Wobei ich mich frage, ob es für manche Hunde, die wirklich unendliche Angst, gar Panik vorm kleinsten Bißchen haben, wo Therapien nichts gebracht haben, nicht doch irgendwie humaner ist, sie zu erlösen. Schließlich ist eine übertriebene Angst, wo nichts hilft, auch ein Leiden und Quälerei.
Das heißt aber nicht, daß ich das allgemein gut finde, ängstliche Hunde einzuschläfern.
Sehe ich auch so, nur du musst auch immer erstmal jemanden finden der so einen Hund auf nimmt. Das ist Arbeit und die wollen sich viele nicht machen. Mein erster Hund war so ein Angsthund aus einer Beschlagnahmung - man macht sich das Leben damit nicht unbedingt einfacher. Es ist immer schnell gesagt, dass man solche Hunde nicht ein schläfern darf, nur die Kehrseite davon sehen viele dann nicht.
Nun ja, ich gehe mal davon aus, dass die verlinkten Hunde nicht in einem Bretterverschlag groß geworden sind und ein normales Maß an Prägung und Sozialisierung mitbekommen haben.
Ich habe mittlerweile von einer Freundin gehört, die nach Norwegen ausgewandert ist (ich musste das nochmal nachfragen, weil es mich nicht losgelassen hat), dass es dort oben wohl generell eine recht "normale" Einstellung ist Hunde, die nicht mehr "funktionieren" einzuschläfern.
Dazu zählen auch Erkrankungen, die man mit 3 Monaten Reha wieder ausheilen kann, z.B. irgendwelche Verletzungen oder orthopädische Probleme, die man operieren kann. Weil .... "der Hund will nicht 3 Monate ruhiggehalten werden und man möchte nicht, dass der Hund leidet". Also Spritze und weg damit.
Wahnsinn. Ich hätte nicht gedacht, dass es so fortschrittliche Länder gibt, in denen man sich derart einfach seines Tieres entledigen kann und wo das gleichzeitig auch noch absolut gesellschaftsfähig ist. Natürlich steht da eine ganz andere Mentalität dahinter.
Ich bin schockiert. Ehrlich.