Beiträge von Dreamy

    Der gute Mann wurde gefilmt! Wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, über diese Angelegenheit aufzuklären. Aber vermutlich wollte er es sich mit den Haltern brachycephaler Rassen nicht verscherzen, spülen ja immerhin ordentlich Geld in die Kassen.

    Mal abgesehen davon kann man operativ durchaus einiges machen, Kürzung des Gaumensegels, Vergrößerung der Nasenlöcher etc.

    ich habe es schon oft so gelesen und könnte mir vorstellen, dass es daran liegt, dass Zwergrassen im Verhältnis zum Körpergewicht mehr fressen (und vielleicht auch trinken) als große Rassen und dadurch die Verdauung aktiver sein muss.Wie lange hält ein erwachsener Zwerghund denn sein Pipi aus wenn es sein müsste, kann das jemand beantworten?

    LG
    Sabine

    Meine Hündin (unter 3 kg) hält bei reiner Nassfütterung tagsüber gut 6-7 Stunden und nachts bis zu 14 Stunden ein.

    Und was machst Du, wenn Deine Eltern die Frechheit haben, im Verlauf der vorgenannten 20 Jahre ungefragt zu sterben, ohne Dir ein Vermögen zu hinterlassen?Oder wenn die KV den Vertrag kündigt, weil der Hund zu kostenintensiv geworden ist und Dich aus dem gleichen Grund keine andere Versicherung mehr nimmt?

    Bereitschaft bedeutet für mich, dass ich alles in meiner Macht stehende unternehme, um der Verantwortung nachzukommen, die ich für meine Hunde übernommen habe. Wer glaubt, den ultimativen Plan für eine lebenslange finanzielle und soziale Absicherung zu haben, sollte ein Buch darüber schreiben. Es wird bestimmt reißenden Absatz finden. ;)

    Du hast meinen Post irgendwie nicht verstanden...

    Das klingt total gut, ist aber meiner Meinung nach auf ein ganzes Hundeleben gesehen total unrealistisch.Einer meiner Hunde ist fast 20 Jahre alt geworden und solche Zeiträume kann man schlicht und ergreifend nicht zuverlässig planen.

    Lebensumstände ändern sich, die Bereitschaft, alles für seine Hunde zu tun, damit sie ein gutes Leben haben, ändert sich nicht. Und genau darauf kommt es mMn an.

    Inwiefern ist das jetzt konträr zu dem, was ich geschrieben habe? Wenn der eine Plan in absehbarer Zeit nicht mehr in Frage kommt, muss ich mich halt entsprechend umorientieren und -planen. Die Bereitschaft "alles zu tun" nützt ohne eine finanzielle Sicherheit im Rücken (Versicherung, Familie etc.) leider gar nichts.

    Da stimmen wir absolut überein, Dreamy.Aber hier wird von einigen unterstellt, dass nur finanziell abgesicherte Menschen verantwortungsvolle Hundehalter sein können und genau gegen diese Vorverurteilung wehre ich mich.

    Ich denke, es geht einfach darum, einen Plan B für den Notfall zu haben. Sprich, eine abgeschlossene Krankenversicherung, Verwandte/Freunde können einspringen usw. Problematisch wird's für mich dann, wenn es nichts dergleichen gibt, man also von Anfang an bewusst das Risiko in Kauf nimmt, den Hund im Fall der Fälle leiden lassen zu müssen.

    Zitat

    In meinem Umfeld gibt es eine ältere Dame, die eine kleine Rente hat, von der sie nicht leben kann, und die deshalb Aufstockung vom Amt bekommt. Sie hat keine Familie, ihr Mann ist verstorben, sie sitzt den ganzen Tag alleine zu Hause. Das Einzige, was ihrem Leben Sinn und Struktur gibt, ist der Hund, den sie sich vor einigen Jahren aus dem Tierschutz geholt hat.


    Und so einem Menschen willst Du nun allen Ernstes erzählen, dass es verwerflich und egoistisch ist, einen Hund zu halten? Egoistisch bedeutet doch, in erster Linie das eigene Wohl im Auge zu haben, ohne ein Gefühl für seine Mitmenschen zu haben, oder? Ich finde, dass solche Statements nicht sehr weit von genau dem Vorwurf entfernt sind, der den Verlierern unserer Gesellschaft gemacht wird. Und genau das ist etwas, was ich in der Tat verwerflich finde.

    Schwierige Thematik, aber: Tierhaltung ist immer egoistisch. Deine Darstellung oben betrachtet schlichtweg nur eine Seite der Medaille, nämlich dass der Mensch vom Hund profitiert. Umgekehrt muss aber nun mal auch die medizinische Versorgung des Hundes sichergestellt sein. Wenn dem nicht so ist und es sich dabei vor allem um einen dauerhaften Zustand handelt, dann ist die Haltung dem Tier gegenüber einfach unfair. Das klingt hart, ja, aber ganz nüchtern betrachtet wäre alles andere verantwortungslos.

    Aber diese Einstellung hat doch wirklich rein gar nichts damit zu tun, dass man empathielos wäre, kein Mitleid mit der alten Frau hätte, sie verurteilen würde o.ä. Man kann auf menschlicher Ebene durchaus Mitgefühl und Verständnis für das Verhalten und das individuelle Schicksal eines Menschen haben und auf der rationalen Ebene dennoch zu einem konträren Schluss kommen.

    Ich pack das mal in den Spoiler, weil es ja eigentlich nix mehr mit der Sendung zu tun hat...

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    Ich frag mich, warum Leuten, die es nicht ok finden, wenn die Tiere die finanziellen Probleme der Halter ausbaden müssen immer unterstellt wird, sie hätten keine Ahnung vom Leben, oder davon, dass das Schicksal ein Arschloch sein kann. :???:

    Tiere sind für viele eine große Bereicherung und Stütze, und ja, wenns nach mir ginge gäbe es für Mittellose eine Haustierpauschale oder sonstige Hilfen.

    Gibts aber häufig nicht. Und ich betone nochmal, wenn kein Geld da ist sein Tier behandeln zu lassen oder die Art der Behandlung nicht nach Notwendigkeit, sondern nach dem Geldbeutel entschieden wird, dann bezahlt das Tier dafür!
    Ist es fair, dass Leute Vollzeit arbeiten und nichts übrig bleibt? Nein. Ist es etwa deshalb ok, sich ein Tier anzuschaffen, das im Zweifelsfall der Leidtragende ist ??

    Ich fand das von @Jessica83 in dem anderen Thread sehr schön formuliert, das Geld auch nur eine Ressource ist!
    Typisch DF: Hier würde keiner einem der täglich 10h arbeitet sagen "klar, schaff dir nen Hund an, ist ja schließlich nicht deine Schuld, dass du soviel arbeiten musst!"
    Und ja. Wenn ich seit 5 Jahren nen Hund habe, plötzlich allein dastehe und 10 Stunden am Tag ackern muss, ok, dann betreibe ich Katastrophenmanagment und hoffe auf ne Lösung. Finde ich mittelfristig keine, würde ich über eine Abgabe nachdenken, und ich würde behaupten, das fänden alle hier total angemessen.

    Dem schließe ich mich komplett an.

    Es gibt natürlich immer mal einen Ausreißer, aber Spitze - die deutschen Spitze, bei den anderen Spitzrassen kann das ganz anders aussehen - sind ja nun eigentlich ein Paradebeispiel für nicht-jagende Hunde. Das steht nicht umsonst in jedem Rassestandard drin und deckt sich auch mit so ziemlich jeder Erzählung, die ich über anderer Leute Spitze gelesen/gehört habe.Natürlich kann man es sich auch hier selber versauen, wenn man den Jagdtrieb von klein an fördert, aber ein (ernsthaft) jagender Spitz ist wirklich selten und entspricht eigentlich auch nicht dem Rassestandard.
    Die wurden nicht umsonst schon vor über 100 Jahren darauf selektiert.

    Ausnahmen sind die Japanspitze, die zwar keine sind aber zb zum selben Verein wie die deutschen Spitze gehören. Die bringen wohl durchaus immer wieder ne ordentliche Ladung Jagdtrieb mit. Prinzipiell ist es aber auch hier nicht erwünscht.

    Bei Züchtern der IG Spitze finden sich z.B. mehrere Hunde (keine Japanspitze), die in Wald und Flur z.T. nicht von der Leine können. Wie schon geschrieben, ich denke auch, dass die meisten Spitze diesbezüglich eher unkompliziert sind. Verlassen kann man sich darauf aber bei einem Welpen, egal welcher Rasse, letztendlich nie.