Beiträge von Bonadea

    Hund im Arm hängen geht gar nicht! Das ist ein ein Zeichen für eine Übersprungshandlung (vermutlich entstanden aus Frust, weil der Hund keine klare Aufgabe hat) - eine Folge von Überforderung, schlechte Ausbildung, schlechtes Training, schlechtes Timing.

    FOKUS, das ist etwas was den meisten Hunden fehlt. Und das liegt nicht am Trieb oder am Sport, sondern AN SCHLECHTER AUSBILDUNG. Deswegen ist es - und da wiederhole ich mich gern - sehr wichtig mit seinen Hunden erstmal an der Basis und guten Foundations zu arbeiten! Etwas was gerade extrem an Wichtigkeit in der modernen Agiltiyausbildung gewinnt. Ein Hund, der seine Triebe kanalisieren kann, der entsprechende skills hat und klare Bilder und Konzepte im Kopf hat, der hat weder negativen Stress, noch muss er in Hysterie verfallen.

    Aber ich spar mir alles weitere.

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    Stress entsteht durch die Ausschüttung von Cortisol und blockiert jedes Lernverhalten! Ein Hund, der negativen Stress erlebt ist ganz sicher nicht in der Lage mit 5-6 m/sec Laufgeschwindigkeit in einem Agilityparcours komplexe Kommandos umzusetzen.


    Zitat


    In weiterführenden Untersuchungen zeigte sich dann, dass gerade Hütehundrassen, die über eine lange gemeinsame Kooperationsgeschichte mit dem Menschen verfügen, sich bei unlösbaren Aufgaben viel stärker am Menschen orientieren, Blickkontakt mit ihm suchen oder ihn durch Bellen oder andere Verhaltensweisen zur Hilfe auffordern. Umgekehrt lassen sich gerade Hütehundrassen besonders gut vom Menschen auch durch Fingerzeig und andere Gesten dirigieren.

    Ein Mitarbeiter des amerikanischen Hundeforschers Ray Coppinger hat bereits vor über 20 Jahren herausgefunden, dass im Hirnstoffwechsel von Border Collies und anderen Hütehunden die Konzentration des als Selbstbelohnungsdroge bezeichneten Wirkstoffs Dopamin beispielsweise gegenüber Herdenschutzhunden deutlich erhöht ist. Das bedeutet, dass die oft auch von Hundehaltern und Züchtern beschriebene Workaholic-Mentalität der Border Collies, Australian Shepherds und verwandter Rassen eine Grundlage in der Neurobiologie hat. Ein erhöhter Dopaminspiegel führt nicht nur zu einem verstärkten Selbstbelohnungseffekt bei gelösten Aufgaben, sondern versetzt das Tier auch in eine freudig-erregte Erwartung bei erneutem Auftreten von Randbedingungen, die beim letzten Mal einen solchen Erfolg begleitet haben. Der bekannte Effekt, dass gerade Border Collies, Australian Shepherds und verwandte Rassen oftmals schon beim Betreten des Parkplatzes vor der Hundeschule in völlige Aufregung verfallen, oder beispielsweise im Agility-Parcours kaum mehr zu bremsen sind; dies lässt sich also teilweise durch diese freudige Erwartung (antizipativer Effekt des Dopamins) erklären. Gekoppelt mit der ebenfalls bereits erwähnten rassetypischen Eigenschaft zur Rückorientierung auf den Menschen und zu häufigen Blickkontakten entsteht dann unter Umständen eben der bekannte Border Collie oder Australian Shepherd, der fiepsend und quiekend vor Begeisterung ständig seinen Menschen anschaut und diesen zu noch schnellerer und heftigerer Aktivität auffordert.


    Text: Udo Ganslosser und Sophie Strodtbeck

    Und Nachtrag:

    ich kenne keinen einzigen Hund, der für Agility "entstanden" ist.
    Hunde wurden schon immer für irgendwelche Zwecke gezüchtet. Ich behaupte mal nur ein ganz geringer Prozentsatz der heutigen Hunde hat noch wirklich eine Aufgabe und nicht jeder kann sich für den BC ne Schafherde zum Schubsen in den Garten stellen.

    Annette, wann warst du bitte das letzte mal auf einem Agilityturnier? Deine Aussagen sind einfach herrlich undifferenziert.

    Agility funktioniert nicht mehr so wie vor 10 Jahren. Die Entwicklung ist rasant, ganz besonders im Hinblick auf die korrekte Ausbildung und Triebsteuerung (Beute/Futtertrieb, Impulskontrolle, Frust). Aber das ist hier tatsächlich wirklich off Topic.

    Aber wer sich ernsthaft interessiert wie man Hunde mit hohem Trieblevel modern im Agility ausbildet, kann sich ja mal auf Silvia Trkmans Seite, bei Susan Garrett, Davenport und sonst wo umgucken. Und da wird man schnell merken, dass die Basis eines guten Agilityhundes eben genau auf den Säulen Triebsteuerung und Impulskontrolle aufbaut.

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    Hunde, die hochfahren können laut sein, aber KEIN Hund bellt auf einem Agilityturnier 12 Stunden durch! Keiner! Die pennen im Zelt, im Auto, oder am Parcoursrand und dann kommen etwa 60sec Lauf x 2 und etwa 10 Minuten Aufwärmphase hinzu + Gassipausen. Und da gibt es welche die sind laut beim Arbeiten, und welche die sind leise.

    Und ja, meine Hunde dürfen sich auch mal aufregen. Gehört im Leben dazu.
    Aber dieses ständige Geschimpfe auf die dauerkläffenden und gestressten Agilityhunde - das ist einfach nicht die Realität und entbehrt jeder Grundlage.

    Leute - soll das jetzt ein BC/Agility Bashing Thread werden?
    Ja, im Agility wird viel gekläfft. Und nein - das bedeutet nicht automatisch, dass der Hund sich die Birne wegschreit. Ein Hund der nur rennt und nicht mehr mitdenkt ist auch äußerst unbrauchbar im Agility, ergo auch nicht gerade Wunschvorstellung von Sportlern. Wer vielleicht etwas vom German Classics Livestream geschaut hat (den hatte ich hier gepostet), der hat vielleicht gesehen, dass Kläffen nicht gleichbedeutend mit "Birne weg" ist.

    So ganz prinzipiell - wenn es denn wirklich qualifizierte! Fachmenschen sind - ist nichts einzuwenden gegen eine Begleitung, gerade bei den ersten Würfen. Wieso nicht.

    Aber man sollte sich schon vorher überlegen WEN man da kommen lässt oder ob man nicht lieber erfahrene Züchterkollegen bittet.

    Ich muss da immer an einen Fall aus der Klinik denken, als eine Familie ohne Plan von Zucht (war natürlich auch wieder mehr so ein "ups-Wurf) ne Hebamme engagiert hat. Diese hat die Leute dann in der Stunde der größten Not wegen "einem anderen wichtigen Termin" einfach im Regen stehen lassen. Ein Welpe war draußen als sie endlich zu uns kamen - Die Hebamme hatte angeblich im Ultraschall insgesamt vier gesehen. Ende vom Lied: noch ein Welpe in der Hündin (und keine drei ....), Kaiserschnitt und die Hilfe kam für den Welpen zu spät. Er war bereits tot. Die Leute wollten uns nicht mal glauben, dass da nur noch ein Welpe drin war.

    So viel zur Fachkompetenz selbst ernannter Hebammen ...

    Ich fand den Beitrag dieser Hebamme (diesne Namen hat sie eigentlich nicht verdient ...) ganz, ganz furchtbar!

    Ich habe schon einige Geburten begleitet und noch NIE hat eine Hündin dabei so geschrieen! Aber man zieht und dreht doch auch nicht an dem Welpen, und dann noch außerhalb der Wehen. Unglaublich. Etwas manuelle Geburtshilfe bei ungünstiger Lage, oder wenn die Hündin wirklich Probleme hat - ok - aber man kann doch erstmal schauen, ob es auch alleine geht. Schlimm!