Night, aber mach Dir nichts draus, ich bin schon froh, das wenigstens einer so halb meine Einstellung teilt, nämlich die, das man einem Fachmann vertrauen können sollte.
Witziger Weise argumentierst auch Du mit "meinen" Autos. Denn so viel verschieden ist das tatsächlich nicht. Viele, die das hier als so harmlos abtun, haben nämlich keine Ahnung. Wer mit Bremsen, Rost etc. argumentiert, das ist 08/15. Rückrufaktionen sind 08/15. Zu dem Thema hab ich nämlich hier zwei Fachleute sitzen: einer macht das seit 30 Jahren und der andere lernt im August aus. Ich bin heilfroh, dass die beiden sich als Gesprächspartner haben, denn zum Glück bin ich nicht mehr der Pott, in den das Wissen reingeworfen wird, der aber nur "Bahnhof" versteht.
Um das zu verdeutlichen stell ich Euch mal ein paar Fragen:
- in welcher Programmiersprache ist ein Motorsteuergerät programmiert?
- was genau ist eine Can-Bus-Leitung?
- warum darf man verschieden farbenes Kühlwasser nicht mischen?
- Könnt Ihr einen Kfz-Schaltplan tatsächlich lesen?
Nein?
Warum sollte ich dann mich mit Genetik beim Hund auskennen? Welche Krankheiten werden wie vererbt?
Sollte ich nicht ein normaler Mensch bleiben können, der als Grundwissen die Mendelsche Regel kennt und weiß wie aus roten und weißen Blumen rosarote werden und was eine Generation danach passiert?
Dann kommt der Fachmann ins Spiel
Und egal ob beim Auto oder beim Züchter. Ich kann fragen stellen, klar. Aber je fachgerechter die Antwort ausfällt, desto weniger kann ich dann letztendlich wieder damit anfangen.
Das heißt. Wenn sich der Züchter tatsächlich mit Genetik befasst hat, was er eigentlich sollte, und mir sein komplettes Wissen der Vererbungslehre um die Ohren haut, dann müsste ich wiederum seine Aussagen auf Richtigkeit beurteilen können. Was im Endeffekt darauf hinausläuft, dass ich noch mehr wissen müsste als er selbst.
Dabei ist ein Auto eine simple mechanisch/elektrische Maschine, der Hund ein komplexes Lebewesen.
Ich hab auf jedenfall nicht das Selbstbewusstsein von mir zu behaupten ich würde mich auskennen. Dabei bin ich weder zu blöd noch zu faul mir Informationen zu beschaffen. Das Problem dabei ist, dass man in der Lage sein müsste, diese Informationen nach wichtig, falsch und unwichtig einzuordnen. Das können die wenigsten.
Das Ergebnis davon könnt Ihr hier bereits nachlesen: ein verunsicherter Käufer
Und was wird als Lösung vorgeschlagen? Frag jemand, der sich auskennt, nehm jemand mit, der sich auskennt. Somit kommt wieder eins ins Spiel: das gute, alte Vertrauen in die Aussage einer Person. Und woher weiß ich jetzt, dass diese Person nicht z.B. eine Vermittlungsprovision von einem bestimmten Züchter bekommt? Gibts nicht? Sagt wer?
Was also ist in der Zwischenzeit passiert? Wir sind den Kreislauf gegangen von "einem Züchter als Fachmann kannst Du nicht vertrauen" zu "der Beurteilung eines Käufers solltest Du vertrauen".
Find ich jetzt persönlich nicht so die prickelnde Entwicklung, zumal....
ein Spezl von meinem Sohn hat einem Internet-Shop eine sehr negative Bewertung verfasst. Er bekam einen im Verhältnis hohen Warengutschein geboten, wenn er diese Bewertung zurückzieht. Uppps...