Beiträge von Krambambuli

    Kommt darauf an was für Hunde man führt und zu welchem Zweck, was für ein Revier, was für Wildbesatz und wieviel Zeit man in seinem Revier man verbringen möchte.

    Bautenhunde werden oft zumehreren gehalten.

    Vorsteher werden eher einzeln oder in kleineren Gruppen gehalten, wobei ich auch Jäger kenne die 6 Pointer halten.

    Ich würde die Wahl des Hundes von den persönlichen Fähigkeiten, dem Einsatzgebiet und nicht zu letzt dem Revier abhängig machen.
    Pointer sind die Götter der Freiflächen, taugen meiner Ansicht nach weniger auf Schwarzkittel
    Djt sind jetzt nicht die begnadeten Hunde auf Vogelwild.

    Was der Hund übernimmt ist wieder vom Revier und Hundetyp abhängig.


    Zum Thema Schwarzwild gegen Hund und herzloser Jäger:
    Bei Bautenjagden, bei Drückmeuten, teilweise auch bei Nachsuchen und den dementsprechenden Hunden bleibt es nicht aus, dass ein Hund zu Schaden kommt. Es ist eines der Risiken die Jäger und Hund eingehen.
    Es gehört dazu, Leben ist endlich.
    Die Einstellung zum Hund ist etwas rustikaler, aber sicher nicht schlechter.

    Ich sehe das ähnlich wie Schnauzer.
    Hunde waren ursprünglich mal Nutztiere, genetisch programmiert einen Job zu erfüllen.
    Ich bin ersthaft der Meinung es gäbe deutlich weniger " Probleme", wenn man diese Veranlagungen schätzen, fördern und bahnen würde.
    Ja es gibt die Familienhunde die auch was tun dürfen, aber schon mal darüber nachgedacht, dass es Exemplare gibt, denen ein reines Familienleben mit etwas ZOS oder Apport nicht ausreicht?
    Insbesondere weil diese Beschäftigungen grundlegende Eigenschaften von Dienstgebrauchshunden nicht ansprechen, diese also nicht ausgelebt werden können.

    Ich glaube hier werden gerade zwei ganz grundlegende Dinge verwechselt, bzw in einen Topf geworfen.
    1. die Orientierung am Hundeführer
    2. das technischkorrekte Fuß

    Wer einen Hund erfoglreich führen möchte kommt um eine gute bis sehrguten Führerbing nicht herum, so ist zumindest meine Ansicht.
    Meine Hunde lernen bevor wir überhaupt in die technische Ausbildung einsteigen, die Orientierung an mir: Der blick in das Gesicht des Hundeführers ist der Schlüssel zu allem was der Hund gerne möchte.

    Das Futtertrieben bzw, bei uns das Handtarget ist lediglich ein Hilfsmittel um einem Hund die korrekte Position am Bein des Hundeführers bei zu bringen. Wenn der Hund nun gelernt hat, wenn er etwas erreichen will muss er den Hundeführer ins Gesicht blicken wird er automatisch versuchen die Position zu halten und trotzdem das Gesicht auf den Schirm zu bekommen.
    Das eine schließt bei weitem das andere nicht aus, sonder ist also eher eine Verfeinerung der Arbeit zusammen.

    Genau deshalb empfinde ich Uo nicht als abartige Dressur einer geschundenen Kreatur, sondern als eine der höchsten Formen der Kooperation zwischen Hund und Halter.
    Uns, also meinem Hund und mir macht es echt Spaß an kleinen Details zu feilen.

    Ob man Sternengucker nun schön findet oder nicht ist reine Geschmackssache

    Lach ich schlage selten, wenn zerfleische ich.
    Nein im Ernst:
    Du bringst deinem Hund bei:
    Frauchen schickt mich je nach Hund und Weitläufigkeit ca 25-100m in die eine und die andere Richtung von sich, von dieser Linie aus darf ich eine Korridor von 10-15m breite gründlich absuchen.
    So gibt man dem Hund eine schönen Rahmen vor und kann sich sicher sein, dass das Gebiet in dem man war sauber ist. Natürlich erkenne ich wenn mein Hund starke Witterung hat, dann darf er auch ausbrechen und die ausarbeiten.
    Wenn wir gefunden haben setzte ich eben wieder genau in der Parzelle wieder an in der mir der Hund auf die Witterung gegangen ist.
    Und ja das setzt ein hohes Maß an Ausbildung und an Kenntnis seines eigenen Hundes vorraus ;)
    Ich finde diese Form der Suche auch für meine Arbeit in der Staffel von Vorteil

    Jaja die Mythen der Rettungshundearbeit
    Ich weiß nicht warum sich gute Führigkeit und gute Arbeit ausschließen sollten.
    Um ein Gebiet ordentlich sicher und sauber absuchen zu können bietet es sich an das Gebiet enmaschig ab zu revieren.
    Was nützt mir ein Hund, der zwar nett sucht, aber ständig ausserhalb meines Suchgebietes?
    Es muss schon ein verdammt erfahrener Hund sein, der sich jedes Gebiet bei jeder Witterung und jeden Windverhältnissen so eineilt, dass es sicher sauber ist.

    Meine Befürchtung ist ja, dass sich der Mythos des intelligenten Ungehorsam so hartnäckig hält, weil es ungleich schwerer ist einen Hund so sauber auszubilden, dass er weder die Motivation verliert, wenn man ständig in seine Arbeit eingreif, noch unselbstständig wird, noch die ganze Suche zu einem reine sportlichen Revieren verkommt und trotzdem sauber und ordentlich eingewiesen werden kann.


    Hier wird die Arbeitsintensität, also die hartnäckigkeit, die Motivbation, der Wille, ebenso bewertet wie der Gehorsam