Was mich unendlich nervt bei diesen Diskussionen ist doch dass sich eigentlich alle " reinpositiv"- Vertreter sich selber in die Tasche lügen. Und ich habe den leisen Verdacht, dass bordy auch genau das meint.
Ich nenne das Kind lieber beim Namen: Zwang.
Einen Hund an der Schleppleine zuführen ist Zwang, man schränkt seine Freiheit ein.
Ein Bodyblock ist Zwang der oft sogar sehr deutliches Meideverhalten verursacht.
Wer über Leinenruck als Korrektur für unerwünschtes Verhalten schimpft, selber aber einen Richtungswechsel durchführt, sollte mal drüber nachdenken was denn genau passiert wenn die Leine zu Ende ist.
Der einzige Unterschied in menen Augen besteht darin, dass ein Richtungswechsel von jedem talentfreien, techniklosen Menschen ohne Gefühl für adequates Timing durchgeführt werden kann. Aber macht ihn das besser als ein Leinenruck?
Auch der Richtungswechsel führt durch einen aversiven Reiz( ist nunmal unangenehm für den Hund) dazu dass gewissens Verhalten eingestellt wird.
Ignorieren ist ein ganz klarer Entzug von der Resource Mensch, also eine negative Konsequenz.
Laute Stimme reicht für nicht wenige Hunde für Meideverhalten.
Rütteldose und Disks sind für mich persönlich ein absolutes NOGO, weil man Meideverhalten auf einen Umweltreiz konditioniert.
Ich kennen eigentlich keinen der ein Kommando rein aversiv aufbaut, AUSSER dem Tabu, die meisten stehen nur nicht dazu dass sie sehr wohl einen Hund zwingen etwas unangenehmes zu tun.
Ich für meinen Teil halte es so dass Hundeausbildung zu 98% Motivation und zu 2 % Zwang ist.
Freundliche Grüße Krambambuli mit sehr clickerlastig geführten Hunden