Zitat
Also wir haben auch Kontakt mit einem Züchter der dem DRC Soltau angehört. Sicherlich spricht von vorn herein erstmal alles gegen solche Züchter. Man hört nur, dass es da Probleme gibt, die Papiere werden nicht anerkannt und die Untersuchungen werden nicht so geprüft und verlangt wie bei einem Verein der dem VDH angehört.
Aber wir haben uns ein Bild vor Ort gemacht. Das fanden wir am Wichtigsten. Haben mit den Leuten gesprochen, die Haltung, die Elterntiere, den ganzen Umgang uns angesehen.
Wir waren jetzt zum 2. Mal dor und fahren diese Woche wieder hin.
Meiner Meinung nach gibt es hier und da Schindluter. Egal ob VDH oder nicht. Ich habe mit einigen Züchtern vorab telefoniert. U.a. auch mit
welchem vom DRC (VDH).
Es gibt auch beim DRC (VDH) Züchter die nett sind, einem alles erklären aber auch welche, die einen schnell wieder los werden wollen. Keine Zeit für einen haben und nicht mal kurz erklären wollen wie so ein Welpenkauf abläuft. Man kauft ja nicht täglich Welpen, also war das auch für uns totales Neuland.
Es ist eben nicht alles Gold was glänzt. Sicherlich ist die Kontrolle über dem VDH strenger, besser und nachvollziehbarer als beim DRC Soltau.
Aber sind alle Züchter schlecht, die einem Nicht-VDH-Verein angehören?
Wir haben jetzt unser Bauchgefühl entscheiden lassen und sind froh darüber.
Alles anzeigen
Man sollte bei der Rassehundezucht aber einiges mehr bedenken als nu den jeweiligen Züchter zu betrachten.
Bei der Rassehundezucht ist der Genpool sehr eng, es ist also sehr wichtig Informationen über möglichste viele Verwandte zu haben.
Stutzig werde ich, wenn der Deckrüde im Besitz des Züchters ist. Dann brauche ich aber eine ganz genaue Erklärung, warum genau dieser (kostengünstige, weil ohne Decktaxe) Rüde bei dieser Hündin eingesetzt wird. Spätestens bei Wiederholungswürfen werde ich sehr misstrauisch.
Gesungheitsuntersuchungen müssen rassespezifisch sein und von einem unabhängigen Gutachter ausgewertet werden. Viele Tierärzte können die Aufnahmen nicht auswerten, ihnen fehlt das Fachwissen. Dazu kommt, dass Tierärzte heute oftmals um das Überleben der Praxis kämpfen müssen. Züchter sind aber gute Kunden, da kann es schnell zu Gefälligkeitsgutachten kommen.
Auch verwundert mich immer die Aussage solcher Züchter, dass alle vorherigen Welpen komplett untersucht wurden. Die meisten Hundebesitzer, die man trifft, haben ihre Hunde nicht untersuchen lassen, weil es ja teuer ist, das Narkoserisiko besteht und es ja "nur" ein Familienhund ist. Dabei ist egal aus welcher Zuchtstätte die Hunde stammen. Mir ist es schleierhaft, warum die meisten VDH-Züchter keine 100% untersuchten Nachzuchten vorweisen können, wo sie mit Wurftreffen mit Röntgentermin, der Nennung kompetenter Ärzte in der Umgebung des Halters und oftmals mit Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises Werbung machen. Irgendwie spricht die Lebenserfahrung gegen die Aussagen dieser Züchter, die behaupten alle wären untersucht.
Die Person des Züchters, die Aufzuchtbedingungen und die Sozialisierung sind sehr wichtig für die Welpen, aber das kann jeder Mensch mit einem Unfallwurf leisten. Zur Hundezucht gehört bedeutend mehr, denn es geht um den Erhalt und die Verbesserung der Rasse. Auch die VDH-Zuchtordnung ist nur eine Rahmenordnung, die für einzelne Rassen nicht ausreichend ist. Die jeweiligen Zuchtverbände müssen bedeutend strengere Vorgaben machen und genügend Vereine haben noch deutlichen Handlungsbedarf. Aber die schwammigen, für alle Rassen einheitlichen Zuchtordnungen bestimmter Zuchtverbände sind ein riesiger Rückschritt für Hund und Halter!
Wenn man dann die Welpenpreise, die Gebührenordnungen und die Anforderungen, bevor man züchten darf, vergleicht, dann kommt man zu dem Schluss, dass man trotz geringerer Welpenpreise bei vielen Nicht-VDH-Verbänden den deutlich höheren Gewinn macht.
LG
das Schnauzermädel