Beiträge von lotuselise

    Ich hab keine Ahnung, ob die Strafe verhältnismäßig ist oder nicht. Denn von Strafmaßen in Puerto Rico hab ich echt keine Ahnung.

    Mir fällt dazu gerade der Fall "Marco" ein. Dem Jungen, der im Türkei-Urlaub angeblich eine 13-jährige Engländerin vergewaltigt haben soll. Ich meine, dass es so war, dass alleine aufgrund des Altersunterschiedes ihm eine Strafe von bis zu zehn Jahren gedroht hätte.

    In so einem Land wären dann zwölf Jahre wiederum nicht so viel.

    Bei uns sind 15 Jahre lebenslänglich, in anderen Ländern ist lebenslänglich lebenslänglich, also für immer.

    Von daher kann ich es nicht beurteilen und auch nicht gut oder schlecht finden.

    Erstaunlich aber, dass so ein Land solche Strafen verhängt, während wir als Abbild des Fortschritts solche Dinge eher lasch be-/verurteilen :???:

    Zitat


    Was ich nicht verstehe ist, daß man das Verlangen spürt, Menschen die höflich fragen, anzuschreien. Wenn das jemand liest, der sowieso Probleme mit Hunden hat, der wird in seiner Abneigung gegen Hunde und ihre Halter bestätigt.

    Ich finde es einfach nur traurig.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Also erstmal, ich habs nicht gemacht. Und ich kann jetzt ja auch nichts dafür, dass ich vielleicht auch mal ein Mensch sein möchte, der einfach nur seine Ruhe will bzw. in Ruhe gelassen werden. Was ist denn daran genau soooo schlimm? Oder traurig. Stell Dir mal vor, da sitzt einer mehrere Stunden und malt ein Bild von der Landschaft. Der erste fragt, der zweite fragt und irgendwann.....der hundertste bekommt die laute Äußerung: "Himmel, ich will jetzt in Ruhe mein Bild malen". Dann hab ich einfach Pech gehabt.

    Im ersten Moment wäre ich wahrscheinlich angepisst, im zweiten würd ich mir überlegen, der wievielte ich wohl an dem Tag war und warum der so reagiert hat.

    Genauso überleb ich doch auch die Tage, an denen ich grundlos angeranzt werde, dass mein pinkelnder Hund ein Köter ist, der da hinsch :zensur: und so vieles mehr......

    und ich bleib trotzdem dabei. Ein so kleines Kind alleine voraus zum Fragen zu schicken find ich keinen guten Weg. Selbst wenn der Hund freudigst zum Kind hinspringen und es umreißen würde. Das könnte genauso dumm ausgehen mit ner Platzwunde am Kopf.

    Es ist auch nicht so, dass das es solche Probleme nur im Hundebereich gibt. Beim Kindergartenfest z.B. dürfen Spielgeräte bei uns nicht benutzt werden. Warum? Die Eltern sitzen gemütlich beim Grillen und die Kinder wuseln irgendwo, ohne dass sie sich kümmern. Der Kindergarten sichert sich genau aus den Gründen der Haftung soweit ab, dass die Geräte nicht benutzt werden dürfen. Selbst wenn ich als Mutter daneben stehen würde.

    Das ist doch in etwa die gleiche Fallkonstellation. Wenn was passiert, dann wird der "Betreiber" haftbar gemacht, ein Schuldiger, aber nie die Verantwortung bei sich selbst gesucht.

    Das ist ein Trend, und den kann man in vielen "Kinder"-Bereichen beobachten......

    - ob es die Rutsche mit Altersbeschränkung ist im Schwimmbad, obwohl das Kind eine ähnliche Rutsche schon x-mal gerutscht ist.
    - dass die Kids nicht mit einem Fahrzeug in die Schule fahren dürfen,
    obwohl sie z.B. mit dem Roller nicht mal ne Straße überqueren müssen.

    Das wäre ein toller Weg

    wenn, ja schon wieder dieses blöde Wort

    ich keinen Hund hätte, der bei Fremden allgemein unsicher ist. So lange das so ist, kann ich kein Risiko eingehen und werde es auch nicht tun.

    Glaub nicht, dass ich diesen einfachen Weg nicht gehen würde, wenn er sich anbieten würde. Tut er aber in der Form (momentan zumindest noch) nicht.

    (War heute stolz wie Oskar, dass sie zu zwei Fremden Leuten hingegangen ist und geschnüffelt hat, ohne sich bedroht zu fühlen)

    Bei uns gibt es irgendwie so zwei Kategorien. Die einen, super freundlich, umsichtig. Klasse einfach.

    Ich blocke den Hund. Oma geht mit Kleinkind vorbei und erklärt:
    "Die stellt sich jetzt da so hin, damit Du keine Angst haben brauchst beim Vorbeigehen". Klasse, hab mich voll gefreut.

    Die anderen, da dürfen die Kids Dinge, wo sogar meine eigenen sagen: "Mama, da warst Du viel strenger".

    - Im Laden fangen spielen. Ich hab nur freundlich darauf hingewiesen, dass es Schluss mit lustig ist, wenn das Kind in das Weinregal fällt und hab mir dermaßen nen Schiefer eingezogen

    - wir besuchen Aldi mit Helm und Laufrad

    - wir klettern im Geschäft am Regal ganz nach oben um an die Dinge zu reichen, die wir haben möchten.

    - die Fußgängerzone ist ein beliebter Platz um das Neuerlernte Laufen lernen zur Schau zu stellen,w ährend die Eltern im Cafe sitzen.

    Das war von den Beispielen übrigens das einzige, wo uns ein Kind fast vor die Füße gefallen ist. Hab ich aber schon kommen sehen und Hund saß schon im Sitz. Sie ist nur erschrocken, als das Kind längs hinplatschte. Der Kleine hat mir voll leid getan auf dem Kopfsteinpflaster. Konnte ihm aber nicht aufhelfen, weil ich ja selbst in der Hocke war neben Hund mit Hand am Geschirrgriff.

    Und keine Sorge, ich hab meine 13 kg "Kampfgewicht" schon im Griff, falls erforderlich auch am Griff.

    Aber manchmal, ja manchmal denke ich über einen Maulkorb nach. Der würde aus dem "Baby-Wau-Wau", "ja mein Kleiner, starte ruhig drauf zu" einen gefährlichen Hund machen......soll ich oder soll ich nicht :???:

    Und doch, ich denke schon drüber nach. Erinnert Ihr Euch noch an den Fall, wo der Junge von der Balkonbrüstung gefallen ist vor lauter Angst. Das ist das andere Extrem. Ich finde auch, es lohnt sich über das was wäre wenn nachzudenken.

    Was wäre wenn wir alle gemeinsam so aufpassen würden, dass es so gut wie keine Beißvorfälle mehr geben würde?

    Ich denke auch an Vorfälle wie der Husky-Mix mit dem Baby oder die Großmutter mit den zwei Hunden, wo der Junge totgebissen wurde.

    Ja gut, ich versuche mein Möglichstes. Aber reicht das? Umgekehrt wird ja auch schnell ein: die mit ihren Sch :zensur: Kötern draus.Diese Arglosigkeit macht mich irgendwo traurig und wütend.

    Der Teil davon, der uns persönlich im Alltag trifft, den können wir schon handeln....aber was ist mit dem Rest????

    Zitat


    Was in gottes Namen würde dein Hund denn machen, wenn ihm ein Kind vor die Füße fällt? Wenn sie sich dann drauf stürzt und du das trotz Leine nicht verhindern kannst, gehört sie mit Maulkorb gesichert.

    Gute Frage, keine Ahnung, ich werd nen Teufel tun und das ausprobieren. Ich ergreif deshalb regelmäßig die Flucht bei "unsicher-auf-uns-zu-wacklern" oder ich stell mich vor meinen Hund, wenn kein Platz zum Ausweichen ist.

    Und falls sowas wirklich mal passieren sollte, dann seht Ihr einen Hund am Griff "entschweben".....

    Wisst Ihr das echt alle, was Euer Hund machen würde, wenn ein Kleinkind auf ihn drauf fällt???

    @trill

    die Parallele zu den Beißvorfällen, die ich sehe, ist die:

    der Hundehalter hat immer dafür zu sorgen, dass nichts passiert.

    Dagegen ist soweit ja gar nichts zu sagen...im Normalfall...

    aber es geht ja immer weiter mit Beispielen wie
    - auch wenn das Kind voll auf ihn zuläuft und auf ihn drauffällt
    - auch wenn das Kind ihm mit dem Laufrad anfährt
    - auch wenn das Kind über den Gartenzaun steigt um Äpfel zu klauen
    - auch wenn das Kind ihn bedrängt, anfasst, schlägt etc.

    Insgesamt kann ich meinem Kind also wahlweise beibringen, respektvoll und vorsichtig mit dem Lebewesen Hund umzugehen...

    oder ich stell ihm quasi einen Freifahrtsschein aus, weil ich weiß, schuld und haftbar ist immer ein anderer.

    Interessant dabei auch die Fallkonstellationen: Beim Beißvorfall innerhalb der Familie ist der Hund meistens ganz einfach böse, da wird nicht wirklich nach der Verantwortung des Halters an sich gefragt.

    Während bei Beißvorfällen mit fremden Hunden grundsätzlich der Halter verantwortlich gemacht wird.

    Das ist in sich wiederum auch nicht schlüssig.

    Ich doch auch ned, wenn sie fragen können und sicher auf den Beinen sind.

    Auch wenn ich leider immer verneinen muss.

    Die war so süß die Kleine. In dem Alter wo man sich lieber hinter Mamas Bein versteckt. Kennt Ihr das? Diesen Oberschenkel-Klammergriff.

    Boah und ich hatte echt Sorge. Was, wenn sie jetzt doch direkt drauf zuläuft und ihren ganzen Mut zusammenpackt und womöglich noch hinfällt. Drum bin ich ja so schnell weiter weg.

    Und ja, ich war genervt. Aber doch ned von dem kleinen Mädel. Von der Mama, die sie direkt drauf zu schickt mit der Einstellung:
    - die werden schon wissen was sie zu tun haben
    - die werden schon aufpassen

    Deshalb das Beispiel mit der grünen Ampel.

    Selbständigkeit hin oder her. Das bekommt man auch anders hin, wenn das Kind sich das erste Mal ne Brezel selbst kaufen darf und man vor dem Bäcker wartet. Wenn ich an der Straße frage: "Können wir jetzt rüber?". So macht das doch jeder.

    Da kann nichts passieren.

    Ja Chris, das hast Du mal wieder super schön formuliert:
    "Wehret den Anfängen"

    Das ist ja genau der Punkt um den es geht bzgl. der und evtl. zukünfiger Beißvorfälle.

    Meint Ihr wirklich, es wäre zu schaffen, Nicht-HH durch unsere Aufklärung als HH so weit zu bringen, den Umgang zu korrigieren, dass es passt.

    Es ist ja nicht so, dass es nicht auch super positive Begegnungen gäbe. Das Maximum, wenn man noch ein Dankeschön kassiert.

    Im Prinzip steht man als HH irgendwo mit dem Rücken an der Wand, zumindest vom Gesetz her.

    Es ist auch schnurzpiepegal, wer am entstellten Gesicht eines Kindes schuld hat oder nicht. Das Kind hat das Leid ganz alleine zu tragen.
    Punkt. Schluss.

    Also sollte man alles tun, damit sowas nie passieren kann.

    Ich weiß nicht, es fühlt sich irgendwie wie "Alleingelassen" an.

    Auf der einen Seite verantwortlich, egal was passiert.

    Falls man mal genervt reagiert mit "ist mein Eigentum, braucht Ihr auch nicht anzufassen", was ja eigentlich mehr logische Konsequenz wäre, als "ich tue auch noch alles dafür, dass mein Eigentum obendrein förderlich für die Entwicklung Eurer Kinder ist und trage die volle Haftung". Dann ist das mehr Verzweiflungstat als richtig.

    Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit eines Miteinanders, wo jeder für sich glücklich werden kann?

    Oder gibt es nur noch Krieg zwischen den Ansprüchen
    - die Welt soll hundegerecht sein
    - die Welt soll kindergerecht sein
    - die Welt soll altengerecht sein

    Und dann kommt wieder das Kind mit dem entstellten Gesicht und ich frag mich:

    Spinnen wir eigentlich alle nur noch?? Es kann doch nicht so schwer sein einen gemeinsamen Nenner zu finden, das Wohl der Kids.

    Zitat


    Wenn jemand mit einem Hund, der potentiell "drauf ab" geht, offline an einem Spielplatz vorbeigeht, läuft auf Seiten der HH was schief, denn auf einem Spielplatz kann es schonmal sein, dass ein Kind stolpert/hinfällt. Ist der hund an der Leine geht man vorher weg.
    Lg, Balto

    Das war ja jetzt nicht das Thema. Es war eben genau anders. Auf dem Weg gegangen. Spielplatz gescannt. Kind drauf. Hund angeleint. Ganz links durchs Gelände ganz am Rand Spielplatz passiert. Weiter gegangen. Hunde grasen friedlich. Immer noch angeleint Mutter kommt hinterher mit Kind. Hab sie eigentlich relativ spät bemerkt, weil das "Spielplatzthema" für mich eigentlich gegessen war, wir waren ja schon vorbei.

    Ok, eine Sache, die Umwelt ist unberechenbar, man muss mit allem rechnen. Hab ich gemacht, bin mit meinem Hund noch weiter weggegangen.

    Andere Sache, geh ich wirklich mit einem Kleinkind angeleinten Hunden gezielt hinterher? Dabei geht es eben nicht um eine entspannte, direkte Begegnung, bei der man fragt, ob man den Hund streicheln kann.

    Ich hab jetzt gemerkt, dass es schriftlich ungemein schwer ist, es so zu erklären, wie ich es eigentlich empfinde.

    Vielleicht mal mit einer anderen Situation erklärt:

    da ist ein Platz mit zwei Jugendlichen, wo sie sich regelmäßig treffen. Ihr und Freundin, beide gutaussehend, haben nicht wirklich Lust auf irgendwelche Anmachsprüche oder dergleichen. Heißt, Ihr geht nicht über den Platz, sondern zwängt Euch mehr oder weniger an dem seitlichen Grünstreifen an diesem Platz vorbei. Wenige Meter nach Passieren des Platzes klingelt Dein Handy und Du bleibst mit Freundin stehen. Plötzlich bemerkst Du, wie die beiden Typen Euch quer über den Platz hinterhergehen und Euch anquatschen.

    Bekämen die auch ne freundliche Erklärung? Hättet Ihr Verständnis, dass einer der Jungs schüchtern ist und auch mal ein Mädel kennenlernen soll? Würdet Ihr da auch sagen, geh halt schneller weiter das nächste Mal oder meidet den Platz? Würdet Ihr das auch in die Kategorie "Freundliche Kontaktaufnahme" packen?

    Was genau ist so anders, wenn ich einen Hund dabei habe?

    Man, klar habt Ihr Recht. Und es ist auch super, wenn die Kids fragen. Und ja, ich erkläre auch gerne fünfzig mal, wenn es sein muss, am Tag.

    Und Mist, ich hab einen "Baby-Wau-Wau".

    Ich geh auch nicht durch einen vollen Spielplatz.

    Das ist für mich gar nicht so das Thema. Es geht mehr um den Umgang miteinander. Es wird hinterhergegangen, ok.

    Es ist alles gut gegangen....bei uns...

    es ist nix passiert....dafür muss ich immer sorgen...

    aber was passiert in der gleichen Situation? Wenn das dreijährige Kind auf dem unwegsamen Gelände auf irgendeinen Hund zustolpert. Es muss ja nicht mal meiner sein. Und der geht voll drauf ab. Was dann?

    Nächster Einschläferungskandidat. Und an wem lag es dann? Wer ist schuld an dem Schlamassel?

    Ist es echt normal, dass ich mir um das fremde Kind mehr Sorgen mache als die eigene Mutter?

    Das ist ja nicht so, dass es der einzige Vorfall ist, warum ich über die Dinge nachdenke.

    Wir hatten schon im Winter: beide Hunde im Freilauf. Wildes Hundespiel. Raufen, rennen, das volle Programm. Mann startet mit Kleinkind quer über die Wiese auf die beiden Hunde zu.

    Auch um den Knirps hatte ich Angst. Was, wenn er Vollgas umgerannt wird im Spiel?

    Könnt Ihr jetzt ungefähr nachvollziehen, wie ich das meine?

    Es geht eben überhaupt nicht drum, den Eltern den Schwarzen Peter zuzuspielen, sondern mehr um den Gedankengang:

    Habt Ihr denn gar keine Angst um Eure Kids, denkt Ihr nie dran, was alles passieren könnte?

    Was bring ich denn meinem eigenen Kind bei? Wenn die Ampel grün ist, dann kannst Du immer rüber gehen. Oder: auch wenn Du grün hast, schau immer nochmal, ob auch wirklich nichts kommt, bevor Du rüber gehst.

    Eher doch das letztere, aber das wiederum passt doch teilweise null zum Hundeumgang. Und das versteh ich nicht.

    Darüber denke ich nach, deshalb der EP.