Auf was ich tatsächlich hinaus möchte, wird mir eigentlich erst jetzt klar...
Ich meine jetzt auch keine Forenmitglieder, denn deren Arbeitsweise und -haltung kenne ich nicht. Ich meine jetzt die Erfahrungen, die ich in freier Wildbahn und auf diversen Hundeplätzen mache
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Die meisten Hundehalter arbeiten irgendwie so vor sich hin. Das ganze muss Spass machen und wird irgendwie sehr locker angegangen, dazu fallen viele Entscheidungen ganz spontan.
Das sehe ich aber nun ganz anders.
Ich schaue sehr genau, was kann mein Hund und wo liegen Defizite? Was möchte ich erreichen? Wie erreiche ich das bei diesem Hund? Muss ich erst andere Baustellen bearbeiten, damit ich an diesem Problem erfolgreich arbeiten kann?
Ich breite meine Hunde sehr langsam auf Wildbegegnungen vor. Ich suche also lange nur Orte auf, an denen ich kaum unerwartete Überraschungen erleben kann. Das finde ich zwar langweilig, aber eben durchaus sinnvoll. Danach suche ich kontrollierten Wildkontakt. Wenn man etwas Zeit aufwendet, kann man an vielen Stellen sagen, welches Wild um welche Uhrzeit wahrscheinlich anzutreffen ist. Sieht der Hund das Wild, biete ich eine geliebte Alternativhandlung an. Erst wenn der Hund bei Wildsichtung Orientierung und Bestätigung bei mir sucht, dann versuche ich das auch mal ohne Leine.
Aber ich hatte eben auch noch nie einen ausgeprägt jagenden Hund. In wie weit das nun an meiner Art des allgemeinen Trainingsaufbaus liegt, der immer eine Freigabe von mir vorsieht, weiß ich nun auch nicht, denn ich kann ja nicht sagen, wie sich die Hunde sonst entwickelt hätten und die Problemhunde, die hier einziehen, hatten massive Probleme mit ihren Besitzern, da kann man also auch keine Prognosen ablesen.
LG
das Schnauzermädel