Beiträge von Krambambuli

    Ich bezweifle nicht dass es einzelne Individuen einer Rasse gibt, die mit gewissen Lebensumständen klar kommen, sind auch eben oft die die für die ursprüngliche Arbeit nicht optimal sind.
    Als Halter einer Rasse mit konkreten Arbeitseigenschaften, der den Hund als "Familien"hund hält, muss man sich schlicht die Frage gefallen lassen: Wozu brauch ich genau diese Rasse? Und ist das echt fair dem Hund gegenüber.
    Ebenso wie ich mir die Frage gefallen lasse: Ist es fair ein Tier für sich arbeiten zu lassen und wann fängt missbrauch an?
    Aber wenn man hier ließt was für ein Aufwand für AJT getrieben wird bei einem Jagdhund und was ich auf dem Hupla und den Feldern alle für Klagen über die eigentlich typischen Eigenschaften ihrer Hund lese/ höre, dann frag ich mich einfach: Ist das euer Ernst? Werdet ihr da echt dem Hund gerecht?
    Ich will einen Border, der soll nett Agi machen, aber das pöööse Tier hütet doch tatsächlich andere Hunde, darum musste wir zu Trainer XYZ und haben richtig trainiert, damit er damit aufhört!

    Ich hab einen BGS der Mantrailen soll, aber das Drecksvieh findet doch tatsächlich Wild derart interessant, dass ich den nicht ableinen kann, ausser ich hab immer ein Auge auf ihn....

    Och ich hab einen Hsh-mix, die sind so flauschig, aber irgendwie ist der so garstig zu Besuch....

    Es ist nunmal so dass Mixe oft weniger extrem in den rassetypischen Eigenschaften sind, kann doch keiner ernsthaft leugnen.
    Dass da natürlich gelegentlich ungünstige Mischung von Eigenschaften entstehen, bestreitet doch keiner.

    Okay, wenn das so ist Finger weg von Kelpi, Mali, Herder, Tervueren und Schafpudel.
    Dann vielleicht echt über den Pudel oder den guten Retriever nachdenken.
    Ich hab gestern auf der Americana einen supergenialen Pinscher kennen gelernt.
    Kernig, triebig, größenwahnsinnig.
    1Jahr aber Schneid für 10 und Trieb ohne Ende,.... :D

    Zitat

    Die hier so oft in meinen Augen überzogenen Auslastungvorstellungen ohne die Hund evtl schwierig wird, erinnern mich an die Kinder, die schon ab (oder noch besser vor) Geburt vollgestopfte Wochenpläne haben und zu echten Nervzwergen mit Daueraufmerksamkeitssydrom heranwachsen und als Erwachsene immernoch dauernd im Mittelpunkt stehen müssen. Ätzend!
    Artgerechte Auslastung bedeutet Zeit die maan investieren muss, wenn es einem aber Spaß macht hat es nichts mit lästiger Arbeit zu tun. Und nein bloß weil ein Lebenwesen viel arbeitet muss es nicht an einer Profilneeurose leiden, keiner der Hunde die ich kenne die dienstlich geführt werden, oder am Vieh sind überdreht und stehen immer im Mittelpunkt.


    Und nebenbei, viele Verhaltensweisen, die irgendeinem Spezialistentum und somit einer angeblich "schwierigen Rasse" zugeschrieben werden, sind schlicht und einfach mangelnde Grunderziehung! Aber "schwierige Rasse" hört sich besser an :D
    Was schließt man daraus? Mit Erziehung bekommt man alle vermeindlich unangenehmen Eigenschaften eines Hundes in den Griff ?

    LG


    Mach dir mal um meinen Gemütszustand keine Sorgen. ;)
    Ich lebe auch nicht für meine Hunde, das würde mein Job nicht zu lasssen, aber ich hab mir meine Hunde gezielt für den Job ausgesucht den sie jetzt machen.
    Was das vermeindlich elitäre angeht, so scheint es mir eher anderes herum, dass Hundehalter die eben einen Familienhund haben sich abgewertet fühlen und nicht dass Hundehalter mit Hunden mit Job sie diskriminieren.

    Ich schließe garnichts.
    Aber sich hin zu stellen und zu behaupten, es gäbe keine Hunde die etwas difiziler sind was Auslastung und Alltag angeht und behaupten es sei schlicht eine Frage der Erziehung, finde ich grenzwertig.
    Einem Jagdhund das Jagen ab zu trainieren ist nichts anderes als ihn zu brechen, denn man nimmt ihm einen elementaren Teil seines Wesens.
    Einem Hütehund das Hüten ab zu trainieren ist ebenso grausam in meinen Augen.

    Ich kann mit der: "Ich zieh mir einen Hund so hin, wie es mir passt, völlig unabhängig von seinen Anlagen"-Einstellung nicht umgehen, sorry.

    Jau genau, man bricht einen Hund so, dass er bequem in die gewünschten Lebensumstände passt und bloooß keinen Ärger macht, anstatt sich den richtigen Hund für die gegebenen Umstände zu suchen. *kotzsmilie suchen geht*

    Dumm nur dass es immer wieder Hunde gibt, bei denen es schief geht und die problematisch werden, ich lern genau die dann als Abgabehunde kennen.

    Nein, kein Hund braucht 24/7 Dauerbespaßung, dennoch ist es fairer sich den Hund zu suchen, dem man gerecht wird und dessen Eigenschaften eben passen, anstatt zwanghaft passend zu machen was nicht passt. :roll:

    Zitat

    :gut: :gut:

    Wobei mich auch noch interessieren würde, was das Wort "Fußhupe" eigentlich aussagen soll. Ist das was wo man drauftreten kann und dann quiekt es so lustig vor Schmerzen? Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu blöde, ich bin ja eine 0815 Hundehalterin und auch schon älter als 25.

    :explode:

    Ich amüsier mich köstlich, fällt das unter :
    Ich verdränge es, dass ein Lebewesen mehr Ansprüche hat, als meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
    oder unter
    Getroffene Hunde jaulen?

    Nein die Problemrasse gibt es in meinen Augen nicht, ABER
    1.es gibt Rassen die in falschen Umständen mehr Beeinträchtigung und Gefahren für die Umwelt mitbringen als andere.
    2. es gibt wohl individuelle Problemrassen für jeden Hundehalter, so wie es Traumhunde für jeden Hundehalter gibt.
    Meine Problemrassen sind wohl alle hochsensiblen Hütehunderassen :D