Beiträge von schnauzermädel

    Es geht ja nicht um einen "gesteigerten" Wehrtrieb. Wehrtrieb und Meideverhalten liegen ganz nah beieinander. Möchte ich einen brauchbaren Hund, dann sollte er bei Belastung in den Wehrtrieb gehen (genau da könnte er auch meiden) und er soll beim Ende der Belastung sofort wieder in den Beutetrieb wechseln. Hunde, die keine sauberen und schnellen Triebwechsel zeigen, sind genauso unbrauchbar wie Hunde, die meiden oder nur über Wehrtrieb gehen.
    Hier in D brauchen wir Hunde, die bei mittlerer Reizschwelle viel Beutetrieb mitbringen. Solche Hunde sind brauchbar für Dienst und Sport und können auch alle anderen Aufgaben gut bewältigen (Agi, Obi, etc.), sie eignen sich auch als reine Familienhunde, wenn sie nicht nur nebenher laufen und etwas gefordert werden. Solche Hunde kann man in unserer Gesellschaft in ausreichender Zahl behalten.
    Die echten Arbeitstiere findet man doch eigentlich nur noch im Ausland und sie sind für die meisten Menschen nicht mehr führbar.

    Ich würde ja gerne Mondio machen, aber es geht hier nicht, die Gesetze verbieten es. Ich fahre aber gerne in die Niederlande, vielleicht schaffen wir ja irgendwann die PH 1, falls mein Hundi jemals die Kommandoverweigerung schafft :hust: .

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich meinte die psychische Belastung ;) und die ist nicht geringer.
    Nur was mache ich in NRW? Keine Gebrauchshunde mehr halten und züchten? Weil hier werde ich keinen Platz für diesen Sport bekommen können?
    Und mir fehlt beim Mondio doch irgendwie einiges an Wehrtrieb. Die Hunde beißen an und dann ziehen sie, aber gegen den Helfer geht kaum mal einer.

    reggy
    Es geht nicht darum mit dem Hund den Ernstfall zu proben. Der Sporthund soll zeigen, dass er auch die Wesensveranlagungen zum wirklichen Gebrauch (also Diensthund z.B.) hat. So kann man die Zucht gebrauchsfähiger Hunde erhalten, auch wenn nur wenige Hunde tatsächlich in den Dienst gehen.
    Gebrauchshunde sind genau so Spezialisten wie Hütehunde oder Herdenschutzhunde. Wenn man sie "einfach so" oder nur auf Schönheit bezogen verpaart, dann gehen im günstigsten Fall Eigenschaften verloren, im schlimmsten Fall ist der Hund ein nervliches Wrack, das für seine Umwelt gefährlich ist.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Das ist ein schlechter Witz......der Grossteil aller Schutzhundesportler ist der Freizeitsportler mit seinem Privathund......und kein elitaerer Verein der auschlieslich besteht um Gebrauchshunde zu selektieren.

    Und nein....ich brauche keine Stockschlaege um festzustellen ob ein Hund geeignet ist oder nicht.

    Das die Schlaege in dem Moment indem der Hund sie erhaelt nicht weh tun ist mir klar, die verspuehrt er kaum weil er recht hoch unter Strom steht.....mir persoenlich geht's dabei einzig und alleine ums Prinzip....ich schlage auf keine Hunde ein.

    Wieso ist das ein schlechter Witz?

    Die Prüfungsergebnisse sind komplett für die Züchter zugänglich. Nach diesen Ergebnissen beurteilen sie ihre Nachzucht. Brauchbare Hunde müssen scheinbar aus dem Nichts hervorgezaubert werden.
    Und die Belastung für due Hunde ist beim Mondio auch nicht geringer, denn wie du schelbst schreibst, sind nicht die Schläge an sich die Belastung. Aber beim Mondio hat man viel weniger Triebwechsel.
    Es ist eine anspruchsvolle Sportart, die andere Schwerpunkte hat. Dazu hast du in D das Problem, dass du es kaum irgendwo ausüben kannst. Die Züchter hätten wohl kaum ein Problem damit ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Um den SV-Platz-Thread nicht zu zerreden, frage ich mal hier:

    VPG dient zur Zuchtselektion bei Gebrauchshunden, es ist nicht als reiner Freizeitsport gedacht.
    Wenn die Stockschläge wegfallen, wie soll dann Härte und Belastbarkeit und die Triebwechsel überprüft werden?
    Wo die Gebrauchshunde landen, wenn man nicht nach Gebrauchsfähigkeit selektiert, kann man bei allen Rassen sehen. Diese Hunde machen dann zum Großteil auch keinen Freizeitsport ohne Stock mehr und sind oft vom Wesen her sehr ungünstig angelegt (auch und grade als Familienhunde) und schlecht berechenbar.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wenn nötig, dann mache ich das vor der Tür, bevor wir eine Runde drehen.
    Ich nehme die angewärmte Lösung mit runter und halte einfach das Ohr fest, dann kommt der Hund nicht weit :hust: . Wenn Hundi merkt, das er aus der Nummer nicht mehr rauskommt, gibts auch keine Gegenwehr mehr :D .
    Einfach einfüllen, massieren und so weit die Leine reicht flüchten, wenn der Hund sich schütteln darf. Dann das andere Ohr un dann gehen wir unsere Runde.
    Unsere Hunde schütteln sich gradezu zwanghaft, wenn sie danach nicht ablenkt werden. Gehen sie Gassi, dann schütteln sie nur so viel wie wirklich nötig.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wenn bei allen Hunden die Grunderziehung so weit ist, dass man halbwegs gesittet gehen kann, dann nehme ich alle mit.
    Wenn ich aber bestimmte Probleme bearbeiten möchte oder einfach meiner superverträglichen Hündin viele Sozialkontakte gönnen möchte, dann gehe ich getrennt.
    Ich finde, die Hunde müssen auf jeden Fall kennen, dass nur einer mitgeht. So kann jeder Hund auch "allein" alleinbleiben und man ist gut gerüstet, falls ein Hund mal erkrankt oder gar über die Regenbogenbrücke geht.
    Als ich noch mit Kinderwagen unterwegs war, habe ich oft nur einen mitgenommen, weil das sonst echt zu stressig auf schmalen Bürgersteigen war.

    LG
    das Schnauzermädel

    Oh, das mit den Papieren ist ganz unterschiedlich, da muss man des Züchter oder die Geschäftsstelle des betreuenden Vereins fragen.
    Bei vielen Vereinen sind die Papiere zum Abgabezeitpunkt bereits da, aber wenn ich z.B. im PSK schaue, dann kann es sein, dass der Hund seine erste Ausstellung papierlos macht :D . Wieviel länger ein Exportpedigree dauert, möchte ich gar nicht schätzen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Bei uns wurde ja ein Hund tägl. knapp 5 Stunden durcch den Züchter betreut, ABER die Betreuung fand in Haus und Garten ohne Zwinger statt. Sprich die Hunde waren im Haus und wurden zwischendurch mal zum Toben in Garten gelassen. Sie lebten in diesen Stunden einfach als Familienhunde. Anders könnte ich mir das für einen Welpen/Junghund beim Züchter auch gar nicht vorstellen, denn wenn die Haltung mir beim Züchter nicht gefällt, dann kaufe ich dort auch keinen Hund ;) .

    LG
    das Schnauzermädel