Wir Kerle haben durchaus Beziehungen zu unseren Tieren, nur äußert sich das anders als z.B. bei den gezeigten Frauen. Ich kann jetzt nur von mir und den Männern aus meinem Umfeld reden, da ich weiß wie die ticken. Da gibt es (mich eingeschlossen) nicht einen, der sein Tier als Partnerersatz sehen oder so viel Wirbel um das Tier machen würde. Bei den Männern die ich kenne und bei mir werden die Tiere als das gesehen was sie sind, nicht mehr und nicht weniger. Es sind Tiere, die für eine Gewisse Zeit Teil des eigenen Lebens sind, aber nicht das Leben bestimmen oder einen dazu bringen sich grundlegend anders zu verhalten, als wenn man kein Tier hätte.
Bei mir ist es zwar auch so, das die Tiere die ich hatte/habe einen hohen Stellenwert haben, das ich auch mal mit ihnen rede, mich um sie sorge und kümmere und Gefühle für sie entwickel, aber nie so, das ich sie vermenschlichen würde. Oder das ich sie mit vermeintlicher "Liebe" überschütte, für sie sämtlichen Schnickschnack kaufe den sie gar nicht brauchen oder mehr in ihr Verhalten interpretiere als sie in Wirklichkeit zeigen - sowas gibt es bei mir und meinem männlichen Umfeld nicht. Die Tiere werden so artgerecht wie möglich gehalten, sie bekommen Wasser&Futter, wenn es sein muss die nötige medizinische Versorgung und ansonsten werden sie im normalen Rahmen beschäftigt und umsorgt. Dazu gehören auch Kuscheleinheiten und die Bereitschaft für die Tiere auch mal zurück zu stecken. Aber wie gesagt im Rahmen und alles läuft auf einer respektvollen und vernünftigen (Vertrauens-)Basis ab.
Wieso das so ist, kann ich nur raten. Ich weiß aber, das gerade im Bezug auf die Haltung von Haustieren weniger oft mehr ist. Wenn Haustiere vermenschlicht werden und nicht mehr das sein können, was sie sind, dann ist das nie gut. Weder für Mensch noch Tier, da beide durch die Vermenschlichung ein Fehlverhalten entwickeln, es zu Kommunikationsproblemen und Missverständnissen führt und so beide darunter leiden. In der Regel leiden die Tiere mehr darunter, da sie nicht einfach sagen können, das der Mensch gerade zu weit geht oder ähnliches. Also sucht sich das Tier ein Ventil um den Frust abzulassen und wenn dann z.B. der Hund anfängt Schuhe zu schreddern, dann sieht der Mensch nicht über den Tellerrand. Er interpretiert das Verhalten falsch und schon ist es der Hund, der Probleme macht und daran Schuld ist. Dann sind die Menschen auch noch gekränkt/verletzt, weil sie doch angeblich alles für den Hund tun und der dankt es ihnen noch nicht einmal. 