Ich würde ihn - wenn er mit dieser Vorgeschichte zu mir als Patient käme - stationär per Infusomat an den Tropf legen und alle 24h Creakontrollen und ggf. Urinkontrollen machen.
Also doch Klinik? Sie meinte das braucht es noch nicht. Reicht es nicht jeden Tag eine 500 ml Infusion zu geben?
Der Urin war schon recht konzentriert heute.
Das kann ich dir über das Internet nicht beantworten.
Aber - ich, ganz persönlich, ohne deinen Hund oder irgendwelche Laborwerte je von ihm gesehen zu haben - finde 500ml bei einem Hund mit einem Crea von 2,7 (!) zu wenig. Ist aber natürlich definitiv besser als nix!
Klar, kann sein, dass er "nur" ausgetrocknet ist. Dann reicht es vielleicht.
Aber wenn er vielleicht wirklich grad ein Nierenproblem ausbrütet, dann sind 500ml der Tropfen auf dem heißen Stein. Und bei Nierenwerterhöhungen nach Operationen hat es sich noch nie prognostisch günstig erwiesen Dinge "auszusitzen" und abzuwarten. Gerade bei akuten Nierenproblemen.
Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich kann deinen Hund nicht über das Internet therapieren oder dir eine fachlich korrekte Beratung geben - dazu braucht man etwas mehr, als nur ein paar Infos über ein Hundeforum. Ich weiß nicht, ob er "nur" ausgetrocknet ist (wäre durchaus möglich!!!), oder etwas Ernsteres dahinter steckt. Eine Urinuntersuchung würde da natürlich schon etwas mehr Klarheit bringen.
Meine ganz persönliche Meinung - wenn es MEIN Hund wäre, hätte ich jetzt wirklich gern für mindestens 24h einen intravenösen (!) Dauertropf dran mit einer anschließenden Creakontrolle. Wenn man nur mit dem Erhaltungsbedarf eines 20kg Hundes rechnet, komme ich schon auf ungefähr 2 Liter Infusion in 24h, das ist bei Flüssigkeitsverlusten (Erbrechen, fehlende Futteraufnahme) dann aber eher noch mehr.
Ist er nur ausgetrocknet, sollte es ihm nach den 24h deutlich besser gehen und er geht im Optimalfall mit normalen Nierenwerten wieder heim. Dann hat ihm die Infusion so gesehen auch nicht geschadet.
Steckt doch mehr dahinter, dann ist man sicherlich froh, wenn man eher früh, als spät angefangen hat. Hunde sind leider nicht sehr tolerant, was Nierenwerterhöhungen angeht.
Dein Tierarzt hat sicher seine Gründe für sein Vorgehen. Ich will da gar nicht drüber urteilen oder reingrätschen. Schließlich hat er deinen Hund untersucht, live gesehen.
Bei so aufwendigen und wirklich lebensbedrohlichen Zuständen wie Magendrehungen post OP gehe ich halt lieber auf Nummer sicher. Manche Kollegen sehen das vielleicht einfach anders.
Es ist mir aber nicht möglich, dir über ein Forum handfeste Therapieempfehlungen zu geben. Das darf ich auch nicht.
Daher mein Rat wirklich alles gut mit deinen Tierärzten zu besprechen und wenn du dich unsicher fühlst doch nochmal eher etwas nachzubohren und nervig zu werden, falls du das Gefühl hat, dass die Maßnahmen etwas "träge" sind.
Ich weiß wie kacke und besorgt man nach so einer OP ist! Ich drücke euch fest die Daumen, dass es dem Patienten bald besser geht!