@pinkelpinscher : Ich denke Grundschulkinder sind intellektuell in der Lage 10 Minuten vor einer geschlossenen Türe zu warten, ohne dabei einen hysterischen Trotzanfall zu entwickeln.
Und selbstverständlich dürfen Säuglinge und Kleinkinder mit rein, die einfach noch nicht alleine bleiben können.
Wie so oft ist das einfach eine Respektsache und hat mit gesundem Menschenverstand zutun. Aber wenn ganze Familien antanzen und dann aus dem notwendigen Tierarztbesuch zu Coronazeiten einen Adventure-Familienausflug gestalten und dann säuerlich gucken, weil man die - großen! - Kids vor die Tür schickt - nein, dafür habe ich ehrlich gesagt nicht so das große Verständnis.
Ich werde mich jetzt vermutlich ziemlich unbeliebt machen. Aber es ist meine Meinung
Wenn ich mir einen Beruf aussuche bei dem ich mit Menschen arbeite muss ich auch mit Menschen arbeiten. Will ich das nicht muss ich mir nen Bürojob im Homeoffice suchen.
Ich kann meinen Kunden ihr Essen auch nicht aus 3m Entfernung zu werfen Es verlangt ja niemand, dass man Händchen hält. Aber man nimmt doch auch z.b. nicht die Kinder beim Kinderarzt einfach mit und lässt die Eltern vor der Tür.
Hunde und Kinder sind jetzt auch nicht unbedingt vergleichbar. Sorry.
Und in jeder Branche wird versucht, den Kontakt so gut es geht zu reduzieren - eben so, wie es machbar ist.
Die allermeisten TK und Tierärzte nehmen ja auch 1 Belgeitperson mit rein.
Und natürlich steht es jedem frei woanders hinzugehen. Freie Marktwirtschaft. Mir persönlich ist nur die Formulierung aufgestoßen, die wie eine Erpressung klang "ich geh mit rein, oder er hat einen Kunden verloren".
Und ich denke man sollte hier einfach mal ein bisschen auf dem Boden bleiben und auch berücksichtigen, dass viele Haustierärzte eben darauf angewiesen sind, sich nicht anzustecken und mit aller größter Sorgfalt versuchen Quarantäne und Ähnliches zu vermeiden. Sonst können sie nämlich dicht machen.
Und bzgl. "mein Hund kann nur mit mir behandelt werden" - ja ... das sagen viele, die Realität zeigt oft ein ganz anderes Bild. Dass es sicherlich ein paar einzelne Hunde gibt, die man wirklich besser mit Besitzer handelt, das ist ganz sicher so. Aber oft sind mehr die Menschen, als die Tiere das Problem. Und meistens kennt man seinen Pappenheimer ja auch.
Ich denke jeder Tierarzt wird entsprechende Ausnahmen machen, wenn er sie für nötig hält.
Aber irgendwo hörts dann auch auf. Man muss zu Coronazeiten z.B. keinen Familienausflug in die TK für ne Wundkontrolle machen und dann cholerische, tobende Kinder bändigen, die sich aufführen, als hätte man ihnen grad das Tor vor Disneyland zugemacht ...
Also für mich ist das absolut indiskutabel. Mich fragt bei meinen Kunden jeden Tag auch keiner ob mir das Freude bereitet.
Mein Tier gehört zu mir und wer das nicht will muss sich halt nach nem neuen Kunden umsehen.
Ich kriwg ja schon Herzschmerzen bei dem Gedanken Lucca mit seiner Angst bei Fremden abzugeben
Es ist das eine, den Tierarzt einfach zu wechseln, wenn einem was nicht passt, oder aber seinem Tierarzt mit einer solchen Forderung zu erpressen, a la "dann verliert er halt einen guten Kunden mit 4 Hunden".
Für viele Selbstständige hängt die Existenz davon ab. Die machen das nicht aus Spaß oder um ihre Kunden zu ärgern. Man kann froh sein, dass die überhaupt noch aufhaben und behandeln dürfen.
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Das Schönste kommt zum Schluss - Gruppenbild mit Kasper, Emil, Diego, Karl, Lyra, Kaami, Jaffa und Bjarki (und erst jetzt fällt mir auf, dass meine Beiden die einzigen Mädels waren, haha).