Es geht doch um 2 völlig unterschiedliche Dinge.
Die normale HD-Aufnahme, eben das , was die Verbände auswerten und zwar zu Recht, beschreibt, wie die Hüftgelenke ausgeformt und gewinkelt sind. Das ist der deutlich entscheidendere Teil für gesunde Hüften. Eben genau das, was der Name sagt, leidet der Hund an einer Fehlausformung der Hüften oder nicht.
Der zweite wichtige Teil für gesunde Gelenke ist eine ausreichende Festigkeit des Bindegewebes. Auch mancher Hund mit A-Hüfte bekommt in hohem Alter Arthrosen in der Hüfte. Nicht jeder, es ist eher selten, aber es kommt vor. Das ist relativ logisch, denn wenn das Bindegewebe locker ist, dann hat auch ein perfekt ausgeformtes Gelenk Spiel. Das kann man bei der Stressaufnahme sehen, zumindest wenn dort so viel Spiel ist, dass es Probleme bringt.
Möchte man bei einem jungen Hund, der Hüftprobleme hat, eine vernünftige Prognose stellen, dann sollten beide Aufnahmen gemacht werden. Denn es ist eben ein Unterschied, ob man ein Gelenk "nur" in Form bringen muss, oder ob man das Gelenk auch noch stabilisieren muss.
Ich persönlich lasse nicht vorröntgen (Das täte ich nur bei einem Hund, wo ich etwas vermute und das hatte ich zum Glück noch nicht.), weil ich den Hund auf jeden Fall behalte. Ich lasse daher erst Röntgen, wenn ich das auch offiziell auswerten lassen kann. Junge Hunde schone ich, also habe ich Zeit. Wenn lasse ich aber eben die Stressaufnahme mitmachen, damit ich weiß, dass der Hund voll belastbar ist. Ich hätte einfach Bauchweh, einen Hund, der von seinen Anlagen getragen, Jahre über den Schmerz wegarbeiten zu lassen, und ich würde nichts merken. Das würde ich mir nicht verzeihen.
LG
das Schnauzermädel