Nun Anzeigen kann es immer hageln, wenn es kracht, es herrscht leider inzwischen die Vorstellung, dass jeder Hund mit jedem können muß.
Einer der Gründe warum ich absolut keinen gesteigerten Wert auf Kontakt zwischen meinen Hunden und Fremdhunden lege.
Ich drück dir die Daumen dass dir kein dickes Ende nachkommt, diese Überprüfungen können manchmal recht eigen sein.
Beiträge von Krambambuli
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Das sich die Füchse verändern hat was mit Kopplung von Allelen zu tun.
Ich fass es mal ganz trivial zusammen.
Gene die einen Selektionvorteil bieten werden öfter in der nächsten Generation auftreten, weil sie sich eben weitervererben, liegen zwei völlig unterschiedliche Eigenschaften besonders nahe beisammen, so werden die fast immer gemeinsam vererbt und so tauchen gewisse Eigenschaften immer öfter auf auch wenn nicht darauf selektiert wird.
http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/bs13-15.htm
Ein epigenetischer Einfluß wurde auch diskutiert, soweit ich weiß. -
Die Theorie ging davon aus, dass die Vorfahrern der heutigen Wölfe von der "leichten" Nahrungsquelle in den Dörfen angezogen wurden. Diejenigen die am wenigsten scheu waren haten einen Selektionsvorteil weil sie weniger Energie beim Fliehen verbraten haben und auch früher an die Futterquelle herankamen.
Durch die veränderten Bedingungen als "Dorfwolf" kam es bereits zu einer Selektion, auf kleinere Körper, kleinere Hirne, schwächere Kiefer und eben Zahmheit.
Erst viel später wurden eventuell gewisse Hunde aufgrund einiger Eigenschaften bevorzugt und somit gefüttert, von gezielter Zucht kann hier aber immer noch nicht die Rede sein.
Die Theorie dass junge Wölfe gefangen und gezähmt wurden, macht in meinen Augen wenig sinn.Das einzige was ich an der Beobachtung spannend fand war dass es eine Koppelung von völlig verschiedenen Eigenschaften gibt, die daraus resultiert dass die Allele sehr nah bei einander liegen.
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Der Hund stammt nicht vom heutigen Wolf ab, sondern von dessen Urahn.
Die Domestikationstheorie ist eher umstritten aus verschiedensten Gründen.
Ich selber halte auch die "Dorfhundetheorie" von Coppinger für weitaus sinniger. -
So wie vor einigen Jahren Auslastung auf Teufel komm raus modern war so ist inzwischen Ruhe auf Teufel komm raus modern.
Ich finde ein gesundes Mittelmaß und vorallem der Rasse angepasst sinnvoller
Ich hab meine Hunde schon sehr früh sehr viel mitgenommen auf Veranstaltungen, Training und Seminare, dafür hab ich eine Decke als Ruheort eingeführt.
Sie haben also gelernt auf der Decke will keiner was von mir, es passiert nichts spannendes und wenn ich ruhig und artig bin darf ich auf einem Kauartikel rumkauen.
Nein, schlafen tun meine Hunde nicht, aber sie liegen entspannt da und beobachten ihre Umwelt, mehr kann ich von dieser Rasse nicht verlangen.
In der Box im Einsatzfahrzeug schlafen sie sogar. -
Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn ein Hund sehr aktiv ist, es ist schlicht rassetypisch.
Das du aus einem JRT keinen Bernersennen machen kannst sollte dir schon klar sein, solang der Hund dabei ansprechbar und konzentrationsfähig ist, finde ich es absolut ok.
Ruhiges Verhalten ist defintiv kein Zeichen für den Mangel an Stress.
Das Verhalten bei diesem Typ Hund gebahnt werden muß, steht außer Frage, dafür kamen bereits interessante Tips, auch gerade das Video ist ein netter Ansatz. -
Mich stört weiterhin deine Polemik.
Es gibt einige User hier, da bin ich mir sicher, die es schaffen auch ohne viel Krawall einzugreifen und die sich nicht nachher hier brüsten, wie toll es sich anfühlte jemanden niedergemacht zu haben.
Ich persönlich kann mich an sowas nicht erfreuen, ich ärgere mich eher an meiner mangelnden Impulskontrolle, wenn ich mich doch mal im Ton vergriffen haben sollte.
Meiner Erfahrung nach erreicht man gerade in Ausnahmesituationen deutlich mehr, wenn man sachlich und menschenwürdig mit seinem Gegenüber umgeht. -
Du meinst also eine öffentliche Demütigung ist eine adequate Reaktion auf ein vermeindliches Fehlverhalten und erhöht die Kooperationsbereitschaft deines Gegenübers so das sich langfristig die Situation des Hundes verbessert?
Sorry, aber ein Unrecht rechtfertigt ein anderes nicht.
Zum Glück sind wir in unserem Rechtsstaat weiter als bei "Auge um Auge , Zahn um Zahn".
Mir bleibt diese Denke fremd. -
Manchmal drängt sich mir der Gedanke auf, dass einige Menschen sich selber darüber aufwerten, dass sie auf den vermeindlichen Fehlern anderer rumhacken.
Was wäre daran schlimm, klar, sachlich und freundlich ein Gespräch zu suchen und zuversuchen die Situation zu entspannen, anstatt sich daran zuergötzen, dass man jemand anderen auf der Stelle bloßstellen konnte?
Sorry aber diese Denke ist mir einfach fremd. -
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Kram, zu deinen Posts fehlt der Dankomat und die grünen Bommel

Also zum Thema Abbruchkommando..
Maya ist eine Podenca. Vollblutjägerin. Ergo: Schleppleine und gesicherten Freilauf (eingezäunte Gebiete).
"Pfui" als Abbruchsignal kann sie. Oh ja.
ABER wenn vor ihr auf dem gesicherten Freilauf ein Kaninchen loswetzt, da kann ich Nein brüllen so viel ich will, die ist dann einfach nicht mehr erreichbar. Wie umgeschaltet im Hirn. Sie sieht nur noch das Kaninchen und will nur noch hinterher, hinterher, hinterher.
Nicht jeder Hund ist gleich.
Mein Hund ist keine Maschine.
Hat keinen Kadavergehorsam.
Und das gilt auch beim Abbruchsignal!
Klingt doof aber ich glaube das beim aversiven Abbruchsignal im Gegensatz zu allen anderen Kommandos kein systematischer Aufbau betrieben wird und dass entweder das Kommando inflationär in Situationen benutzt wird in dem es den Hund völlig überfordert und es somit gleichgültig wird, oder dass versucht wird sowas in emotionalten Ausnahmesituationen zu etablieren in denen der Hund überhaupt nicht lernfähig ist, was oft zu furchtbaren Gewaltausbrüchen führt.
Ich halte es was das angeht mit Pietrella und seinem Begriff von konditionierter Strafe.
Aber genau wie ich in gewissen Situationen mit meinen Biestern Abstriche machen muß, so werde ich mit einem Vollblutjäger in anderen Situationen abstriche machen.