Beiträge von Bonadea

    Die Krüppelrute ist ja im Prinzip nur eine Fortsetzung der massiven Wirbelkörperdeformationen der restlichen Wirbelsäule.

    Oft haben Frenchies so einen "Korkenzieher" am Ende. Je nach Länge, Anatomie, Haut und Gewicht kann es unschöne Falten geben, die auch zu Entzündungen führen können. Manche Frenchies haben da mehr Probleme mit, andere weniger bis gar keine.

    Meistens ist die Rute einfach total missgebildet und "verknöchert" und hat halt keinen Bewegungsspielraum in ihren einzelnen Wirbelsegmenten mehr und wenn die dann noch eingerollt ist oder sehr kurz ist, dann drückt sie sozusgen die ganze Zeit ins Gewebe. Viel Haut, Speck etc. begünstigt dann natürlich ein richtig schönes warmes, feuchtes Mikromilieu für Bakterien.

    Je krüppeliger und kürzer die Rute ist (und je fetter der Hund), umso eher gibts Probleme.

    Boa bei der Bulldogge musste ich nach kurzer Zeit das Video ausmachen. Dieses hektische Wälzen und sich "witzig" auf dem Boden rumkugeln macht meine lungenkranke Hündin auch wenn sie nicht mehr kann und versucht sich über den Boden abzukühlen weil runterhecheln nicht so ergiebig funktioniert.

    Hier lief uns vorgestern auch eine Bulldogge nach, die voller Hautentzündungen war und sich selbst bei unter 5° ständig beim Laufen hinlegte. Ich könnte es echt absolut nicht ertragen.

    Das kann man sich echt nicht angucken.

    Ich seh da auch absolut nichts "Witziges".

    Nur einen Hund mit massiver Not. In allen Belangen.

    Leider kenne ich auch einige Hündinnen, die nach den Läufigkeiten hormonbedingt regelrecht depressiv werden. Das hat nicht immer etwas mit Entwicklung und Erwachsenwerden zutun, sondern mit den Hormonen und einer Scheinträchtigkeit. Wenn die Mädels dann auch wirklich pünktlich alle 6 Monate läufig sind, dann kann das definitiv auch eine Belastung sein.

    Dein Hund ist jung, man kann sicher nochmal 1-2 Läufigkeiten abwarten. Aber vermutlich wird sich an dem Verhalten auch in Zukunft nicht so wahnsinnig viel ändern - vermute ich.

    Generelle Unsicherheiten könnten sich nach Kastration theoretisch verstärken. Gibt aber auch viele Hündinnen, die danach insgesamt offener sind. Kenne beide Fälle.

    Ich würde ein großes geriatrisches Blutbild machen lassen (inkl. Schilddrüse, Zucker, alle wichtigen Elektrolyte inkl. ionisiertes Calcium, Cortisol und eben alle wichtigen Organwerte, wie Niere, Leber, etc. pp. ...)

    Blutdruck messen.

    Herz/EKG abklären.

    Du kannst deinen Tierarzt nach VitB-Komplex und Karsivan fragen, um die Mikrozirkulation im Gehirn zu unterstützen.

    Um Ischämien, Infarkte, Hirntumore und ähnliches auzuschließen benötigt man ein MRT. Dafür wäre eine Narkose notwendig.

    Muss man daraus jetzt so eine anstrengende Rassendiskussion machen?!

    Ist doch vollkommen egal, ob der Schäfer in dem Fall wirklich in problematisches Beutefangverhalten gerutscht ist, oder nur "maßregeln" wollte - wenn ein 35kg Schäfer nen 3kg Malteser zwischen den Zähnen hat, wird es schnell gefährlich. Ganz egal, ob das Verhalten des Schäfers nun "böse", "angemessen" oder "versehentlich" war.

    Das ist auch überhaupt nicht der Punkt :ka: Hier geht es nicht um eine moralische Wertung. Da keiner live dabei war, kann hier sowieso niemand die Motivation des Schäfers beurteilen, noch sagen, ob es von dem Kleinhund irgendeine Form der Provokation gegeben hat. Das ist reines Glaskugel schauen.

    Zumindest aber mal aus den Aussagen "es habe nur an der Jacke gelegen" und "man müsse die Beiden schnell wieder zusammenbringen" erschließt sich mir jetzt keine besonders große Kompetenz der Beteiligten, die mich besonders motivieren würde meinen Hund wieder in eine potentiell gefährliche Situation zu bringen.