Beiträge von aussiemausi

    Hallo liebe Foris, ich habe jetzt schon den ganzen Morgen hier mitgelesen und möchte doch jetzt etwas dazu sagen.
    Ich bin 24 und Studentin im letzten Semester. Ich gehe nicht studieren, um später zuhause zu sitzten, allerdings ist mein zukünftiger Beruf (so denke ich mir das!) durchaus sehr vorteilhaft, denn ich werde Lehrerin.


    Mein großer Traum, wieder einen Hund zu haben, hab ich mir im August 2008 erfüllt. Es ist ein kleines Aussie-Mädchen und ich würde sie nie wieder hergeben.


    Mein Aussie-Mädchen hat mit dem Allein sein kein Problem. Zwar könnte sie jeder Zeit (zumindest meistens) zu meinen Schwiegereltern, sie verbringt die Zeit, in der ich nicht zuhause bin aber lieber in ihrer Box oder auf ihrer Couch und schläft.
    Kaput gemacht hat sie einen Schuh und eine Zeitschrift aus der Sammlung meiner Schwiegermutter.
    Wenn ich aber nach Hause komme, ist HighLife in der Keksdose, dann wird sich gefreut wie Harry und erstmal ordentlich gekuschelt und gespielt.
    Es ist soooooo schön nach Hause zu kommen. :D


    Ein Aussie ist immer eine Überraschung. Keiner gleicht dem anderen, jeder ist irgendwie anders. Eine generelle Aussage über den Aussie lässt sich (so meine Meinung) nur sehr schwer fällen.


    Meine Cheyenne ist kein Kläffer, sie ist bereits mit 5 Monaten mit mir in die Uni gegangen, hat lieb unter der Bank gelegen (eventuelle Störungen habe ich vorher mit dem Dozenten besprochen-war garkein Problem).
    Ein Aussie muss auch nicht unbedingt ein "Kläffer" sein, wenn er bellt. Ein Aussie spricht und sagt dir genau, was er will und was los ist. Wenn man ihnen richtig zuhört, dann kann man sich mit ihnen unterhalten.


    Mein Aussie ist zufrieden und ausgelastet mit Unterordnung und Agility (befindet sich in den Anfängen), die BGH-Prüfung werden wir im nächsten Monat ablegen.


    Woran ich erkenne, dass sie zufrieden und ausgelastet ist? Naja, wenn sie das nicht wäre, würde sie wohl kaum gerade auf der Terasse in der Sonne liegen und gemütlich vor sich hin schlummern, sie würde wohl kaum mit dem gesamten Hinterteil wackeln, wenn sie mich kommen sieht, sie würde wohl kaum ein so ausgeglichener Hund sein.


    Das ein Aussie "unbedingt" ans Vieh muss, dem kann ich nicht zustimmen. Nicht jeder Aussie hat diesen Drang. Man muss aber immer damit rechnen und gegebenenfalls darauf reagieren und mit dem Hund gemeinsam einen geeigneten Weg finden.
    Und genau das ist das Stichwort: Gemeinsam, denn wenn man sich für einen Aussie entscheidet, dann muss man ihn so nehmen wie er ist, mit allen Nachteilen aber auch mit allein Vorteilen!


    Wenn ein Aussie in das Familienleben integriert wird, dabei sein kann, geliebt und geachtet wird, dann ist er ein toller Familienhund.
    Wird er das nicht, dann vereinsamt er und macht Probleme. Ein Aussie gehört nicht in den Zwinger, ein Aussie gehört unter den Couch-Tisch!


    (Jegliche Diskussionen über "artgerechte Haltung" sind sinnlos, denn dann müssten wir bei Adam und Eva anfangen!)


    Ein Aussie ist Arbeit, ein Aussie bedeutet aufmerksam und achtsam zu sein, ein Aussie bedeutet, sich auf etwas einzulassen.
    Ein Aussie bedeutet aber auch unendliche Liebe und Hingebung, Treue und ganz viel Spaß.


    Es macht mir nichts aus, Morgens um 6 mit ihr in den Wald zu gehen, mit ihr zu Arbeiten und zu spielen, oder sie einfach mal nur selber stromern zu lassen.
    Es stört mich nicht, bei Schnee und Regen oder Hitze auf dem Hundeplatz zu stehen und mit ihr zu trainieren und es stört mich nicht, dass sie mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt hat.
    Und ich finde es toll, dass sie mich dazu bringt, wieder regelmäßig zu joggen und Fahrad zu fahren.


    Wenn man den Aussie (und eigentlich generell jeden Hund) als Herausforderung und Ausgleich sieht und nicht als Verpflichtung, dann steht einer lange Freundschaft nichts im Wege.


    Ich finde es toll, wie schnell sie lernt, wie sie alles aufnimmt, was sie alles in kürzester Zeit umsetzten kann. Leider aber auch schnell meine Führungsfehler übernimmt.


    Mit einem derart sensiblen und schlauen Hund entwickelt man ein völlig neues Ich-Empfinden. Plötzlich merkt man, wie abweisen vielleicht eine bestimmte Körperhaltung wirklich ist. Mein Hund hat mir im Studien-Bereich Personlamanagement viel geholfen zu verstehen und wird mir in meinem Beruf als Lehrerin wohl immer ein Hilfe sein.


    Mein Aussie, ist (nach unserem Familienhund-da war ich 9) mein erster Hund. Ich hatte kein Erfahrung mit dieser Hunderasse, ich habe mich damit beschäftigt, mich einlernen lassen, mich darauf eingelassen und bin soooo glücklich!
    Irgendwann ist immer das erste Mal.


    Ich kann nur sagen, dass ich meine Entscheidung nie und nimmer bereuen werden und ein zweites Mädchen schon in meinen Träumen spukt.


    Aussies sind toll, einfach nur toll!


    Aber die Entscheidung sollte dennoch gut überdacht sein!


    P.S. Ich beziehe das hier nur auf den Aussie, denn ich bin vom Aussie-Fieber gepackt. Stört euch also bitte nicht an meinem überschwänglichen Schreibstil.
    Für mich ist der Aussie einfach nur ein genialer Hund und meine Maus das Beste was mir jemals passiert ist!


    ABER: meine Schwiegereltern haben eine mitlerweile 17 Jahre alte Husky-Labrador-Dame und unser erster Familien-Hund war ein Briard. Es gibt unheimlich viele tolle Hunde(rassen).
    :D :D :D


    EDIT:
    Was ich undebingt noch sagen wollte. Man sollte einen Aussie nie überschätzen, sonst kann man sich auch ganz schnell einen hibbeligen kleinen Nerv heranziehen. Ein Aussie muss lernen, sich zu langweilen und Ruhe zu geben!