Beiträge von Krambambuli

    Nun, ich habe 2,2m Zäune.
    Aber selbst da sperr ich nicht einfach einen der Pflegies rein und geh mal Kaffe trinken. Egal wie ausgeklügelt unsere Sicherungsmethoden sind, es wird immer einen Hund geben der sie durchbricht.
    Meine Puppe springt wenn sie kratzen kann 4,2m, die jucken die Zäune nicht wirklich, sie bleibt trotzdem drin ;)
    Ich kenne Hunde die durch ein ERG auf Todesstrafe durchgelaufen sind, die juckt so ne lachhafte Litze nicht.
    Was ich damit zum Ausdruck bringen mag ist: Egal wie massiv wir vorgehen, es ersetzt eben keine Bindung und keine Erziehung und wenn ich einen dementsprechenden Hund führe muss ich eben gegebenfalls Abstriche machen.
    Was mich weiterhin einfach nervt ist wenn Leute sich aufs moralische hohe Roß schwingen und mit dem Finger auf Menschen zeigen, die mehr oder minder freiwillig mit Starkzwang arbeiten und selber sich ihren schönreden: Erg niiiiiemals, abeer Stromzaun, ja klar ist harmlos. Leinenruck ist bööööööse, aber zackige Richtungswechsel sind völlig ok, etc.
    Wer Zwang macht, sollte zu sich und vorallem seinem Tier so ehrlich sein und sich eingestehen, dass das gerade nicht nett ist und sich fragen: Ist das jetzt nötig oder schlicht Ausdruck meiner eigenen Bequemlichkeit/ Unzulänglichkeit

    Ich persönlich kenne mehrere "große" Hundetrainer die in Kontakt mit Baumann stehen und umgekehrt.
    Ich glaube so als 0-8-15-Seminarteilnehmer bekommt man nicht wirklich mit wer , wo in Korespondenz steht und wer mit wem kann und wem nicht. ;)
    Nun, unkritisch zu sein, ist zweifelslos immer problematisch. Bisher konnte ich fast überall etwas herausziehen, es gab natürlich Ausbilder die mir näher waren und welche die mir ferner lagen,aber ist das nicht überall so?`

    Ätzend finde ich nur immer Leute die blind dafür sind, ebenso wie die die blind dagegen sind, OHNE sich kritsch und vorallem vorort mit der Marterie beschäftigt zu haben.
    Was das sektenartige angeht, so finde ich das bei anderen Huschu´s noch viel extremer. ;)

    Huch hier hab ich ja was losgetreten.
    Thomas Baumann sollte man persönlich kennen lernen, oft ließt sich manches anders als es in Wirklichkeit ist.
    Die Sache mit dem Tele hat sich erledigt, weil ohnehin illegal inzwischen.
    Ansonsten arbeitet Baumann sehr wohl sehr positiv und hat richtig tolle Ansätze zum Thema positive Verstärkung, aber fordert eben auch das Quäntchen Zwang das der Hund braucht.
    Alles in allem für mich life sehr stimmig, auch wenn ich bei ihm nicht 100% auf einer Linie liege.
    Ich kann jedem nur empfehlen sich Leute life an zu schauen, wenn einem das ganze nicht so sehr zusagt auch ohne Hund als Zuschauer ;)
    Ich hab da so manche Überraschung erlebt, bei so manchem Trainer....
    Achja und Anhänger und Co gibt es bei anderen Strömungen noch viel extremer :roll:

    Ich bin so zynisch und sagmal: Leute die mit den ureigenen Eigenschaften ihren Hundes derart unglücklich sind, das sie keinen Weg sehen, als diese im Keim zu ersticken, sollten ernsthaft drüber nachdenken, ob das dem Tier gegenüber fair ist.

    Nochmal, ich finde Ruhe und Beherrschung ungeheuer wichtig, aber nicht auf Kosten der Arbeitsfähigkeit meines Hundes und in dem ich ihm nehme was ich an ihm so liebe.
    Meine Hunde bringen ihre vollen Ps auf den Boden, wenn es gewünscht ist, können aber auch wunderbar im Restaurant neben mir pennen.
    Vielleicht bin ich auch nur so kritisch, weil ich eine Dame mit einem unglaublioch tollen, triebigen und gut veralagten Schnauzer erlebt hat, die ihrem Hund haushoch unterlegen war und in dauernder Panik den Führungsanspruch zu verliehren den Hund reglementiert hat, dass dem fast keine Luft mehr zum atmen blieb.
    Die schlich auch immer übern Platz und machte Lakoko und faselte was von Führungsanspruch und mentalem Training...
    Und ich bin vielleicht so kritisch weil ich schon bei dem Wort mental Ausschlag bekomme, denn es ist oft eine Verschleierung dessen was gemacht wird.
    Ja ich weiß der Mensch will betrogen sein und wenn man sagt: Passen sie mal auf, hier lernen sie sich zu beherrschen und ihr Hund Ruhe durch gehorsam, also gutes altes Handwerk, so ist das sicer nicht so mystisch und geheimnisvoll :D

    Ich persönlich finde die Geschichte auch etwas konfus und erkenn nicht immer das wieder was ICH von Baumann kenne.
    Ja vorsichtig wär ich auch bei Vorschlägen wie Zerrspiel mit Leuten, die es weder beherrschen, noch vom Hund anerkannt werde, DASS kracht bei jedem gutveranlagten Malinois.

    @ Greensleaf: Beziehung ist die Vorraussetzung für jegliche Hundeausbildung. ;)
    Ich kenn mehr als eine Hund der nicht fühererneutral ist, wenn die Beziehung 100% stimmt, das nicht etwas was nur bei Herdis passiert.

    Ich möchte nochmal betonen, dass ich Lakoko nicht völlig ablehne, nur bricht es sich für mich auf 2 Dinge herunter: Ruhe durch Gehorsam beim Hund und Impulskontrolle beim Halter.
    Beides definitiv wichtige Dinge, aber nichts mental und nichts Führungsanspruch, sondern gutes altes Handwerk ;)
    Außerdem würde mir nur Lakoko genau das nehmen was ich an meinen "Krachern" so liebe, dieses: Ja,ja,ja ich will!!
    Ich oute mich hiermit ofiziell als Triebliebhaber, gegen allen Trend zur Triebphobie