Beiträge von lotuselise

    Und ich wiederum stell mich jetzt hier rotzfrech hin und behaupte folgendes:

    Wenn ich absolut fachlich versiert bin, dann kann ich sowohl Deine Argumente ins Nirvana bomben als auch Dich ver*****, ohne dass Du es merkst.

    Wie so was läuft?
    Hast Du etwa keine Umweltplakette am Auto kleben? Tankst Du auch demnächst das umweltfreundliche E10? ;)

    Aber weg von den Dingen, was ist mit den Hunden?
    Ich sag nur "Listenhunde". Schön, dass Du Dich informiert hast - und nu? Zahlst genauso Strafe, wenn Dich das OA ohne Maulkorb und Leine erwischt, außer Du hast entsprechende Befreiungen beantragt und dafür extra bezahlt. Und wie sieht es mit der entsprechenden Hundesteuer dazu aus????? Macht es Sinn? Nö. Na und....die Bevölkerung wird geschützt...

    Das ist nicht Emma. Mal abgesehen vom Aussehen.... hast Du die Bilder weiter angesehen? Lange Krallen, verursacht von zu wenig Auslauf.
    Ich weiß jetzt auch nicht gerade viel von Emma, aber eins weiß ich: Auslauf hat das Hundemädel mehr als genug ;)

    Night, aber mach Dir nichts draus, ich bin schon froh, das wenigstens einer so halb meine Einstellung teilt, nämlich die, das man einem Fachmann vertrauen können sollte.

    Witziger Weise argumentierst auch Du mit "meinen" Autos. Denn so viel verschieden ist das tatsächlich nicht. Viele, die das hier als so harmlos abtun, haben nämlich keine Ahnung. Wer mit Bremsen, Rost etc. argumentiert, das ist 08/15. Rückrufaktionen sind 08/15. Zu dem Thema hab ich nämlich hier zwei Fachleute sitzen: einer macht das seit 30 Jahren und der andere lernt im August aus. Ich bin heilfroh, dass die beiden sich als Gesprächspartner haben, denn zum Glück bin ich nicht mehr der Pott, in den das Wissen reingeworfen wird, der aber nur "Bahnhof" versteht.
    Um das zu verdeutlichen stell ich Euch mal ein paar Fragen:
    - in welcher Programmiersprache ist ein Motorsteuergerät programmiert?
    - was genau ist eine Can-Bus-Leitung?
    - warum darf man verschieden farbenes Kühlwasser nicht mischen?
    - Könnt Ihr einen Kfz-Schaltplan tatsächlich lesen?

    Nein?

    Warum sollte ich dann mich mit Genetik beim Hund auskennen? Welche Krankheiten werden wie vererbt?
    Sollte ich nicht ein normaler Mensch bleiben können, der als Grundwissen die Mendelsche Regel kennt und weiß wie aus roten und weißen Blumen rosarote werden und was eine Generation danach passiert?

    Dann kommt der Fachmann ins Spiel
    Und egal ob beim Auto oder beim Züchter. Ich kann fragen stellen, klar. Aber je fachgerechter die Antwort ausfällt, desto weniger kann ich dann letztendlich wieder damit anfangen.

    Das heißt. Wenn sich der Züchter tatsächlich mit Genetik befasst hat, was er eigentlich sollte, und mir sein komplettes Wissen der Vererbungslehre um die Ohren haut, dann müsste ich wiederum seine Aussagen auf Richtigkeit beurteilen können. Was im Endeffekt darauf hinausläuft, dass ich noch mehr wissen müsste als er selbst.

    Dabei ist ein Auto eine simple mechanisch/elektrische Maschine, der Hund ein komplexes Lebewesen.

    Ich hab auf jedenfall nicht das Selbstbewusstsein von mir zu behaupten ich würde mich auskennen. Dabei bin ich weder zu blöd noch zu faul mir Informationen zu beschaffen. Das Problem dabei ist, dass man in der Lage sein müsste, diese Informationen nach wichtig, falsch und unwichtig einzuordnen. Das können die wenigsten.

    Das Ergebnis davon könnt Ihr hier bereits nachlesen: ein verunsicherter Käufer

    Und was wird als Lösung vorgeschlagen? Frag jemand, der sich auskennt, nehm jemand mit, der sich auskennt. Somit kommt wieder eins ins Spiel: das gute, alte Vertrauen in die Aussage einer Person. Und woher weiß ich jetzt, dass diese Person nicht z.B. eine Vermittlungsprovision von einem bestimmten Züchter bekommt? Gibts nicht? Sagt wer?

    Was also ist in der Zwischenzeit passiert? Wir sind den Kreislauf gegangen von "einem Züchter als Fachmann kannst Du nicht vertrauen" zu "der Beurteilung eines Käufers solltest Du vertrauen".

    Find ich jetzt persönlich nicht so die prickelnde Entwicklung, zumal....

    ein Spezl von meinem Sohn hat einem Internet-Shop eine sehr negative Bewertung verfasst. Er bekam einen im Verhältnis hohen Warengutschein geboten, wenn er diese Bewertung zurückzieht. Uppps...

    Ja Flying, das funktioniert aber nur so, weil Du so bist und Dich nicht zu Gunsten des Profits verbiegen lassen willst.
    Genau das meinte ich aber mit "Man sollte auf die Fachleute vertrauen können".

    Denn eine gewisse Abhängigkeit bleibt immer, egal wie sehr man versucht sich zu informieren. Dabei denke ich auch an andere Bereiche des Lebens.

    Denn ich wette, Du hättest Deine Welpen schneller an den Mann gebracht, wenn Du Dich einzig und allein an der Kostenrechnung
    orientiert hättest.
    Obendrein hättest Du den Käufern ausschließlich, wenn sie denn fragen, erzählen können, was sie hören wollen. Auch das hätte dem Umsatz gut getan.

    Dass Du es nicht machst, spricht für Dich.

    Ich muss immer an meinen Arbeitskollegen denken, der mal zu ner Kundschaft gesagt hat: "Ich wiederhole Ihnen jetzt zum letzten Mal, dass es Scheiße aussehen wird, aber wenn Sie die Farbtöne immer noch so haben wollen, dann geh ich jetzt mischen".
    Ob das das war, was diese Kundschaft hören wollte???? :roll:

    Ich will auch nicht den Käufer völlig freisprechen bei der Geschichte.

    Andererseits halte ich es schon insgesamt für eine fragwürdige Entwicklung, was abgeht. Ob das mittlerweile beim Allgemeinarzt ist, der einen mehr oder weniger fragt, was man denn meint was man hätte oder bei einem Züchter, dessen Einstellung und Auftreten hinterfragen muss.

    Ich finde es keine gute Entwicklung, dass man so langsam als Verbraucher die Aufgabe hat sich in den Dingen des Lebens jeweils so weit zu informieren, dass man das Tun von Fachleuten steuern und beurteilen kann. Das ist doch Mist, da geht die Vertrauensbasis total verloren.

    Hier wurde bereits einmal die Schweiz erwähnt. Diesen Hund find ich z.B. toll
    http://www.youtube.com/watch?v=I1ev1qQPgiQ&feature=related
    hier gelistet:
    http://www.working-dog.eu/dogs_details.p…5550&new_lan_en
    aber ich hab mir noch die Eltern angesehen:
    das Wesen gut, aber Kritikpunkte beim Körperbau.

    Wenn ich jetzt unbedingt einen Schäfi haben wollte, würde ich dorthin fahren. Was hätte ich noch vergessen zu beachten??

    Nur, wie soll der Weg dann aussehen? Kann es wirklich sein, dass Nicht-Kenner einer Rasse mehr Einfluss haben als Kenner?
    (siehe die +10kg)

    Ich mein ich stell mir grad vor, wie ich mich entscheide: Eine Gebrauchshundrasse soll es sein - aber Schutztrieb - mach das bitte weg, das ist mir zu kompliziert. Ja, und der Hintern könnte ein wenig dicker sein, oder die Form ein bißchen eckiger.

    Und der Züchter macht das dann??

    Kundenwünsche hin oder her, aber müsste der verantwortungsvolle Züchter mit Liebe zur Rasse nicht mir und allen anderen Spinnern mit solchen Vorstellungen einfach nen Vogel zeigen und mich weiterschicken?

    Ne Mädels, ich will mich ja nicht mit Euch anlegen:
    Und ich werd mir mit Sicherheit nie einen Riesenschnauzer, einen Kangal oder einen Dobermann zulegen.

    Ich wollte hier nur die "Lieschen-Müller"-Partei vertreten.

    Und was sich abschließend formuliert, ist letztendlich: No Gebrauchshunde for Family-Allrounder.

    Ich halte dieses Ziel allerdings für so weit entfernt wie den Mars und das ist das Problem.

    So, und jetzt sind wir genau wieder beieinander, wir zwei Kunden. Ich, dessen Alltags-Traum-Begleithund ein Riesenschnauzer ist und Du, die einen Arbeitshund sucht. Sind wir dann Feinde? Bist Du besser als ich? Bin ich jetzt schuld daran, dass die Rasse ein wenig schwerer gezüchtet wird, wenn es mich doch gar nicht stört? Muss ich daran denken, was Du willst?

    Welchen Einfluss hast Du als Käufer? Welchen Einfluss habe ich als Käufer?

    Sprichst Du mir die Eigenschaft eines verantwortlichen Käufers ab, weil Deine wichtigsten Kriterien nicht meine sind?
    DAS, und genau das wollte ich mit meinen Posts ausdrücken...und jetzt bestätigst Du es letztendlich selbst.

    Den Unterschied zwischen einem Laien und einem Profi, das meinte ich damit. Jetzt verstanden???

    Bei uns gibts alles in XXL :smile:
    Handfilter 1 x 6 von Melitta, Wasserkocher.
    Kaffee rein, aufgießen. 13 Teelöffel voll reichen genau für die darunterstehende Monsterkanne.
    Von denen werden drei Stück pro Tag vernichtet und getrunken wird aus Haferln.
    (ich hasse diese Minitassen, bei denen grad mal ein Finger durch den Henkel passt)

    Abends zum Einschlafen ist ein Espresso bekömmlicher als der Filterkaffee.....
    :smile:

    Der Grund für die Handfiltergeschichte ist, dass wir bei uns extrem kalkhaltiges Wasser haben und die Kaffeemaschine dauernd verkalkt war...

    Zitat


    Dein Vergleich mit den Mixen hinkt gewaltig, denn das hat ja nun wieder mit Zucht nix zu tun und auch gibt es genug Mixe, die man auch als Qual"zucht" bezeichnen könnte, weil sie ach so süß aussehen (diverse Dackelmixe mit viel zu schwerem Körper auf zu kurzen krummen Beinen, aber ist ja süß) oder die wesenstechnisch total auf der Strecke bleiben, aber "in" sind (Border-Labbi-Mixe, Mali-Border-Mixe usw...)..
    Desweiteren haben Mixe ja keinen Standard, also irgendwie verstehe ich deshalb Deinen Einwand mit den Mixen so überhaupt nicht..

    Ich habe mit den Mischlingen genau nicht die Mode- und Designer-Verpaarungen gemeint, sondern eher den Hund aus dem TH oder den vom Bauernhof nebenan.
    Wie oft ist es da so: Mutter Rasse x, Vater unbekannt.

    Noch besser im Auslandstierschutz, wo man tw. nur spekulieren kann, was sich da an Genpool so alles über Generationen vereint hat. Da gibt es dann z.B. Leute, die einen Gentest machen, mag man davon halten, was man mag.
    In der Regel sind dort jedesmal fünf !!! Hunderassen aufgelistet.

    Wie läuft denn so eine Vermittlung in der Regel ab? Hund kennen lernen, Vorkontrolle, Hund weiter besuchen, mitnehmen, Nachkontrolle. Man beobachtet, ob man einen Draht zu dem Hund aufbauen kann. Man liest vielleicht noch nach über die Anforderungen der Rasse und überlegt, ob es passt. Dann nimmt man den Hund auf und gibt ihm ein Zuhause.

    Und Du kannst echt reden, was Du magst: nenn mir einen Hundebesitzer, der all die Rassen, die in seinem Mix drinstecken bzw. drinstecken könnten auf Krankheiten abgecheckt hat und diese auch vor der Vermittlung vom TA prüfen lies.

    Sorry, ich kenn keinen einzigen Tierhalter, der das gemacht hat.

    Auf diese Weise kommen sehr viele Menschen zu ihrem Vierbeiner. Ich wollte das nur als Beleg für das "Standard-Käuferverhalten" nutzen, für Leute, die einfach nen Familienhund möchten. Und selbst wenn es doch mal ein "reinrassiger" mit Papieren wird, von den Profis sind sie meilenweit entfernt.

    Ich finde deshalb kann man diese Leute noch lange nicht als dumm oder blauäugig bezeichnen. Vielleicht doch eher als Normalos.
    Ein Profiskifahrer hat ganz andere Ansprüche an sein Equipment, der kennt sich aus, befasst sich intensiv damit.
    Aber deshalb möchte ich in nem Sportgeschäft trotzdem nicht als Dödel hingestellt werden, nur weil ich halt nur Allround-Carver brauche, mit denen ich den Berg runterrutschen kann.

    Es ist weiß, wir fahren beide Lift, wir mögen den Sport - und trotzdem trennen uns Welten.
    Kann jetzt der Profiskifahrer mir wirklich vorwerfen, dass auch in seiner Leistungsklasse schlechteres Material verwendet wird, weil so Idioten wie ich die breite Masse an einfachen Skier kaufen?? Wohl kaum.