also ich kenne auch keine Orga die ihre Auslandshunde hier von TH zu TH schickt
Klar es gibt sie die Fälle wo die Hunde leider manchmal auch durch mehrere Pflegefamilien gereicht werden, das ist aber eine ziemliche Minderheit (ich würde mal sagen 2 von 50 Hunden vielleicht) alle anderen sind glücklich nach einmaliger PS vermittelt oder eben direkt.....
Allerdings sehe ich es mittlerweile schon auch kritischer was die Auslandshunde betrifft, mein alter Verein hat auf Sardinien gearbeitet, die haben die Hunde eingefangen, ins dortige TH gesteckt und von dort aus hierher vermittelt. Egal ob der Hund scheu/ängstlich etc. ist, einfach eingefangen und vermittelt, kostet es was es wolle. Das gign leider viel zu oft schief, diese Hund (zum Teil)e hatten/haben extreme Schwierigkeiten sich hier einzugliedern weil sie einfach seit Jarhen auf der Straße gelebt haben und jetzt auf einmal "eingesperrt" sein sollten..... so eine Kanditatin hatte ich auch als Pflegi hier, sie war zwar noch recht jung (ca. 1,5 Jahre alt) aber sehr sehr selbstständig und hat sich eher schwer integriert, sie genoss zwar das Warme und die Liebe unsererseits sehr aber draussen hat man schon sehr gemerkt wie selbstständig sie ist und eigentlich keinen Bock auf eine Unterordnung oder Ähnliches hat. Sie ist dann letzendlich auch der Endstelle 4 Wochen nach Vermittlung weggelaufen und bis heute nicht aufgetaucht. Ich denke, ein Hund wie sie wäre auf der straße besser aufgehoben gewesen, einfangen kastrieren, rauslassen und fertig. Sie wäre dann sicher keine 12 Jahre alt geworden aber vielleicht 6 oder 7 jahre und dass hätte sie so gelebt wie sie es eben geschafft hat. Klingt jetzt vieliecht hart aber wäre ideser Hund einfach kastriert auf Sardinien geblieben wäre sie jetzt vielleicht (oder eher sicher) noch am Leben und nicht irgendwo verschwunden in Deutschland weil sie sich nicht anpassen wollte/konnte.....
Jetzt bin ich für Rumänien tätig, dort ist die Sachlage ein kleinwenig anders..... die Hunde die hier her kommen sitzen zum Großteil (80%) sowieso schon im städtischen Tierheim vor Ort (das im Übrigen in keinster Weise mit einem deutschen TH zu vergleichen ist), die Optionen sind 1. Tod durch Mangelernährung/Kälte/Krankheit im Shelter. 2. Tod durch "Sanierung" der ansässigen Wärter wenn das Shelter voll ist und sonst keine "neuen Straßenköter" mehr aufgenommen werden können oder 3. die Vermittlung ins restliche Europa wo sie (sofern sie gut einschätzbar sind und man sie guten Gewissens vermitteln kann) eine Chance auf ein Leben haben...... Klar wird der ein oder andere von Tierschützern vor Ort auch mal von der Straße direkt in eine dort vorhandene Auffangsstation (privat) gebracht (Welpen, kleine Hunde usw.) die es sonst nicht schaffen würden aber der Großteil sitzt eben wie gesagt eh schon im Shelter ein und hat in Rumänien eigentliche keine Chance auf Vermittlung.....
Klar versucht auch mein Verein vor Ort etwas zu unternehmen, wir übernehmen Patenschaften für Kastrationen etc., wir spenden Futter für die Hudne die das Shelter nicht verlassen können (z.B. weil es nicht möglich wäre sie hier zu integrieren), wir haben 4 aggressiven, nicht vermittelbaren Hunden die Chance gegeben in die private Auffangstation zu kommen, wo es ein kleinwenig besser ist als im Tierheim direkt, dass wird durch Patenschaften finanziert da der Aufenthalt in dieser privaten Auffangstation nicht billig ist aber dadurch haben diese Hunde zumindest eine kleine Chance auf ein klein wenig besseres Leben, aber letztendlich ist auch das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein..... Solange die Menschen vor Ort nicht umdenken ist es eine endlose Spirale mit den Straßenhunden und deren Population und da denke ich halt schon, ok, warum nicht der ein oder anderen kleinen Seele die Chance auf ein liebes zuhause geben wenn die Optionen eigentlich gar keine Optionen sind......