Beiträge von Krambambuli

    Ich war zu keiner Zeit unsachlich ;)
    Das ein Hund Katzen killt hat nichts mit Wildschärfe zu tun, überhaupt nicht. Sonst könnte ich mit dem Border einer Kundin auch auf die Jagd gehen, der hat auch mehr als eine Katze erledigt, oder meine Puppe die beim Vorbesitzer auch das eine oder andere Lebewesen über den Regenbogen geschickt hat.
    Und komischer Weise killt keiner der jagdlich geführten Hunde die ich kenne und das ist mehr als einer an der 2m Leine Katzen, egal ob die in sie reinrennen oder nicht. :???:
    Gerade der Aufbau über Beute ist doch das was einen Jagdgebrauchshund von einem Dienstgebrauchshund unterscheidet ;) Meine Pointermixoma hat immer ordentlich gespielt, nicht herrausragend aber ordentlich. NUR war das niemals auch nur 1/2 so toll wie Wildgeruch, never ever.
    Wer einmal einen guten Jagdhund bei Wildkontakt oder auch nur Fährte erlebt hat, wird erkennen, dass jeder achso krasse "normale" Hund ein Waisenknabe dagegen ist und das man diesen Kick mit keiner wie auch immer gearteten Ersatzbeschäftigung auch nur halbwegs erzeugen könnte.
    Bei den Hunden die ich auf der Nachsuche gesehen hab, sieht man schon der Unterschied bei echtem und gelegtem Schweiß, das ist ein unlöschbares genetisches Programm, ein Endorphinrausch ohne gleichen.
    Wenn du Dragonwogs Pointer mittels einer Schleppleine und eines Spielzeugs versuchen würdes wildrein zu bekommen, stirbt der Hund am Lachkrampf.
    Es geht hier nicht darum Zwangsapport und Co zu rechtfertigen, ABER bloß weil man einen Hund gearbeitet hat, der sorry bei 98% der Df-user nicht mal annähernd so veranlagt ist wie ein guter Jagdhund, kann man sich nicht hinstellen und alles verurteilen ohne dass man es 1. selbst gesehen hat und 2. es besser könnte.
    Ich habe selber noch keinen Jagdgebrauchshund ausgebildet, schon garnicht durch die Brauchbarkeitsprüfung gebracht, auch wenn es mich zugegeben extrem reizen würde zu schauen wie man sowas anstellen könnte und genau deshalb bin ich vorsichtig mit Äußerungen wie: Das geht doch sicher alles anders.
    Es ist etwas völlig anderes ob ein Hund generell Wild nicht hinterher soll, oder einen extrem triebigen Hund gezielt stöbern, hetzen, stellen zu lassen und ihn trotz der extremen Trieblage kontrollieren zu können.

    Ich hab ja den Verdacht, dass sich die Leute das nur trauen, WEIL sie einen nicht kennen, man nicht ins persönliche Umfeld gehört und sie da mal ooooordentlich Damppf ablassen können, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen.
    Man fungiert also lediglich als Blitzableiter für frustierte, verbitterte und aufgestaute Menschen =)

    Ach komm Mirrigan ich kenne keinen einzigen Airdale der auch nur annähernd die Wildschärfe eines Drahtis oder eines anderen guten Jagdgebrauchshund hätte.
    Ich finde es ebenso wie Bordy absolut überheblich und regelrecht engstirning sich hier hinzustellen und zu proleten: Ich kanns besser!!!, OHNE jemals einen echten TAUGLICHEN Jagdgebrauchshund ausgebildet zu haben.
    Ich hab einen Pointermix geführt, der innerhalb von einem 1/2 Jahr immer und überall ableinbar war, ohne dass sie jemals angefasst werden musste. So what?
    Meine Puppe kam mit 13Monaten zu mir mit bereits Jagderfolgen und lief nach wenigen Wochen frei, OHNE jemals auch nur das Ende der Schleppleine unsanft erreicht zu haben. So what?
    Ich kann mich hier trotzdem nicht hinstellen und mit dem Finger auf andere zeigen, weil mir schlicht die Erfahrung fehlt am richtigen Jagdgebrauchshund.
    Mir gehen auch diese ganzen Hansel mit einem mäßig bis überhaupt nicht veranlagten Hund anner Angel sowas von aufn Zahn die sich vor mich stellen und fratanisierend meine: Joooah wir mit den triebstarken Hunden.
    Oder sich über die achso nervösen Malis/ Herder/ Dsh/ Leistungsborder auslassen, weil SIE ja ihren achso triebigen Ausi oder Retriever so gut im Griff haben. :hust:
    Erst machen , dann quatschen :roll:
    Nein ich will hier mit nichten rechtfertigen, dass Hunde ins Down geprügelt werden, oder ähnliche Methoden.
    Ich hab mich auch schon trefflich mit Züchtern deutscher Vorsteher darüber gestritten, warum ein Zwangsapport von nöten ist, wenn es in anderen Rassen durchaus möglich ist Bringtreue züchterisch zu fördern.
    Kritisch fragen ist ok, vorverurteilen geht einfach nicht OHNE handfesten Gegenbeweis.

    Zitat

    @shira...Auf manches kann man aber auch gut verzichten, oder?!

    @krambambuli...Wir haben hier auch einige HuSchu's, deren Ruf ihnen voraus eilt. Dummerweise gibt es immernoch Leute, die hingehen und ihren Hund (idR Ersthundbesitzer!) ausbilden.

    Liebe Grüße

    Ich meine sehr renomierte Huschus, die sehr erfolgreich ihre Methode verkaufen mit blumigen Worten. ;)
    Ich finde es nur fair Dinge beim Namen zu nennnen, Zwang ist Zwang

    Wer sowas macht? Nicht wenige und zum Teil namhafte Huschus.
    Meine Hunde hören aufs Wort sind dennoch nicht in der erlernten Hilflosigkeit gefangen.
    Man kann auch OHNE den Hund zu brechen sehr zuverlässige und extrem freudigarbeitende Hunde ausbilden, nicht jeder Hund der sehr gut und sehr schnell reagiert ist ein gequälter ;)

    http://www.psychologie-seiten.de/allgemeine-psy…paradigmen.html
    Das ist der Versuchsaufbau. Erlernte Hilflosigkeit beschreib inadequate Passivität in Situationen der Bedrohung und des Konfliktes, verursacht durch traumatisierende Erlebnisse, oder anders gesagt "entsteht in einer Situation, in der unabhängig vom augenblicklichen Verhalten unkontrollierbare und unvermeidbare aversive Reize auftreten, d.h. es ist weder Flucht- noch Vermeidungsverhalten gegenüber aversiven Reizen möglich"
    Genau diese Passivität machen sich einige Huschus zu nutze und verkaufen sie als Erfolg.
    Ist ja auch praktisch, der Hund friert ein, macht lieber mal nix, wenn er in Konfliktsituationen kommt, so ein Hund stört auch nie, super praktische Sache! :mute:
    Lee wurde mir als massiv dominanzaggressiver Hund ohne Impulskontrolle vorgestellt, was ich entdecken konnte war ein Hund der sich permanent im Schützengraben wähnte und sich eigentlich nur wen wünscht der sie führt.
    Lee ist ein ganz feiner, leider passiv gemachter Hund, was die arbeit mit ihr sicher nicht einfach macht.
    Wichtig ist in diesen Fällen meiner Ansicht nach, das Bild das der Hundeführer vom Hund hat zu revidieren.
    Kathrin musste erkennen: Lee ist keine nach der Weltherrschaft oder Apokalypse strebende Bestie, sondern ein etwas angekratzes Blumenkind und ABSOLUT liebenswert.
    Mir tat es in der Seele weh einen eigentlich tollen Hund derart verunsichert und passiv zu erleben.
    Nein ich bin nicht der Meinung dass Kathrin ein grottiger Hundeführer ist, sie ist nur leider nicht hinter das Prinzip gestiegen.
    Wer straft muss mindestens doppelt so stark loben können, wer straft muss Alternativen aufzeigen, wer straft, sollte genau wissen wieviel der Hund brauch und ob er genug Aufbauarbeit geleistet hat.

    Zitat

    Ich gehe sogar noch weiter: Ein NUR wattebebauschter Hund wird nicht stressresistent genug, um in der heutigen Umwelt, die einem Hund so zugemutet wird, zurechtzukommen.

    Aber die Nachteile von positiver Strafe lassen sich nicht wegdiskutieren. Miserables Timing ebenfalls.

    :gut:
    Das war das Wort zum Sonntag, kurz gesagt: Wer Zwang nicht beherrscht sollte dringend die Finger von lassen