Beiträge von Bonadea

    Meiner hat es ja einseitig angeboren. Hauptsächlich nach dem Ruhen streckt er das Bein lang und renkt sich die Kniescheibe wieder ein.
    Ansonsten läuft er ohne Ausfallschritt. Selbst bei Hunden die mal hinken, flutscht die Kniescheibe zurück und Hund läuft wieder normal.

    Erst wenn das Bein oben bleibt muss gehandelt werden.

    Auch die jährliche Kontrolle läuft ohne jammern.

    Mein Hund zeigt, wenn er Schmerzen hat und das Bein macht def. keine Probleme.

    Also wenn das Bein oben bleibt, ist das aber schon eine recht heftige Form von PL!

    Jedes Rausrutschen der Kniescheibe ist ein pathologischer Vorgang, der langfristig Schäden am Knorpel und Gelenk hinterlässt und sekundär zu Arthrose führt und auch schmerzhaft sein kann. Ob man bei einer leichten Form sofort operieren muss halte ich auch für fraglich, aber es gibt durchaus Hunde, die auch bei leichten Formen Schmerzen haben oder im Alter mit Langzitschäden kämpfen.

    Züchter können sich noch so oft das lobenswerte Ziel der "freiatmenden Möpse" auf die Fahne schreiben: solange der Mops in einer genetischen Sackgasse steckt, wird sich an der Nase mal genau nichts tun. Da ändert auch das schöne VDH Siegel nichts dran.

    Aufklärung bedeutet starker Outcross oder die Mopszucht komplett zu boykottieren. So hart das klingt.

    Das ich beim Mops die Möglichkeit habe etwas zu ändern. Ich als Züchter die Möglichkeiten habe zu gucken wo dieser Fehler nicht bzw nicht gehäuft Auftritt etc.... Das kann ich als Züchter beeinflussen und ich muss einen brachecephalen Rüden nicht als deckrüde nutzen oder den Rüden nehmen bei dem ich weis das der dies häufig vererbt.
    Der opswurf ist reines Lottospielen mehr nicht

    Möpse sind ALLE brachycephal. Ergo gibt es überhaupt kein Zuchtmaterial mehr, das "unversaut" ist.

    Wahrscheinlich kann man sich hier eh jede Energie sparen.

    Der Thread zeigt auf seinen bisher schon über knapp 440 Seiten das Problem der "Qualzuchtproblematik" anschaulich genug. Denn: alles nur halb so schlimm.

    "Ironie"

    Wo ist denn da die Logik? Geringe Größe führt doch nicht zwangsläufig zu einer Krankheit und zu Qualen. Das wäre doch schlimm. :headbash:


    Ähm, ja, ganz klar.. Verzwergung führt sogar zu einer ganzen Reihe von pathologischen Veränderungen der Anatomie und funktioneller Abläufe im Körper. Das ist ja nun eigentlich nix Neues?

    Beim zweiten Absatz stimme ich Dir zu.
    Der erste Absatz sagt jedoch aus, dass Du den Chi komplett als Qualzucht siehst. Denn das kann einem 3 kg Chi auch passieren.

    Aber bevor es hier voll aus dem Ruder läuft ziehe ich mich hier zurück. :mute:

    Ich glaube du hast im Eifer des Gefechts meine Beiträge nicht richtig gelesen. Denn in meinen allerersten Beitrag zum Thema Chi schrieb ich bereits, dass ich einige gesunde "Gegenbeispiele" kenne und ich mich besonders auf die verzwergten Exemplare bezog.

    Ist ja nicht so, als ob ich eure Argumentation nicht verstehe.

    Aber hier geht es ja in erster Linie um Qualzucht - und darunter fallen einige Dinge, die ich jeden Tag sehe und die mich auch echt arg bedrücken, weil dieses Leid hausgemacht ist. Häufig erlebe ich Besitzer, die für die Probleme ihrer Tiere null sensibilisiert sind, oder sogar schon in die Klinik kommen und genau wissen was Sache ist, aber damit völlig entspannt umgehen weil "das ist bei der Rasse halt so".
    Da gibt's die einen, die den Tierarzt beschimpfen, weil man ihnen leider sagen muss, dass Mops xy nun doch noch die zweite Augen-OP braucht, und das obwohl er letztes Jahr schon die Bandscheibe und das Gaumensegel hatte. Und andere kommen ganz selbstverständlich: der einjährige Shar Pei zum Liften, der Frenchie kriegt das Gaumensegel gekürzt, der Labbi kriegt seine ED operiert, aber Hauptsache er hat für die nächste Ausstellung genug Fettpölsterchen und dem Bobtail mit der eitrigen Augengeschichte darf ich die Haare nicht wegschneiden, weil seine Frisur dann kacke aussieht.

    Bei jeder Rasse gibt es einfach Dinge, die man anprangern muss. Manche sind schlimmer als andere. Und manchmal müssen wir uns fragen: wo ziehen wir da die Genze? Was ist noch "ok" und was ist schon "Qual"?
    Wenn ein Sturz vom Arm reicht um sich die Knochen zu brechen, oder ein zu heftiger Stoß eines größeren Hundes zum Schädelhirntrauma führt - ist das dann Qual, oder einfach nur Pech?
    Wie kann man sagen, dass eine nicht geschlossene Fontanelle, Missbildungen im Skelett und insbesondere der Wirbel nicht krank sind?

    Deine Schlussfolgerung hinkt gewaltig.
    Nach Überrennen, Drauftreten und vom Arm fallen einen Chi mit einer grossen Rasse gleichzusetzen kann kein Vergleich sein.

    Ich stelle mir vor, wie ich einen Schäferhund überrennen, auf ihn drauftreten und vom Arm fallen lassen soll.

    Ausserdem haben diese 3 Unfälle nichts mit der Rasse und somit Qualzucht zu tun und kann auch einen 8 kg Hund noch treffen.

    Für meine Begriffe versuchst du dir das eher etwas schönzureden.

    Wenn du das für normal hälst, dass ein Chi nach solch (oft vorkommenden) Unfällen lebensbedrohlich verletzt ist und man dies nicht unter Qualzucht definieren kann, dann weiß ich auch nicht, was man dazu noch sagen soll.

    8kg Hunde haben dieses Risiko in dem Maße nicht.

    Selbstverständlich frage ich nicht jeden Besitzer nach der Herkunft des Hundes aus. Die Frage ist, ob das im Endeffekt wirklich einen so großen Unterschied macht - für die betroffenen Hunde aber wohl eher nicht?

    Verklärte Schönheitsideale und Wünsche von Käufern, die befriedigt werden wollen werden nun mal bedient. Ob mit oder ohne Papier. Das ändert an Qualzucht rein gar nichts.

    Leute .... ihr lest auch nur was ihr wollt?

    Ich sagte doch, dass "normal große Chis" - also solche, die substanzvoller sind und nicht so klein sind - die gezeigten Probleme deutlich weniger zeigen. ABER sehr verzwergte Versionen (!) überproportional mit den genannten Problemen auffallen. Und darunter zählen nicht nur Chis, sondern nauch verzwergte Pinscher, Yorkshire und andere Rassen.

    Wieso fühlt ihr euch gleich so auf den Schlips getreten?
    Wer seine Rasse liebt sollte nicht blind die Augen vor bestehenden Problemen verschließen und immer wieder mit den eigenen Tieren argumentieren, die nichts haben, sondern die Gesamtsituation im Auge behalten.

    Ich denke bei der Menge an Hunden, die ich in den letzten Jahren gesehen und behandelt habe, kann ich mir schon ganz gut einen Überblick über rassetypische Erkrankungen erlauben und ich ziehe mir das ja nicht aus den Fingern. Wieso sollte ich auch? Wenn innerhalb eines Zeitraum eben x Chis mit Trauma reinkommen, die deutliche neurologische Defizite nach Überrennen, Drauftreten oder vom Arm fallen (kein Scherz!) zeigen und in der gleichen Zeit dagegen NULL normalgroße Hunde mit dieser Geschichte kommen, was soll man dann da bitte für logische Schlüsse ziehen?

    Ich gönne JEDEM seinen gesunden Hund. Mehr als ihr euch vorstellen könnt.