Beiträge von Dreamy

    @Marula

    Mir sind die Argumentationen hier ehrlich gesagt allesamt zu pauschal. Als ob es nur Berlin Alexanderplatz und tiefste Taiga gäbe.

    Ich meine, das ist doch von so vielen Faktoren abhängig. Ein Hund mit einem großen Radius läuft schnell mal nen halben Kilometer weit weg, meine z.B. dreht selbst wenn sie einem Kaninchen hinterherhetzt nach wenigen Metern um. Bei uns hier liegt hinter dem nächstgelegenen Wald direkt eine Autobahn. Ist für meinen Hund irrelevant, aber bei der Hündin davor hätt ich mir zehn Mal überlegt, ob ich die da laufen lasse.

    Bei Bekannten auf dem Dorf ist der Hund mal beim Waldspaziergang abgehauen - Wald weit weg von der Straße - und ist doch überfahren worden, weil er zurück nach Hause laufen wollte. Da pauschal zu sagen - in der Stadt gefährde ich automatisch andere, wenn ich den Hund frei laufen lasse, in Wald und Feld nicht...nee. Klar, man kann das Risiko minimieren, wenn man in die absolute, absolute Pampa fährt (die es hier im dicht besiedelten Dtl. kaum noch gibt), wo nur jede halbe Stunde mal ein Auto vorbei kommt und wo es auch nix anderes gefährliches gibt. Aber ganz ehrlich, für sowas müsste ich hier seeeehr lange durch die Gegend tuckern, die Zeit hab ich beim besten Willen nicht. Das kann man weiterspinnen und letztendlich auf die Idee kommen, doch lieber gleich auf die Insel Helgoland zu ziehen...

    In meiner Heimatstadt (Kleinstadt) werden ab 18 Uhr abends die Bürgersteige hochgeklappt. Dann fühlt man sich wie in einer Westernstadt, weil absolut nix los ist. Alle paar Minuten sieht man vllt. mal nen Menschen, ein Auto hört man schon von weitem und kann rechtzeitig reagieren. Mein Hund läuft da abends selbst an der Hauptstraße frei. Und damit gefährde ich nichts und niemanden.

    Also vergleichst du ja jetzt doch?!? Na was denn nun...

    Also sorry, aber irgendwie fühle ich mich jetzt von dir veräppelt. Ich habe von Anfang an Gefahren auf beiden Seiten verglichen, aber eben NICHT bezogen auf den reinen Straßenverkehr, was du mir ja fälschlicherweise vorgeworfen hast. Nicht "Auto vs. Trecker" (natürlich schneidet das Auto da schlechter ab), sondern "Auto vs. Wolf/Wildschwein/Kreuzotter/Jäger whatever". Macht es nun Klick?

    Das Gefahrenpotential im Straßenverkehr ist dennoch um ein Vielfaches höher, als im Wald.... auch wenn du darauf bestehst, beides nicht miteinander verglichen zu haben, verstehe ich deine Argumentation grad nicht :???:

    Hm, mir ist nicht klar, was du daran nicht verstehst. Wenn Hund offline in einem Waldgebiet unterwegs ist, wo es viele neugierige Wölfe und Wildschweine gibt, ist das mitunter gefährlicher für ihn, als wenn er an einer Spielstraße in einer ruhigen Wohnsiedlung in der Großstadt über den Gehsteig zuckelt.

    Ja, das glaube ich auch, wobei es ja immer so ist - man sieht, was man weiß! Manche werden´s wohl trotzdem unspannend finden, aber ich bin sicher, dass der eine oder andere auf den Geschmack kommen könnte.

    Noch lebt er, ich kann dir seine Telefonnummer geben! Hab mich mit ihm auch besser verstanden als mit seinem Sohn. ^_^

    Hihi, und dann sage ich "Hallo, ich bin die XY. Und jetzt erzählen Sie mir alles, was Sie über Filme wissen!" :D

    @Mia2015

    Der Vergleich hinkt nicht, weil ich den Straßenverkehr von Stadt und Land überhaupt nicht miteinander verglichen habe. Ich wies lediglich darauf hin, dass es in beiden Fällen tödliche Gefahren gibt/geben kann.

    Es ist schön, wenn du im Wald noch keine Wildschweine getroffen hast. Das sind letztendlich aber eben auch nur deine Erfahrungen, nicht übertragbar auf die Allgemeinheit.

    Keiner weiß doch hier, wie der andere wohnt, wie der Hund drauf ist etc. Deswegen finde ich pauschale Urteile hier einfach unangebracht.

    Ich habe mal einen Hausarbeit über die ersten 15 Minuten des Films "Short Cuts" geschrieben (in irgendeinem Seminar an der Uni). Geholfen hat mir dabei ein ehemaliger DEFA-Dramaturg (Hans-Joachim Wallstein, falls das jemanden interessiert), mit dessen Sohn ich zu der Zeit zusammen war.
    Das war soooo spannend. Was der mir alles erklärt hat. Irre.

    NEID!!! :ugly: :lol: :gott:

    Zitat

    Ich glaube, bei solchen Filmen wie denen von Hitchcock kann es helfen, ein bisschen über Filmhandwerk zu wissen.

    Ja, absolut. Es scheint leider heutzutage auch fast Standard zu sein, dass viele junge Leute mit älteren Filmen so ihre Schwierigkeiten haben. Da mangelt es häufig am Konzentrationsvermögen, weil sie nur an Filme gewöhnt sind, in denen nicht viel Zeit in den Aufbau der Atmosphäre und Figuren gesteckt wird. Generell lassen sich Filme heutzutage nur wenig Zeit, um sich bloß die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erhalten. Die Lehrer in meiner Familie bestätigen mir das auch immer wieder. Zuletzt mit "Denn sie wissen nicht was sie tun"...allgemeiner Tenor der Klasse "Ist das langweilig!". Oder der Vorschlag, "A Hard Day's Night" mit den Beatles zu gucken..."Beatles, wer ist das denn?" Erschreckend.

    Ich wäre unter anderem mit “Das Fenster zum Hof“ dabei.. mehr als eine halbe Stunde lang angesehen. Vielleicht sogar eine Stunde. Nix passiert. Nicht auch nur annähernd. Sorry, wie das ein großartiger Film sein soll... :ka:

    Es ist ein großartiger Film. Sogar einer meiner Lieblingsfilme und sicher einer der besten von Hitchcock überhaupt. Ist jetzt aber auch die Frage, ob du das 1954er Original mit James Stewart oder das Remake mit Christopher Reeve (das lange nicht ans Original heranreicht!) gesehen hast...

    Bedeutet das, dass dein Hund ohne Leine in fremden Vorgärten herumrennt? :???:

    Selbstverständlich nicht. Sie würde gern, weil sie es spannend findet. Weiß aber, dass sie es nicht darf und lässt es daher (und falls sie das doch mal vergisst, reicht ein Nein aus).

    @Angel21

    Zitat

    Ich verstehe ehrlich nicht wie man im Wald spazieren gehen mit einem ungesicherten Spaziergang an einer viel befahrenen Straßen vergleichen kann

    Ähm...wo steht das gleich noch mal...? In meinem Post jedenfalls nicht. Ein paar Seiten vorher schrieb ich schon, dass mein Hund nur an mir bekannten Ecken frei läuft, in der Nähe von wenig befahrenen Straßen sowie in 30er Zonen und Sackgassen. An einer viel befahrenen, vielspurigen Straße käme mein Hund niemals von der Leine. Dass manche hier eine etwas eindimensionale Vorstellung von "Großstadt" zu haben scheinen, dafür kann ich ja nix. ;)

    Eine Sache verstehe ich nicht ganz. Wie wir ja hier gelernt haben, ist ein Tier unberechenbar. Wenn das für einen Hund gilt, der an Straßen läuft, dann sicherlich auch für einen, der im Wald spazieren geht. Hundert Mal geht es gut, dann wittert Hund ein Wildschwein, schießt los, Wildsau wehrt sich, Zack, Hund ist tot. So schnell kanns gehen. Warum gehen manche hier dieses Risiko ein und lassen den Hund in der Natur nicht immer an der Leine...?

    Und bevor es heißt, dass die Qualität des Spaziergangs in der Natur das Ableinen gegenüber dem Bewegen in der Stadt rechtfertigt: Nein, das kann man nicht verallgemeinern. Mein Hund z.B. liebt Städte, paradoxerweise habe ich sogar den Eindruck, dass sie Häuser, Treppen und Vorgärten interessanter findet als Feld, Wald oder Meer. Ich würde ihr wirklich viel an Lebensqualität nehmen, wenn sie in der Stadt immer angeleint sein müsste. Hinzu kommt, dass ich nicht die Zeit und Möglichkeit habe, ständig raus aufs Land zu fahren. Hundeausläufe sind für meinen Hund aber ein absoluter Albtraum, geht also auch nicht. Würde man nach einigen hier gehen, wäre dieser Hund also dazu verdammt, 90 % aller Spaziergänge nur an der Leine zu verbringen.


    - ruhig 'vorbelastete' Rassen hinsichtlich der Gesundheit, es sollte nur genug Züchter geben, welche auf die Gesundheit achten.

    Der Punkt hier stimmt mich ehrlich gesagt traurig. Ich weiß ja nicht, was du unter "vorbelastet" verstehst, aber: Wenn eine Rasse gesundheitlich wirklich schlecht dasteht, sei es wegen hochgradiger Inzucht, verkrüppelter Anatomie etc., dann bringt dir da ein "Züchter, der auf die Gesundheit achtet" im Endeffekt rein gar nichts, denn der setzt unweigerlich auch wieder Hunde aus anderen Zuchtstätten ein, die wiederum auch wieder andere Hunde in den Stammbäumen haben usw. Erinnert mich so ein bisschen an die Argumente aus der Mopsecke, dass das schon ok wäre, so lange man von einem Züchter kauft, der auf "Gesundheit" wert legt. Nein, ist es nicht. Ich kann euch daher nur raten, die Gesundheit an die erste Stelle bei der Rassewahl zu setzen. Ein kranker Hund ist KEIN Spaß.