läuft im Allgemeinen auf eine weitere OP hinaus.

    LG
    das Schnauzermädel

    Na, ich habe meine Hunde meist 24 Stunden um mich herum, aber ich habe definitiv keine 24 Stunden Zeit für sie. ;)
    Und im Haus beschäftige ich mich sehr wenig mit ihnen, da wird am Abend gekuschelt. Aber was sollte ich sonst den ganzen Tag mit ihnen machen? Ähnlich ist es doch, wenn die Hunde mich irgendwohin begleiten. Ich gehe da aus einem bestimmten Grund hin, und dieser Grund sind dann eben mal nicht die Hunde. Also müssen sie einfach so mitlaufen. Warum auch nicht?

    LG
    das Schnauzermädel

    Das verstehe ich nun auch nicht, da müsste Hunde im Zwinger leben.

    Wenn ich keinen Hundesport machen würde, dann hätten die Hunde viel weniger Auslastung und Bewegung. Aber ich denke, damit kämen sie auch gut zurecht. Sie sind bei uns fast nie allein, kommen viel mit, aber ich habe da dann natürlich nicht automatisch Zeit für die Hunde, nur weil sie dabei sind. Ein netten Beispiel: Beim Kochen sind meine Hunde in der Küche, sie schleichen da herum, gucken in die Ecken, hoffen auf kleine Abfälle, verfolgen jeden Handgriff interessiert. Sie sind in dem Moment gar nicht übel bespaßt, dabei habe da definitiv keine Zeit für sie. :D

    LG
    das Schnauzermädel

    Ne, das ist beim TA anders als beim Auto, einfach weil man so vieles nicht absehen kann. Da kann die einfache OP zum abgesprochenen Preis dank Komplikationen schnell mal viel teurer werden. Zumal du beim TA für die Leistung und nicht für den Erfolg zahlst, also so lange er keine groben Fehler macht, zahlst du auch bei Komplikationen weiter, während du Autoreparaturen zum Festpreis haben kannst.

    LG
    das Schnauzermädel

    Natürlich lasse ich meine Hunde behandeln, trotzdem möchte ich bei manchen Sachen wissen, was es kostet.
    Denn wie man behandeln lässt, das hat doch eben dann doch wieder mit den Kosten zu tun.
    Ich nehme mal wieder unseren Zwitterhund:
    Wenn da Hoden im Bauch sind, dann müssen die wegen des Entartungsrisikos heraus. Festzustellen ist das über einen Hormontest. Jetzt sind aber eben auch die weiblichen Organe ein Problem, der Penis stört den Hund und sorgt für wiederkehrende Scheidenentzündungen.
    Wäre der Hormontest sehr, sehr teuer gewesen, dann hätten wir uns wahrscheinlich gegen den entschieden und den Hund direkt aufmachen lassen, so hat es uns auch unser TA geraten. Wir haben das Wohl des Hundes und die Kosten abgewogen und sind zu dem Schluss gekommen, dass man ohne Hoden auf eine große Bauch-OP verzichten könnte und nur den kleineren Eingriff an der Scheide zwingend wäre. Also haben wir erst den Hormontest gemacht, der eben gezeigt hat, dass die Bauch-OP sein muss. Aber für solche Überlegungen muss man eben die Kosten kennen. Denn natürlich möchte ich meine Hunde optimal versorgt wissen. Aber ich möchte nicht viel Geld für unnötige Behandlungen bezahlen oder auf sinnvolle Untersuchungen verzichten, weil der TA denkt, das wäre zu teuer. Klar war die Einschätzung unseres TAs richtig und hätte uns Geld gespart, aber ich fand eben 2 mal Blut abnehmen schonender für den Hund als eine evtl. unnötige, große Bauch-OP, auch wenn sie jetzt nötig wird.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ne, das hat ja nichts mit dem Wunsch nach Ärztehopping von nach Sparpotentialen zu tun.
    Ich nehme mal mein Kleinteil, da steht jetzt einiges an und ich kann die Gebührenordnung wälzen wie ich möchte, ich kann den Preis nicht wirklich errechnen, ich kann nur den schlimmsten Fall annehmen und der wäre heftig. Da hilft dann eben nur das Gespräch.
    Kleinteil ist ein Zwitter, es sind definitiv Hoden im Bauch, die Lage ist aber unbekannt, Ultraschall gibt keinen Aufschluß. So, der Punkt einen Rüden von seinen Hoden im Bauch zu befreien, den gibt die Gebührenordnung her. Aber wie wird der Doc abrechnen? Die Hoden werden wohl nur bohnengroß sein und eben irgendwo versteckt liegen, das wäre ein Grund für einen deutlich höheren Satz.
    So, jetzt hat der Hund aber auch weibliche Geschlechtsorgane, die allerdings nicht funktionieren. Ich bin zwar normalerweise gegen eine Kastration, aber wenn der Bauch eh durchwühlt wird, dann muss man dem Hund eine spätere OP wegen evtl. einer Pyometra ersparen. Er könnte jetzt also eine Ovariohysterektomie berechnen, auch deutlich erhöht, weil die Organe wohl auch eher verkümmert sein werden und daher schlecht zu finden und abzugrenzen sind.
    Dann muss auch noch der kleine Penis aus der Scheide entfernt werden und sicherlich die Scheide operativ etwas verändert werden, damit sie wieder gut schließt. Penisamputation und Scheidenplastik sind abrechenbare Punkte.
    Wenn ich das überschläglich rechne, dann komme ich zum Schluß lang hinzuschlagen, Kleinteil auszusetzen und mir von dem Geld einen Rassehund zu kaufen. :lachtot: Diesen ganzen Stress, denn wenn es teuer wird, dann hat man Stress ;) , kann man sich ersparen, wenn man einfach mal nachfragt.
    Und schon kann man sich deutlich entspannen und sich nur noch auf die medizinischen Belange konzentrieren. Denn abzuwägen was jetzt alles wirklich nötig ist, und wie sehr das den Hund belasten wir, das ist och eigentlich der viel wichtigere Punkt.

    LG
    das Schnauzermädel