Beiträge von Dreamy

    Na, dann musst du aber eine recht selektive Wahrnehmung haben. Klar wird es diskret gemacht, aber riechen kann man es, wenn man in die Ecke der Schosshunde geht. Wirf mal einen Blick in die Frisierköfferchen....

    Meine Sinne funktionieren ausnehmend gut. Wie bereits im vorigen Post erläutert, halte ich mich hauptsächlich bei den Pudeln auf, nicht bei den "Schoßhunden" (was auch immer du darunter verstehen magst). Wie das Sprayen bei manch anderen Rassen gehandhabt wird, kann ich daher nicht beurteilen.

    Also ich halte mich auf Ausstellungen ja nun grundsätzlich einige Zeit in der Pudelecke auf...gestunken hat es da noch nie |) )

    Der Einsatz von Haarspray ist schon seit einigen Jahren offiziell verboten. Kann gut sein, dass sich manch einer nicht dran hält, ich habe jedenfalls seit Bestehen des Verbots noch niemanden auf einer deutschen Ausstellung sprayen sehen. Anders sieht es z.T. im Ausland aus.


    Wobei auch hinter einem Nebenherläufer sau viel Arbeit steckt, sollte dazu gesagt werden.

    Nicht zwangsläufig. Es gibt auch Hunde, die von Welpe an einfach nur unkompliziert sind und es auch bleiben. Meine Hündin ist so eine. Die läuft meist ohne Leine, entfernt sich nie weit von mir, pöbelt nicht, kläfft nicht und gehorcht (meistens). Und dafür brauchte es echt nicht viel, bis auf das Thema allein bleiben musste ich in diesem Hund nie wirkliche Erziehungsarbeit stecken, die ist von Natur aus einfach so. Und ich genieße es! Wenn ich sehe, wie viel andere teilweise mit ihren Hunden trainieren müssen, um die auch nur halbwegs so alltagstauglich zu bekommen, wie dieser Hund es schon von Anfang an war, dann möchte ich wirklich unter keinen Umständen tauschen.

    Auch zukünftig möchte ich keinen Hund, der mich vor zig Herausforderungen stellt und mir graue Haare wachsen lässt...ich glaube, ich bin wohl einfach der Typ für die problemlosen und einfachen "Mitläuferhunde", weil sie so wunderbar in mein Leben passen :-)

    8 Stunden finde ich happig. Ohne Betreuung würde ich mir unter den Voraussetzungen keinen Hund holen.

    Meine Hündin möchte tagsüber im Schnitt nach 6 Stunden nach dem letzten Spaziergang und Fressen wieder raus, weil sie dann muss. Manchmal auch erst nach 7 Stunden. Bei 8 h zzgl. Anfahrtsweg müsste sie dann aber jeden Tag gute 1-2 Stunden anhalten. Wie ginge es dir selbst dabei, wenn du dringend auf Toilette müsstest, aber nicht darfst? Auf Dauer ist das einfach nicht gesund und für den Hund - aus meiner Sicht - eine Quälerei.

    Nun verstoffwechseln Hunde unterschiedlich schnell und es mag den ein oder anderen geben, der wirklich erst nach 8 Stunden muss. Darauf verlassen kann man sich bei der Anschaffung aber eben nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass auch das alleine sein an sich für den Hund ein Problem darstellen kann. Meine Hündin hat, mit wirklich viel Training, gelernt, gute fünf Stunden allein zu sein. Mehr würde ich ihr aber nur in Ausnahmefällen zumuten wollen, da sie in der Zeit nicht einfach ihr Ding macht oder in Tiefschlaf fällt, sondern immer mit einem Auge und Ohr bei der Tür ist und wartet, dass ich zurück komme. 100 % entspannt ist sie nur, wenn ich da bin. Auch hier ist es wieder stark typ- und charakterabhängig, ob der Hund sowas gut mitmacht oder nicht.

    Darum würde ich dir in deiner Situation nur dann zu einem Hund raten, wenn du eine zuverlässige Betreuung organisieren und finanzieren kannst.

    Ein Jack Russell passt hier wirklich gar nicht. Das sind sehr aktive und passionierte Jäger, die schon Hundeerfahrene erziehungstechnisch vor eine Herausforderung stellen.
    Guckt euch mal die Gruppe der Bichons näher an. Havaneser, Coton de Tulear, Bichon Frise etc.

    Zum Garten: Ich verstehe ehrlich gesagt immer noch nicht die Beweggründe dahinter. Was soll der Hund in einer Garage oder mit Stroh ausgelegten Hütte, wenn er im Haus sein Körbchen hat und dort auch nachts schläft? Bitte vergesst diese Idee ganz schnell. Gerade die typischen Begleithunde aus der oben genannten Gruppe werden absolut keine Freude daran haben, allein im Garten zu sein.

    Nicht jeder Tierheimhund ist eine Wundertüte. Oftmals werden auch liebe, verträgliche Hunde abgegeben, weil das Herrchen verstorben ist oder ein Kind plötzlich eine Allergie entwickelt hat.

    Nur - solche Hunde muss man bisweilen suchen. Ebenso gibt es für Welpen von seriösen Züchtern oft Wartelisten, die stehen also nicht ständig zur Verfügung. Ihr solltet daher mit dem Zeitpunkt der Anschaffung etwas flexibler sein.

    Du kannst einen Hund, der ansonsten ganz selbstverständlich mit im Haus lebt, nicht vormittags aussperren. Das funktioniert nicht, bei einem Welpen schon gleich drei Mal nicht. Vor allem, was soll der da im Garten machen? Ihr solltet euch schon mit dem Gedanken anfreunden, den Hund dauerhaft im Haus leben zu lassen.

    Ansonsten würde ich von einem Welpen ab und zu einem bereits ausgewachsenen, kleineren Hund raten, der souverän und gechillt im Umgang mit Kindern ist. Bis ein Welpe stubenrein ist und ein paar Stunden zuverlässig allein bleibt, braucht es meist mehr als nur ein paar Wochen. Da ist es mit mal kurz zwischendurch vorbei gucken durch den Schwiegervater leider nicht getan.

    Ihr solltet euch im Klaren darüber sein, dass in erster Linie IHR die Verantwortung für den Hund tragt. Ein Kind kann das noch nicht. Und es ist absolut nicht unwahrscheinlich, dass sich der Hund am Ende mehr an dich oder deinen Mann hängt und mit den Kindern nicht so viel anfangen kann.

    wow, ihr seid wirklich so fleißig im Antworten und so hilfsbereit, vielen Dank dafür :)

    Ridgebacks finden wir auch unglaublich schön, sind allerdings dem ausgeprägten Jagdtrieb glaube ich noch nicht gewachsen. alle Hunde, die regelmäßig zum Frisör müssen, sind glaube ich nichts für uns :)

    Mit dem Entlebucher Sennenhund habe ich auch mal geliebäugelt, gibt es dazu noch mehr Einschätzungen?

    Ein Labrador steht glaube ich bei allen Anfängern mal auf der Liste.:) tolle Hunde, allerdings wäre es mir da wichtig einen aus einer Zucht zu nehmen, die auf einen schlankeren Körperbau achten (arbeitslinie nennt sich das so wie ich das verstanden hab, richtig?) - hat hier jemand einen Züchtertipp in Mannheim und Umgebung?

    Hunde aus der Arbeitslinie sind nicht einfach nur schlanker, sondern in der Haltung auch deutlich anspruchsvoller als die Showlinie. Einen AL-Labrador sehe ich bei dem, was ihr euch vorstellt, gar nicht. Ihr habt im Grunde ganz normale Ansprüche, die so ziemlich jeder gesunde Hund, der nicht zu groß und massig ist, erfüllen kann. Von daher braucht ihr ganz gewiss keinen Spezialisten oder einen Hund mit ausgeprägtem Arbeitsbedürfnis.

    Ich fände hier einen Entlebucher, Mittelschnauzer oder SL-Labrador ganz passend.

    Zitat

    Ich fasse mal zusammen: nach eurem vielen Input stehen aktuell Dalmatiner, Labrador und entlebucher sennenhunde in der Auswahl. :) wobei die ersten beiden Rassen mittlerweile ziemlich anfällig sind, was Gelenke usw. angeht, das heißt, da würden wir uns mal nach wirklich wirklich guten Züchtern schlau machen.

    Hat jmd noch Tipps? hab ich was vergessen?

    Mal abgesehen davon, dass ich persönlich keine Zucht unterstützen würde, die wegen hirnrissiger optischer Präferenzen bewusst taub geborene Welpen in Kauf nimmt, sind beim Dalmatiner weniger die Gelenke das Problem, sondern eher die Neigung zu Harnsteinen, Epilepsie, Allergien und Hautproblemen. Aufgrund einer angeborenen Stoffwechselstörung müssen Dalmatiner zudem purinarm ernährt werden.