Das Wiesengras ist im Moment mindestens doppelt so hoch wie mein Pimpf. Vorgestern hab ich ihr die erste Zecke aus der Schulter gezogen :/ - nach 8 Monaten Bernsteinkette ohne Zecke.
Kowalski mit (und ohne) Kette ist ein Schnuckel ![]()
Das Wiesengras ist im Moment mindestens doppelt so hoch wie mein Pimpf. Vorgestern hab ich ihr die erste Zecke aus der Schulter gezogen :/ - nach 8 Monaten Bernsteinkette ohne Zecke.
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Zitatalso es folgendermaßen abgelaufen:wir sitzen mit bekannten HH und ihren Hunden am wasser...von weitem sehe ich schon das fremde angeleinte hunde kommen....also war ich schon auf gebelle vorbereitet....die unbekannten hunde wurden abgeleint und meiner gleich hin,bellend,knurrens,schnappend....die hunde haben sich aber nicht beeindrucken lassen.........ich habe meinen abgerufen und bin ein stück weiter gelaufen um ihn auch abzulenken...klappte bis die hunde folgten...dann ging es wieder los.................bisher hat nur 1hund zurückgebellt und gezeigt,dass er es sich nicht gefallen läßt(meiner kam mit eingezogenem schwanz und jaulend zu mir).....................
ich weiss nicht wie ich mich richtig verhalte
Das zeigt einen Macho - also einen, der tut als ob. Du solltest es nicht dulden, dass er so auf andere Hunde los geht. Wenn das nicht mit Grundgehorsam geht, dann mit (Schlepp-)Leine.
Ich denke, Machogehabe ist gleich (kompensierte) Unsicherheit - wie bei manchen Männern halt auch
- man (oder frau) riecht das, auch, wenn's anders aussieht.
Die Typen mal überspitzt dargestellt:
Das geht vom unterwürfigen, sich dauernd auf den Rücken werfenden, mit eingeklemmten Schwanz gebückt rumlaufenden Angsthasen bis zum dauerprollenden, angstaggressiven Schlägertypen und alles dazwischen.
Das Gegenteil wäre ein souveräner Hund, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt, der es nicht nötig hat, dauernd auf Krawall gebürstet zu sein. Er hat eine Ausstrahlung, die man an der Reaktion der anderen Hunde sieht. Er braucht sich nicht oder selten zu kloppen, damit er sich durchsetzt.
Bei Dir hört es sich ein wenig wie ein Macho an - auch, wenn der Schwanz oben ist. Die Nackenhaare sprechen für Aufregung - nicht so sehr für Souveränität. Beschreib mal weiter... wie geht es meist aus? Wie reagieren die anderen Hunde?
ZitatJa, das ist halt die Frage...Ja und nein und je nach Situation
Ich beschreib mal Joys Lieblingskontaktsituation mit anderen Hunden:
Ihre Hundefreundin Ruby legt sich hin, Joy wartet auf der gleichen Höhe. Wenn der Fremdhund nah genug ist, startet Ruby durch und stellt ihn, teils mit einem grohlenden Wuff. Dann bleibt der andere Hund irritiert stehen. Und Joy schnüffelt ihn in aller Seelenruhe an Po und Nase - und trollt sich wieder, noch eh sich der Hund ihr zuwenden kann - weil der ist ja mit Ruby beschäftigt.
- Nun ja, das ist schon ein wenig asig, diese Art Teamwork. Aber dafür, dass Joy lange vor jedem anderen Hund Reißaus genommen hat, finde ich das einen Fortschritt. (Und wenn Ruby mein Hund wäre, würde ich ihr das abtrainieren. Aber Joys Nutznießertum lass ich ihr - und mir, weil ich doch so gerne Hundekommunikation beobachte)
Und die fehlende Souveränität bemerke nicht nur ich, sondern ja auch die Hunde, die souveräneren Hunde. Wenn nach denen geschnappt wird, ziehen die kurz die Augenbrauen hoch und trollen sich dann, mit einem Ausdruck im Gesicht von "Ups, was hat die denn, bisschen nervös die Gute, was".
Für mich ist der Gradmesser: Dass es nicht schlimmer/häufiger wird und der Anteil an Hundebegegnungen, die ohne dass sie sich bedrängt fühlt, ablaufen, überwiegt und ansteigt.
Hehehe... und das nennst Du unsouverän? Joy hat auch noch ihre Bediensteten, die ihr hilfreich den Weg frei halten. Nicht schlecht.... Na, wenn das meine Zookie hört...
Nee, im Ernst. Es scheint mir irgendwie so wie manches junge Mädchen, dem die Jungs nachpfeifen und die sich umdreht, um 'ne kurze Ansage zu machen. Aber natürlich kann sie auch an den Falschen geraten und das wäre schrecklich.
Zookie macht beim Spazieren gehen oft folgendes: solange der entgegen kommende Hund von vorne kommt, ist sie die Höflichkeit in Person: läuft Bogen, ignoriert. Sobald der an uns vorüber ist - und das macht sie aber nur bei "koscheren" Hunden, irgendwie hat sie das im Gefühl - dreht sie sich rum, wenn ich es nicht verbiete, und läuft ihnen nach, um am Hintern zu schnüffeln.
Frech wie Oskar...... ![]()
Aber stimmt schon: Cerridwen und Tanja - ich pass gut auf, dass sie nicht an den Falschen gerät. ![]()
Zitat3-jähriger intakter DSH-Rüde hat sich bei sich zu Hause nicht von Joy in die Distanz schicken lassen. Er hat "zurückverwiesen" - und meine hat sofort umgeschaltet und den Rückwärtsgang eingelegt. Dann war Ruhe.
Ich hab also gesehen: Sie hat noch weitere Verhaltensweisen drauf, sie kann die Situation einschätzen und sie riskiert nicht Kopf und Kragen.
Seitdem hab ich diese Sorge nicht mehr.
Hmm... habe nochmal nachgedacht und auch noch mal mit meinem Mann gesprochen, der meinen Zwerg ja ebenso täglich mitbekommt. Er meint: "Sie ist schon recht so!" (er ist manchmal nicht so kompliziert wie ich
)
Bist Du Dir sicher, dass es fehlende Souveränität bei ihnen ist?
Vom Gefühl her würde ich das - kann nur von meiner reden - nun gar nicht so sehen. Es ist eher wie eine - ihrer Winzgrösse angemessene - Reaktion wie: "Schleich' di!" mal auf österreichisch deutlich gesagt. Also kein Beschwichtigen, kein Angstkläffen, auch keine aufgebauschte oder aber kompensierte Aggression, kein Grössenwahn, sondern ein kurzes und knappes Zurechtweisen. Joy's Reaktion, wie du sie beschreibst, zeigt ja auch und gerade kein vernebeltes, ängstlich-kopfloses Handeln, sondern eher, dass sie Herrin der Lage ist, auch wenn sie zurückweicht, wenn sie merkt, der andere gibt Contra.
Ich denke eher, dass es ein Zeichen für zumindest Selbstbewusstsein ist: sie wehrt sich halt- kurz und knapp - und geht zur Tagesordnung über. Es gibt vielleicht eher einfach Hundetypen, die es nicht mögen, wenn man ihnen auf die Pelle rücken, gibt's ja beim Menschen auch. Aber ob das was mit fehlender Souveränität zu tun hat, frag ich mich?!
ZitatIch würde es gar nicht dazu kommen lassen und die anderen Hunde im Vorfeld wegschicken, wenn mein Hund sich irgendwo gemütlich gemacht hat oder was auch immer.
Sie zeigt deutlich geh weg. Bisher hatte sie damit Erfolg, was aber wenn es ein Hund missversteht oder gar nicht versteht?
Ist es nicht deine Aufgabe, dafür zu sorgen, das ein Hund nicht erst in eine solche Situation kommt, das sie Drohschnappen muss? Ich denke schon. Wenn du die Situation schon löst, bevor sie entsteht - sprich bevor dein Hund bedrängt wird, auch wenn es nur ein Schnuppern ist - dann braucht sie nicht so zu reagieren.
Das ist immer mein Zwiespalt. Denn einerseits beschütze ich sie, soweit es geht, was sie auch weiss. Andererseits soll sie auch kein Prinzesschen im Elfenbeinturm werden - deshalb find ich Big Joys Methode des Individualdistanz-Erweiterns gut und mach das auch so in Zukunft. Und manchmal bin ich auch einfach zu langsam zum Reagieren - gegen Hundereaktion bin ich, obwohl nicht grad langsam, einfach nicht schnell genug
So eine Situation kann immer passieren.
Aber wenn natürlich ein fremder Hund einfach so auf sie lospest oder auch nur starr wird, sich duckt etc. bin ich bis jetzt immer schnell genug gewesen, sie so oder so zu schützen.
An die Grenze mit ihr zu gehen - ohne dass es gefährlich ist, so wie Big Joy es beschreibt - halte ich einfach auch für wichtig. Es ist immer ein Abwägen.....
ZitatMeine Hündin hat auch eine sehr deutliche Körpersprache und sie zeigt dieses in die Luftschnappen auch, wenn sie etwas deutlicher werden muss, damit der andere Hund versteht, dass sie keinen Bock auf ihn hat.
Hi,
es ist kein Luftschnappen - eher ein gezieltes nach-vorne-Schnappen, wo sie auch durchaus das Fell berühert, wenn ich das recht beobachte - und man die Zähne blitzen sieht.
Oder meintest Du das so?
Vielen Dank für Eure Ideen.
@Lukanouk: sie macht es nur, wenn sie nicht von mir beschützt wird und als allerletzte Möglichkeit, wenn ich zu langsam und nicht bei ihr bin und der Hund nicht ablässt.
BIG Joy: vielen Dank - habe ehrlich gesagt gehofft, Du meldest Dich, weil ich Deine Erklärungen immer sehr gut verstehen kann. Das leuchtet mir vollkommen ein und so werde ich es auch mit ihr trainieren, wie Du es beschreibst. Und ich hätte es noch besser erklären sollen: sie zeigt auch vorher mit Kopf abwenden, Bogen laufen etc., dass sie keinen Kontakt wünscht. Sie kläfft und knurrt aber generell nicht. Sie erscheint mir dann manchmal wie ein hysterisches Mimöschen: "Berühert mich nicht, lasst mich in Ruhe, schnüffeln darf nur ich!" - Ich denke nicht, dass es Angst ist - sondern, wie Du schreibst, Hysterie.
Hoffe, ich kriege die "dosierten" Hundebegegnungen genauso gut hin wie Du.
@Veni: auch Dir vielen Dank.
ZitatWENN es aber doch passiert, lasse ich ihn schon gewähren, denn ich finde das hat nichts mit dem frechen größenwahn einer fußhupe zu tun, die vom schoß oder von unter dem tisch heraus scheinbar grundlos losgiftet, sondern ist m.m.n. ein berechigtes ich-will-das-jetzt-nicht-sagen. dass er für bedrängung durch andere hunde eine andere reizschwelle hat als z.b. meine labradorhündin, das kann ich ihm ja nicht zum vorwurf machen, darin erkenne ich auch nichts "schlechtes" oder "böses". er zeigt es an, und wenn die reaktion des anderen hundes ausbleibt, wird er deutlicher.
dafür spricht auch die tatsache, dass es bislang nie zu ernsten "gegenangriffen" des betreffenden anderen hundes kam. nach dem giften ist der groschen meist gefallen. und dass titus nicht auf konfrontation AUS ist, wird auch dadurch deutlich, dass er z.b. gar keine beschwichtigungssignale des anderen hundes "braucht" und solang weiter macht, bis er sie bekommt - es reicht ihm, wenn er sich dann einfach umdrehen und weiter seine ruhe haben kann.
Genauso hätte ich das bei meiner auch eingeschätzt. Sie ist kein kläffender Giftzwerg - eher so vom Typ "Leben und Leben lassen" eben mit einer Prise Hysterie (danke Big Joy) wenn's zu eng wird. Aber angesichts ihrer Miniatur-Grösse muss sie vielleicht manchmal deutlicher werden. Abgesehen davon, dass Hunde auf sie immer sehr freundlich - aber eben leider trampelig - reagieren. Wenn sie könnten, würde glaub ich, der ein oder andere Hund mir Zookie abkaufen - weil wir grad im anderen Thread dabei sind. Die Hunde "mögen" sie, jaulen auch oft, wenn sie sie sehen. Scheint das Kindchenschema auszulösen oder so. Oder wie deutet ihr das?
Zitat- ein Transparent schwenken oder die Gleichstellungsbeauftragte anrufen?
Hehehe, joa, das wäre die Möglichkeit! Aus diesem Grunde stoppe ich sie auch nicht - denn danach geht's - wie bei Euch - friedlich weiter.
Ich finde Hundeverhalten generell ein hochspannendes Thema.
Mein selbstbewusster Zwerg hat da eine Angewohnheit, die ich so nicht vollständig deuten kann. Vielleicht kennt Ihr das und könnt mir auf die Sprünge helfen?!
Da sie ja immer die Kleinste ist - leider - und viele Hunde nun mal die Angewohnheit haben, auf sie zuzuspringen, hab ich immer viel zu tun mit Abblocken etc. Wir sind auch ein eingespieltes Team - sie erkennt meist vor mir, was der andere Hund im Sinn hat und so klappt das ganz gut. Meist versteckt sie sich hinter Mama bzw. ignoriert sehr höflich.
Sie ist vom Charakter eher so, dass sie keinen Körperkontakt will - was gut für sie und absolut ok für mich ist.
Manchmal aber, wenn ich nicht schnell genug bin, wegen des anderen Hundes, oder auch mal einen Kontakt zulasse mit bekannten Hunden - fühlt sie sich bedrängt. Und nun passiert das, was ich nicht so ganz verstehe - da sie eben eigentlich eine sehr gute Hundesprache hat.
Das letzte mal war die Situation so, dass wir eine bekannte Frau mit Pudel und Groenendahl (schreibt man das so?) getroffen haben und zusammen auf der Bank sassen - die Hunde friedlich um uns rum. Der Groeni schnüffelte an Zookie und sie konnte nicht weg, worauf hin sie - nur mit kurzem Zähnefletschen vorher, aber stumm und blitzschnell einmal nach ihm hackte, wie eine Muräne. Also nicht nur ein Schnappen, sondern es sieht wirklich aus wie das Hacken einer Muräne. Sie hackt aus ihrer Deckung nach vorne. Der Riese war ziemlich beeindruckt und ging auf Distanz. Alle Hunde bisher - meist jünger als sie - reagieren darauf mit Rückzug.
Sie macht das immer, wenn sie bedrängt wird, beschädigt dabei aber nicht (weiss aber nicht, ob das an ihrer Kleinheit liegt oder ob sie nur warnt).
Nun tu ich mich schwer, das zu beurteilen, ob das ein eher "asoziales" Verhalten ist, oder eine besonders deutliche Art des "Fass mich nicht an!" - ich hab das sonst noch nie gesehen, kenne aber eine amüsante Geschichte von einem Kleinpudel, der auf diese Art "seine" zwei Malinois das Fürchten lehrt, so dass sie das Weite suchen. ![]()
Kennt ihr das und fällt Euch was dazu ein?
Sonntagsgruss von
Falbala
ZitatDazu möchte ich mal einwerfen,
man muss nicht auf irgendwelche nicht selbst verdiente
Kohle warten, um Menschen denen es schlechter geht
zu untzerstützen. Man muss es sogar überhaupt nicht mit materiellen
Dingen tun.
Nö, man muss nicht abwarten - hat auch keiner gesagt. Und ja, manchmal hat es nicht mit materiellen Dingen zu tun. Meist aber schon.