ZitatKlar, das ist ein sehr emotionales Thema und deshalb sehe ich meine eigene Einstellung zu diesem Thema als das was sie ist: nämlich die eines professionellen Retters, der gar nicht anders könnte, als Menschenleben zu retten.
Und dennoch bleibt bei allem Verständnis ein schaler Beigeschmack - dass nämlich viele Menschen gar nicht wissen, dass ein Großteil von Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr in diesem Lande von freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern abgedeckt wird. Von Helfern, die Zeit, Geld, Emotionen in die Arbeit am und für den Menschen stecken. Und fast jeder Mensch - und übrigens auch sehr viele Tiere - profitiert in seinem Leben von dieser freiwilligen Arbeit.
Um dann zu lesen, dass andere Menschen lieber einen Hund als einen Menschen retten würden.
Das liest sich schon recht hart für mich.
LG, Chris
Ich denke, dass wir uns hier viel zu viele Gedanken um nichts machen. Wie sagt man so schön:
"Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt" und ich denke Chris, das könntest auch vielleicht Du sogar so unterschreiben.
Bleiben wir beim brennenden Haus oder brennenden Auto.
Der Frage wen rettet man zuerst?
Ich glaub die Antwort ist ganz einfach: den, den man als erstes findet und der Hilfe benötigt.
Wenn mir im Haus ein nach Atem ringender Mensch begegnet mit Verbrennungen, dann bring ich ihn raus, egal wer er ist. Und ich glaube keiner würde sagen: "Mach mal selbst, keine Zeit, schließlich suche ich meinen Hund".
Umgekehrt: Bergung von Verschütteten. Du gräbst und hörst was Winseln. Dann buddelst Du es aus und sagst nicht: "Ach, ist nur ein Hund, in den fünf Minuten wo ich den ausbuddel könnte irgendwo einem Menschen die Atemluft ausgehen.
Oder lass mal eine fremde Familie mit Hund ins Eis einbrechen. Wen rettest Du da als erstes? Denjenigen, den Du am besten am Schlawittel packen kannst.
Genauso wie ich an sowas wie Schicksal glaube, glaube ich auch, dass es keine Rolle spielt, ob man als erstes oder vor oder nach einem Hund gerettet wird.
Wenn die Uhr abgelaufen ist, dann ist es so und wenn nicht, dann komm ich auch nach meinen Kindern und einem Hund noch raus.