Mir sind die Argumentationen hier ehrlich gesagt allesamt zu pauschal. Als ob es nur Berlin Alexanderplatz und tiefste Taiga gäbe.
Ich meine, das ist doch von so vielen Faktoren abhängig. Ein Hund mit einem großen Radius läuft schnell mal nen halben Kilometer weit weg, meine z.B. dreht selbst wenn sie einem Kaninchen hinterherhetzt nach wenigen Metern um. Bei uns hier liegt hinter dem nächstgelegenen Wald direkt eine Autobahn. Ist für meinen Hund irrelevant, aber bei der Hündin davor hätt ich mir zehn Mal überlegt, ob ich die da laufen lasse.
Bei Bekannten auf dem Dorf ist der Hund mal beim Waldspaziergang abgehauen - Wald weit weg von der Straße - und ist doch überfahren worden, weil er zurück nach Hause laufen wollte. Da pauschal zu sagen - in der Stadt gefährde ich automatisch andere, wenn ich den Hund frei laufen lasse, in Wald und Feld nicht...nee. Klar, man kann das Risiko minimieren, wenn man in die absolute, absolute Pampa fährt (die es hier im dicht besiedelten Dtl. kaum noch gibt), wo nur jede halbe Stunde mal ein Auto vorbei kommt und wo es auch nix anderes gefährliches gibt. Aber ganz ehrlich, für sowas müsste ich hier seeeehr lange durch die Gegend tuckern, die Zeit hab ich beim besten Willen nicht. Das kann man weiterspinnen und letztendlich auf die Idee kommen, doch lieber gleich auf die Insel Helgoland zu ziehen...
In meiner Heimatstadt (Kleinstadt) werden ab 18 Uhr abends die Bürgersteige hochgeklappt. Dann fühlt man sich wie in einer Westernstadt, weil absolut nix los ist. Alle paar Minuten sieht man vllt. mal nen Menschen, ein Auto hört man schon von weitem und kann rechtzeitig reagieren. Mein Hund läuft da abends selbst an der Hauptstraße frei. Und damit gefährde ich nichts und niemanden.