Beiträge von lotuselise

    Ich glaube, dass der Erziehungsstil eng mit der persönlichen Einstellung des HH zum Hund zusammenhängt.

    Von "die Töle hat gefälligst zu spuren" bis "ich wünsche mir, dass der Hund einen Befehl für mich gerne ausführt".

    Mir ist es ehrlich ziemlich egal, ob jemand mit einer "ne Watschn hat noch nie geschadet - Einstellung mich abfällig als Wattebauschwerfer tituliert.

    Wenn ich z.B. rufe "Anschnallen" und Hundi läuft mir entgegen, weil sie weiß ich leine sie gleich an, dann ist mir das eben lieber als ein Hund, der mit eingezogenem Schwanz daher trottet. Das ist unser Verhältnis und ich fühle mich wohl, Hundi denke ich auch.

    Das ist es was für mich zählt.

    Trotzdem kann ich sie mal stupsen um sie aus dem geistigen Hundenirvana zurückzuholen und ich kann auch grantig werden z.B. wenn ich schon "Nein" rufe und sie sich trotzdem noch dreimal weiter in was Stinkendem wälzt und dann erst kommt. Dann schleimt sie mich regelrecht an und will gut Wetter machen.

    Grantig ist eine Strafe für sie und ich bin froh, dass die ausreicht. Anders möcht ich es eigentlich nicht haben.....

    Wenn ich diesem Hund öfters begegnen würde, würd ich glaub ne Rappeldose mitnehmen und ihm vor die Füße pfeffern. Beim Anspringen allgemein das Knie hochziehen.

    Angst zu haben ist was ganz ungutes, denn da riecht der Hund förmlich seinen Erfolg. Du musst es irgendwie hinbekommen, dass Dein Beschützerinstinkt für Deinen Hund die Angst besiegt....

    Es klingt halt unglaublich streng, wenn Dein Hund entweder rumläuft oder immer auf dem gleichen Liegeplatz liegen soll / muss. Schon alleine deshalb, weil Hund beim Liegen auch Abwechslung haben will: Vor der Heizung, wenn es ihm kalt ist weil er noch nass ist. Auf kühlen Fliesen weil es ihm zu warm ist. Mal lieber weich und kuschelig, mal lieber auf hartem Untergrund.

    Was hat denn die Trainerin gesagt? Ist er ein echter Kontrollfreak?
    Was waren ihre Gründe zur Zuweisung dieser einen Decke im Gegensatz dazu einzelne Zonen im Haus zur Tabuzone zu erklären z.B. vor der Haustüre oder auf der Treppe`??

    nein, wir haben keinen eigenen Thread.

    Aber ich werd es nie vergessen als wir sie abgeholt haben. Die Taschen voller Leckerlies, zwei Hunde draußen und unsere. Alle kamen betteln, nur eine nicht. Sie hat sich ins hinterste Eck des Gartens verkrümelt.

    Wir haben den Vertrag fertig gemacht und das Hundi wurde wohl das erste Mal in ihrem Leben in ein Geschirr gepackt. An der Leine mitgehen, ne. Wir haben sie zum Auto getragen, dort kurz runtergesetzt und sie wollte sich unterm Auto verstecken. Hat vor Angst einen Bobbel hinterlassen. Sie tat mir so leid.

    Dann sind wir über 300 km nach Hause gefahren und im nachhinein würd ich sagen ich war fast ein ganzes Jahr damit beschäftigt die Angstnase aus der Reserve zu locken.

    Ich kann mich noch daran erinnern wie die ganze Familie völlig frustriert am Esstisch saß. Jeder wollte ihr eine Freude machen und mit ihr gehen, aber sie hatte keine Freude daran, totale Verweigerung. So langsam, Schritt für Schritt haben wir uns die Umwelt erarbeitet. Es hat ganz schön lange gedauert, bis sie das erste Mal unbeschwert über ne Wiese hüpfte.

    Nur ab und zu gibt es noch Ungeheuer, die uns bedrohen. Aber dann reicht es, wenn ich sie einfach im Abstand sitzen lasse und voraus gehe.

    Am längsten dauert es bis heute bei den Menschen. Es gibt nach wie vor sehr wenige, die sie anfassen dürfen. Dort sind die Fortschritte noch kleiner. Aber auch da lernt sie dazu. Eine Bedienung, die einen kleinen Teller Schinken hinstellt, darf sie zwar nicht anfassen, aber sie knurrt auch nicht mehr, wenn der leere Teller weggeräumt wird. Dann bin ich stolz wie Oskar auf sie, wohl manchmal über Dinge, für die mir ein anderer HH nen Vogel zeigen würde.

    Macht aber nichts, sie ist es wert, sie ist ein toller Hund geworden, der für jeden Blödsinn zu haben ist.....

    Ich kann Dir dazu nur vom Menschen was schreiben, da ich es bei der Tochter einer Freundin mitbekommen hab.

    Grundsätzlich werden die Epilepsiemedis ein- und ausdosiert. Das Eindosieren entspricht dabei der Einstellung bis zur maximalen Dosis. Entweder es hilft oder es hilft nicht, dann wird wieder ausdosiert. So einfach absetzen geht nicht.

    Zum Thema MRT. So wirklich viel bringt es nicht. Du siehst zwar u.U. eine Veränderung. Und dann? Bei der Kleinen hat man übrigens im normalen MRT gar nichts gesehen. Sie waren damals in Stuttgart. Da gibt es wohl ein besseres Gerät, dass noch kleinere und genauere "Scheibchen" zeigt und dort hat man den Defekt erst gesehen. Letztendlich hatte die Feststellung des Focus zur OP geführt, was beim Hund wohl eher nicht in Frage kommt.

    Zum Thema "merkt man es vorher". Die kleine Tochter meiner Freundin hat es immer vorher gemerkt.

    Zu den Medikamenten selbst: ich würd mir schon die Mühe machen und ein bißchen über die Nebenwirkungen lesen, einfach auch um den Hund zu verstehen, falls er Verhaltensveränderungen zeigt. Luminal bekommen Kinder übrigens auch, meist als Luminaletten, soweit ich weiß.....

    Auch unser Maus ist mittlerweile ne richtige Dame geworden. Manchmal muss ich schon schmunzeln wie sehr unser "Straßenköterli" auf gute Manieren wert legt.

    Sie ist völlig echauffiert, wenn sich ein Jungspund unangemessen nähert und reagiert mit knurren und abschnappen.

    Wenn sie keine Lust mehr hat zu spielen, dann ist sie richtig Zicke und bleibt dabei und macht es sehr deutlich, wenn man sie mit weiteren Spielaufforderungen nervt. Dann passiert es manchmal, dass sie einen Büschel Fell im Maul hat, aber der andere Hund hat nie auch nur einen Kratzer.

    Sie versucht ihr neues Selbstbewusstsein auszuleben. Aber nur, bei wem sie es auch machen kann. Es kommt nämlich durchaus vor, dass die beim einen Hund dominante Maus sich bei einem andern Hund auf den Rücken schmeißt.

    Richtig sauer wird sie eigentlich nur bei Analphabeten, die überhaupt kein hündisch können. Da wird sie schon etwas deutlicher, auch ohne Löcher. Das ist dann eher wie ein "Du A :zensur: , kapierst Du es jetzt nicht oder was?" Man sieht und hört auf jedenfall deutlich den Unterschied zu dem normalen "Lass mich in Ruhe jetzt"

    Hi, willkommen im Club der Rumänien-Hundenasen

    Erstmal, egal was man Dir erzählt hat, Strassenhund blabla, vergiß es. Ein Straßenhund kennt Autos, Menschen, was auch immer. Für mich ist das ein Märchen, mehr nicht. Ich stelle ich mir das ganz anders vor und seitdem versteh ich auch unseren Hund.
    Du hast einen Herkunftsort im EU-Pass stehen. Den schau Dir mal über Google Satellit / Maps an.
    In der Regel handelt es sich dabei um ein großes Gelände am A :zensur: der Welt, eine Art Hundeauffanglager. Das bedeutet: großes Stück Gelände, Zaun drum rum, paar Hundehütten und wenn es gut geht einmal am Tag Fressen.
    Da gibt es keine Gassigeher oder sowas wie bei uns, sondern wenige Pfleger, die sich um hunderte von Hunden "kümmern".

    Jetzt ist Dein Hund acht Monate alt, unsere war zehn Monate und Du hast im Prinzip einen Welpen, der die Umwelt erstmal kennenlernt: andere Menschen, Autos, Fahrräder, Leute mit Gehwagen, Roller, einfach alles. Die Eindrücke prasseln wie tennisballgroße Hagelkörner auf den Hund ein, der wahrscheinlich nur noch das Gefühl hat er sei irgendwie "im falschen Film" und deshalb eine mords Angst hat.

    Drum geht es im Moment noch nicht um so Dinge wie Auslastung, Abwechslung beim Spaziergang. Es geht darum das Vertrauen vom Hund zu gewinnen: "Was auch immer da kommt, Frauchen regelt das und mir wird nichts passieren".

    Es ist egal, wie weit Du bei einem Spaziergang läufst. Setz Dich irgendwo auf eine Bank, lass ihn drunter geschützt liegen und einfach nur gucken.

    Das Wichtigste dabei ist, dass Du ihn nie für seine Angst bedauern darfst oder trösten. Das bestärkt ihn. Du musst immer neutral bleiben und eine Lösung zeigen.

    Ach ja, zum eigentlichen Thema "Brücke". Klar ist es das Ziel eines HH auf eine Hundespielwiese zu gehen und der Hund hat dort Party.
    Aber so weit seid Ihr noch nicht, denke ich.