Beiträge von Falbala

    Ahhh, jetzt hab ich erst mal im Internet kucken müssen, was ein Perlsacktier ist... und dann hab ich auch verstanden, was Du danach gemeint hast. Nee, Perlsacktier ist zu gross. ;)

    Bei uns: 1. Feuerzeug, 2. Münze (1 Euro wg. 2 Metallen), 3. Korken - irgendwann landen möchten wir bei einer Büroklammer ;)

    LG Falbala

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    Murphy ist toll, ein absoluter Seelenhund.
    Er ist super verschmust, ein schosshund (bei 63 cm und 33 kg :D ), für jeden Mist zu begeistern, völlig cool auch in stressigen Situationen, nett zu Menschen mit großer Idiotentoleranz ;) ... ist recht teritorial (er kaspert da auch nicht rum sondern meint es absolut ernst). Bei all seinen tollen Eigenschaften also trotzdem nicht so ganz ohne.

    Pudel sind super aber nicht immer brav und quasi selbsterziehend wie sie oft dargestellt werden.

    Yep, kann ich bestätigen - auch wenn ich finde, dass meine leicht zu erziehen war. Aber sie ist nicht von alleine so geworden. Sie ist schlau - und schlaue Hunde haben keinen Kadavergehorsam, sondern brauchen sehr liebevolle Konsequenz. Ein Löchlein in der Konsequenz wird gern weiter ausprobiert, ob es sich vielleicht erweitern lässt :roll:

    Und das mit dem Territorialtrieb kann ich am anderen Ende der Grössentabelle bestätigen: das ist bei meiner auch nur zum Grinsen, weil sie knapp 3 kg wiegt und sich ihr Knurren wie das Gurren einer Taube anhört. Sie meint es durchaus ernst - ist so!

    Sie ist kein Kläffer - auch das ist Erziehungssache.

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    5.In wie fern unterscheiden sich Groß- Klein- Zwerg- und Toypudel von einander.Nur die Größe oder ist das Wesen auch anders?

    Hallöchen,

    na, da muss ich doch auch meinen Senf dazu geben - was noch nicht beantwortet wurde.

    Schneiden kannst Du, wie Du willst. Die Pflege ist leichter, wenn ein Pudel einen Kurzhaarschnitt hat (im Winter etwas länger). Aber, wie die anderen schon sagten, es ist ein Muss und man muss es gerne machen.

    Zur Grösse:

    die Kleinen sind etwas hibbeliger als die Grossen. Die Grossen sind meist "cooler". Intelligenz etc. ist gleich. Auslastung wollen alle Pudel gleich.

    Unter 29-30 cm sind Pudel empfindlicher - auch mit anderen Hunden. Ich habe einen Toy - das Kind von Zwergen - und weiss, von was ich rede. Schon ein paar cm grösser ist der Pudel erstaunlich robust. Ausserdem empfinde ich, da ich einen Toy habe - Toyzucht als Qualzucht. Die Tierchen sind einfach zu klein zum Züchten.

    Ich habe eine kurze Weile mit meiner Agi gemacht - sie hat es geliebt und gemacht wie eine gute Grosse. Alle haben ganz schön gekuckt :p . Aber ich musste aufhören, weil der TA symptomlose Patellaluxation feststellte (oft bei Toys und Zwergen, HD bei Grossen). Wir machen jetzt Nasenarbeit. Also: unbedingt darauf achten, dass der Pudel gesund ist und keinen Toy aus Toyzucht.

    Meine hat übrigens einen Wachtrieb, als ob es ihr Job wäre :D . Selbst ein wenig Jagdtrieb hat sie, nach Raben, wo ich sie aber problemlos abrufen kann. Es gibt wohl Pudel, bei den Grossen besonders, die viel Jagdtrieb haben können.

    Wenn bei uns ein Zweithund in's Haus kommt, wird es ein Kleinpudel sein. ;) Ich finde, die haben die richtige Grösse. Zwerge haben den Vorteil, dass sie im Handgepäck reisen können.

    Ich denke, dass ich es in Ausnahmefällen nur und aussschliesslich zulasse, dass sie dem fremden Hund die Meinung geigt, wenn er sich nähert und sie bedrängt. Würde sie auf den anderen unfreundlich zugehen, wäre ich da ziemlich rigid. Macht sie aber nicht.

    Erstere Begegnung zuzulassen, geht halt mit meiner, weil da Hundeverhalten, zwar ganz genauso wie bei Grossen, aber im Spielzeugformat abläuft. Bsp. ein kleiner, junger frecher Wuschelrotzlöffel, den sie in die Schranken gewiesen hat - mit erst ausweichen, abwenden, dann Lefzen heben, einem ziemlich abweisenden Bellen und dann auch mit Schnappen. Ende war, dass er sich getrollt hat und darum ging es mir. Dass sie lernt, sie ist kein Opfer. Das war in diesem Fall auch mit der Besitzerin abgesprochen und passiert, wie gesagt, selten. Ich denke, es hat ihr gut getan. Trotzdem sorge ich dafür, dass sie mehr gute, als solche Kontakte hat.

    Könnte sie ernsthaft beschädigen, würde ich so weit nicht gehen. Dann würde ich mich an meinen Trainer wenden und die Sache mit ihm anschauen - wäre sie öfters Opfer.

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    Hunde unterscheiden sehr genau bei wem sie sich was erlauben können. Deswegen sind diese Hunde für mich nicht unverträglich, oder asozial. Da passen einfach zwei Charaktere, oder die Situation nicht zusammen.

    Da bin ich mir 100 % sicher, dass dies so ist, wie Du sagst und asozial hat damit ja gar nichts zu tun.

    Asozial sind Hunde für mich, wenn sie die Sprache des anderen Hundes einfach übergehen und nicht darauf reagieren, weil sie sie nicht lesen können oder wollen - die echte Bedeutung von a-sozial halt: nicht kommunizieren bzw. reagieren... wobei Ignorieren eine Kommunikationsform ist.

    Mich würde interessieren, was Kathrin zum Verhalten von Caron meint. :smile:

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    Bei der Studie fehlt der Faktor Mensch, daher wird sie wohl kaum etwas Brauchbares widerspiegeln. Da gibt es keinen, der seinen Hund vor Angriffen schützt und es gibt vermutlich auch keinen, der mit dem Hund am Strick durch fremde Gebiete Gassi geht.

    Stimmt.

    Denke trotzdem, dass es eine gewisse Aufklärung ergäbe, auch z.B. etwas, was es bei Wölfen nicht gibt: die enormen Grössen- und Aussehensunterschiede, die unsere Hunde überwinden und lesen lernen müssen.

    Ich denke, dass auch so etwas wie "Diplomatie" oder "Mütterlichkeit" bei Hunden eine grosse Rolle spielt - also ein Verhalten, das deeskalierend wirkt und der Erhaltung des Gesamten dient bzw. eben der Erziehung. So könnte ich mir vorstellen, dass ein Hund wie Caron eine andere Wertigkeit bekäme. Wenn man das so nennen kann, könnte Caron - so wie ich ihn mir vorstelle - dann vielleicht der diplomatische, sorgende Führertyp sein.

    Zudem spielt auch eine Rolle, was ein Hund sonst noch kann, ausser sich bei seinen Kumpels durchzusetzen: Futter beschaffen, Intelligenz generell etc. - also nicht nur "Hey, ich bin hier der Chef".

    Oder nimm meine z.B.. Sie ist nicht der mütterliche Typ, aber auch nicht auf den Kopf gefallen, was ihren Überlebensinstinkt angeht: sie ist gescheit genug, sich in ihrer Grösse nicht mit anderen anzulegen. Trotzdem hat sie sich noch nie unterworfen, sondern eine ziemlich raffinierte Strategie entwickelt, unbehelligt aus Gefahrensituationen rauszukommen. Würde sie anders handeln - z.B. kläffend auf den anderen zupesen - wäre sie lebensmüde. Also ist sie auf ihre bescheidene Art auch souverän, aber trotzdem kein Führertyp.

    Ich hab immer den Verdacht, dass vom Menschen generell viel reinprojiziert wird in Hunde. Deshalb tu ich mich schwer, die Typen Hund zu fassen.

    Da wohl auch der Vergleich mit Wölfen beim Hund in mancher Hinsicht hinkt - z.B. in der generellen Ausdrucksfähigkeit, fehlendes Mensch-Hund-Sozial-"Gen" - würde mich eine Studie interessieren, die sich mit Strassenhunden beschäftigt. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei denen zumindest deutlich weniger "Tut-Nixe" gibt, aber auch auf Krawall gebürstete, einfach, weil da gnadenloseres Reglement von Anfang an herrscht. Könnte mir auch vorstellen, dass da nette, ruhige Hunde wie Caron wesentlich mehr Chancen hätten und sich nicht "schwach" entwickeln würden. Ich denke, manche werden auch von den Tut-Nixen bzw. von den antiautoritär erzogenen Raufern schwach gemacht. D.h. aber nicht unbedingt, dass sie es sind. Das bedeutet für mich eher, dass asoziales Verhalten bei falscher Sozialisation verstärkt wird und soziales Verhalten verhindert wird - durch den Menschen.

    Zookie hat z.B. eine Kumpeline, die im Stall mit anderen Hunden gehalten wurde, ohne Menschenkontakt. Die ist genauso nett, aber nicht unterwürfig, sondern "erzieht" andere Hunde, wenn es sein muss. Dafür ist sie richtig bekannt. Solche "Wunderhunde" sind wohl eher selten, wenn sie nur beim Menschen aufgewachsen sind.

    Gibt es eine Studie mit Strassenhunden? Weiss da wer was?

    Also ich denk': meine ist höflich und respektvoll, aber nicht unbedingt nett. Eigentlich ist sie so vom Typ her eine eigenbrötlerische Mimose oder so..... also nicht Freund mit Jederhund, aber frei und konsequent nach dem Motto "Leben und leben lassen". Gerne würd ich mal in ihr Köpfchen kucken.....

    Allerdings kann sie, glaub ich, perfekt lesen. Ich brauche sie nur anzuschauen und weiss, welch "Geistes Kind" das Gegenüber ist: auch auf grosse Distanz. Das hilft mir auch, andere Hunde lesen zu lernen. Je nachdem reagiert sie auch: ist es ein auf Krawall gebürsteter, gibt es denjenigen für sie nicht - diejenigen übersehen sie auch, seltsamerweise. Ist er besonders "charismatisch" und koscher, ist sie höflich, läuft vorbei und dann dreht sie um, wenn sie aus seinem Gesichtskreis ist, wenn ich es erlaube, und schnüffelt am Hintern bzw. in der Duftspur. Raffiniertes Luder....... :D