Herdifreund - genau das finde ich
Aber vielleicht hast Du recht: "Leben und Leben lassen."Jeder macht mit seinem Hund was er will und geht mit seinem Hund um wie es ihm gefällt.
Genau das ist die Art von Argumentation, die ich eben nicht zielführend finde.
Nur weil ein paar vermeintlich helle Köpfe im Dogforum das Scheren grundsätzlich ablehnen, es aber Menschen gibt, für die das eine adäquate Lösung ist, heißt das noch lange nicht, dass die Hunde darunter leiden und diese Menschen sich keine Gedanken gemacht haben. Stattdessen bekommen sie hier einfach den Stempel "uninformiert, faul, dumm". Und dann wird noch mit pseudowissenschaftlichen Quellen um sich geschmissen, die die vorherrschende Meinung untermauern sollen.
Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen. Es gibt nicht nur schwarz und weiß! Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Scheren das Nonplusultra ist. Ich empfehle es auch nicht. Ich habe auch nie gesagt, dass es nicht zu "Problemem nach einer Schur" kommen kann, aber dass diese eben verhältnismäßig selten auftreten und dem häufig noch andere systemische Grunderkrankungen zugrunde liegen. Insgesamt kann ich die Emotionalität und die Überdramatisierung dieses Themas nicht ganz nachvollziehen.
Aber ich kann Patienten und Hundebesitzern zugestehen, dass sie einschätzen können ob es ihren Hunden mit einer Schur gut geht, oder nicht - ohne ihnen direkt den Stempel "fauler Vollidiot" zu verpassen. Und das hat nichts mit Oberflächlichkeit zutun, sondern damit, dass ich meine Patienten nicht in Schubladen stecke, sondern mich der Probleme annehme und nicht stur Schema F fahre.