Beiträge von Bonadea

    Weiß Du noch, wie groß die Rüden waren?

    Also die Deckrüden, meine ich.

    Ja klar.

    Im A-Wurf ca. 38cm

    Und im B Wurf ca. 36cm


    Im Endeffekt ist das aber einfach "Würfeln" und am Besten ist, man schaut sich die gesamte Verwandtschaft an. Es gibt bestimmte Vererber, da weiß man vorher dass die extrem in der Größe streuen und andere, die die Größe eher mal drücken.

    Und man sollte nie vergessen, was die Hündin noch mitbringt.

    Nur aus den Ausgangsgrößen der beiden Elterntiere lässt sich gar nichts ableiten.

    Also meine 36er Hündin hatte im A-Wurf alles dabei: 32, 35, 36, 41, 42cm.

    Meine 41 Hündin hatte in ihrem Wurf drei Welpen, die sind 38, 40 und 41cm groß.

    Die zuverlässigste Aussage bzgl. Endgröße hat man bei Welpen, wenn man sich die Gewichtszunahme von 5-8. Woche anschaut.

    Welpen, die da über 900g Zunahme liegen, bekommen in der Regel "Übergröße" (über 38cm bis Ende offen).


    Ja das stimmt.

    Grundsätzlich muss dafür aber auch die Bonität stimmen ...

    Und wenn man zu viel zu BFS schickt, und die Kunde ihre Schulden nicht begleichen, kann man als Betrieb da auch relativ schnell wieder rausfliegen ...

    Hier geht es um medizinische Versorgung. Um die medizinische GRUNDVERSORGUNG. Die Basis, das Fundament, das Minimum, was einem fühlenden und leidendem Haustier, dass man sich als Familienmitglied angeschafft hat, zustehen sollte.

    Ich ahne, dass du als Tierärztin auch wirklich viel, viel mehr Haustierleid sehen musst, als wir „Normalhundehalterinnen“ uns das vorstellen können. Wir argumentieren natürlich alle von anderen Standpunkten. Medizinische Grundversorgung ist ja nochmal was anderes, als monatliche Osteopathiebesuche etc.

    100%


    Und wenn gar nichts mehr geht, dann müssen Lösungen her. Und ich bin mir sicher, dass man die in 99% der Fälle auch findet - und oft auch zusammen mit dem Tierarzt des Vertrauens. Das setzt aber meistens voraus, dass man vor seiner Notsituation sein Tier gut versorgt und vorgestellt hat.

    Ja, die Vogel-Strauß-Taktik ist die dümmste. Also, erst Mal nichts machen bis die Kacke am Dampfen ist und dann wird's häufig richtig teuer. Dabei hätte man es vorher "billiger" in den Griff bekommen können ...

    Ich finde, was auch ein wichtiger Punkt ist, der nie erwähnt wird: Die Bereitschaft das Tier zu erlösen, wenn es um chronische Erkrankungen geht, die nicht adäquat versorgt werden können. Aus welchen Gründen auch immer.

    Spoiler anzeigen

    "Der war nie beim Tierarzt, der war ja immer gesund!" - Besitzer, ganz stolz.

    Das Tier:

    fast keine Haare mehr, ein Auge steht raus und ist milchig, humpelt vorne links, ein kindskopfgroßer Tumor hängt an seiner Brust, die Knochen stehen raus, die Kiefer gammelt weg, wegen eitriger Zähne.

    Und wenn das Tier dann erlöst wird: Besitzer - "wenigstens musste er nicht leiden".

    Einatmen. Ausatmen. Weiteratmen.

    Und sorry, dafür fehlt mir einfach das Verständnis. Tiere sind keine Spielzeuge, die schafft man sich nicht an, weil man Langeweile hat oder weil man die Kinder bespaßen will. Tiere sind Lebewesen, mit Schmerzen, Emotionen, Bedürfnissen ... und sie haben es nicht verdient, aufgrund menschlichen Egoismus zu leiden.

    Was Tiere teilweise aushalten müssen, ist und bleibt unvorstellbar.

    Würde ich ja prinzipiell erstmal zustimmen, aber so einfach ist das nicht. Nahezu jedes Hundeleben enthält einen Teilaspekt Leid. Bei Verletzungen, schmerzhaften medizinischen Eingriffen, chronischen Erkrankungen. Ja, vieles kann dann behandelt werden, aber irgendein Punkt im Leben geht erstmal mit Leiden einher. Und dieses Leiden geht auf unseren menschlichen Egoismus und reinen Hedonismus zurück, ein Haustier haben zu wollen. Der moralisch korrekteste Weg wäre die Aufgabe der Haustierhaltung.

    Und bezüglich des Leidens, ja da ist halt Haus- und Nutztierhaltung völlig entkoppelt. Die Tiere, die für das Hundefutter und für unseren Konsum sterben, leiden aufs heftigste.

    Bezüglich der Extremwerte..auch das ist ein ethisches Dilemma. Weil es extrem schwierig ist, da einen cutoff zu setzen. Wie viel muss man verdienen aus welcher Perspektive heraus? Das sagt sich so einfach..man muss die finanziellen Mittel haben..aber diese genau zu definieren ist superschwierig. Und wer bietet dem Hund eine bessere medizinische Versorgung? Die Geringverdienerin, deren Eltern zuverlässig einspringen bzw. oder die Person, die zwar die finanziellen Mittel hätte, der Hund aber dann aus anderen Gründen nie den Tierarzt sieht und vor sich hinsiecht im Krankheitsfall. Das ist einfach alles eine Superkomplexe Debatte. Platte Aussagen wie "Tiere sind halt Luxus" werden der Komplexität nicht ansatzweise gerecht.

    Ich definiere Leid als:

    Fußballgroße Tumore, die nicht entfernt werden.

    Gammelnde Ohren und Mäuler, die nicht saniert werden.

    Herzerkrankungen, die nicht therapiert werden.

    Allergiker, die nicht therapiert werden.

    Hunde, die jahrelang vor sich hin humpeln, aber kein Schmerzmittel bekommen, weil "Schmerzen hat er nicht!"

    Ich rede nicht von Aufgabe der Tierhaltung. Ich habe auch gar keine Lust, diese Diskussion jetzt wieder in ein absurdes "allein die Tierhaltung ist schon Leid für das Tier" zu führen.

    Darum geht es hier nicht. Hier geht es um medizinische Versorgung. Um die medizinische GRUNDVERSORGUNG. Die Basis, das Fundament, das Minimum, was einem fühlenden und leidendem Haustier, dass man sich als Familienmitglied angeschafft hat, zustehen sollte.

    Alles andere könnt ihr gerne in einem separaten Thread diskutieren, das hat hier keinen Sinn.

    Und selbstverständlich ist es schwierig, finanzielle Mittel zu definieren. Und das geht auch nicht wirklich, weil es eben Tiere gibt, die bleiben bis ins Alter gesund und andere verschlingen Summen im Wert eines Kleinwagens.

    Aber dennoch lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster und sage - der Durchschnitt liegt irgendwo in der Mitte. Und sich daran zu orientieren dürfte nicht die schlechteste Idee sein.

    Und dann muss man auch nicht superreich sein, um sich ein Tier zu halten. Aber eben vorbereitet.

    Ich denke, wir sind uns alle einig, dass JEDER Mensch irgendwann unverschuldet in Notsituationen geraten kann. Vor Schicksalschlägen ist keiner sicher.

    Aber wie immer im Leben - es gibt ja nie eine 100% Sicherheit. Bei gar nichts.

    Aber man kann TROTZDEM im Vorfeld ja einiges machen, um für den Notfall einigermaßen gerüstet zu sein. Und genau darum geht es doch. Eben nicht "nach Vogel Strauß Politik" einfach den Kopf in den Sand zu stecken und zu denken "ja wird schon gut gehen" - sondern eben realistisch einschätzen, was geht, was geht nicht und sich dann einigermaßen gut absichern.

    Und wenn gar nichts mehr geht, dann müssen Lösungen her. Und ich bin mir sicher, dass man die in 99% der Fälle auch findet - und oft auch zusammen mit dem Tierarzt des Vertrauens. Das setzt aber meistens voraus, dass man vor seiner Notsituation sein Tier gut versorgt und vorgestellt hat.

    Wer aber wegen Impfung und Kastration schon nicht zum Tierarzt geht, kann im Notfall erst Recht keine Hilfe erwarten.

    Ich finde es immer so anstrengend, dass in solchen Themen immer nur in Superlativen gedacht wird ...

    Zwischen "unter der Brücke schlafen" und einen "Schlussstrich ziehen" gibt es noch ganz viel Grautöne.

    Surprise! Das Thema ist halt emotional und niemand will auf seine Tiere verzichten. Schon klar.

    Lionn - du schimpfst in einer Tour über die Preise und wie schlimm alles ist. Und dass man keine Tiere mehr anschaffen kann/soll, dass Tiere nicht mehr behandelt werden wegen der Kosten ... aber dann zieht dann trotzdem wieder ein neuer Hund bei dir ein? So schlimm kann es dann ja nicht sein?! Ehrlich gemeinte Frage - denn wirklich, ich versteh es nicht und finde das teilweise echt polemisch, was hier teilweise vom Stapel gelassen wird.

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    Ich denke wirklich, dass man kein Millionär sein muss, damit man sich Tiere leisten kann.

    Aber man sollte doch wenigstens realistisch einschätzen, was und wie man sich Tierhaltung leisten kann. Nochmal, es geht ja nicht darum, dass man irgendjemanden sein Tier nicht gönnt, aber die Tiere sind am Ende immer die Leidtragenden. Sie sind unsere Schutzbefohlenen und sie sind ihren Haltern hilflos ausgeliefert.

    Eine gewisse finanzielle Absicherung, sei es Hilfe durch Freunde und Familie, Krankenversicherung und/oder ein angespartes Polster ... das muss doch irgendwie machbar sein, damit man sein Tier vernünftig versorgen und behandeln kann.

    Und hier rede ich nicht von 30.000 Euro!!!!

    Aber 5.000-10.000 Euro (wenn man keine Versicherung hat) wären in meinen Augen schon mal eine SEHR gute Basis, damit die Grundversorgung und Notfälle schon mal abgedeckt sind.

    Wenn ich aber jeden Monat mit dem letzten Cent auf dem Konto rechne, keinen familiären Background habe, der mich unterstützt und keine KV abschließen kann und dann schon nicht in der Lage bin eine Katzenkastration für meine angeschaffte BKH zu zahlen, die man sich für etwas Geld auf ebay Kleinanzeigen geschossen hat .... dann ist das einfach schlimm (und leider reine Realität in meinem Beruf!).

    Ja auch traurig für die Person selber, aber für das Tier am Ende eben auch eine Katastrophe, wenn schon wegen kleinen Zipperlein kein Tierarzt besucht werden kann und noch dramatischer, wenn es dann chronisch krank wird oder eine OP benötigt.

    Und genau das ist ja das, was wir in der Praxis täglich zu sehen bekommen. Menschen, die sich Tiere wirklich unüberlegt anschaffen, oft dann auch noch aus dubiosen Quellen, gern chronisch krank oder Qualzuchtrassen, bei denen zu 100% klar ist, die werden den Tierarzt häufiger als zum Impfen sehen!

    Und das sind dann auch oft Leute, die haben dann nicht nur ein Tier, sondern viele Tiere. Weil? Weil halt.

    Und sorry, dafür fehlt mir einfach das Verständnis. Tiere sind keine Spielzeuge, die schafft man sich nicht an, weil man Langeweile hat oder weil man die Kinder bespaßen will. Tiere sind Lebewesen, mit Schmerzen, Emotionen, Bedürfnissen ... und sie haben es nicht verdient, aufgrund menschlichen Egoismus zu leiden.

    Was Tiere teilweise aushalten müssen, ist und bleibt unvorstellbar.

    Was mir aufstößt, sind deine permanenten Beschwerden über Tierärzte und deren Rechnungsstellungen und mir tun die Tierärzte/-innen leid, die sich täglich den A*** ausreißen, Nachtdienst schieben, Dienste verlängern, um Tieren und deren Besitzern zu helfen und die dann hier noch sowas lesen müssen.

    Ja, Tierärzte haben sich durchgesetzt, obwohl sie nie wirklich bei den vorigen Verhältnissen arm geworden sind.


    Das sind so Aussagen, die finde ich einfach so unfassbar traurig und kurzsichtig.

    Was meinst du wie das Klinik- und Notdienststerben in den letzten Jahren, der Tierärztemangel, die hohen Suizidraten und Burn-Outs bei Tierärzten zustande gekommen sind?