Beiträge von lotuselise

    gute Ausführung, fehlt nur noch die Erklärung wie die 8-12 Wochen Alter, von denen wir hier sprechen zum Problemhund passen. Den Übergang hab ich irgendwie nicht überrissen..... :roll: :???:

    Von "sich alles gefallen lassen" oder "sich blutig beißen lassen" redet ja gar niemand.

    folgende Definition aus Wikipedia:

    Zitat

    Strafmündigkeit beschreibt das Erreichen eines Alters, ab dem einem Mensch vom Gesetzgeber her zugetraut wird, die Folgen seiner Handlungen so weit zu überblicken, dass er bewusst anderen schaden kann und daher für diese Handlungen die Verantwortung übernehmen muss

    kann man ganz einfach auf den Hund umschreiben:

    Zitat

    Strafmündigkeit beschreibt das Erreichen eines Alters, ab dem einem Hund vom Herrchen her zugetraut wird, die Folgen seiner Handlungen so weit zu überblicken, dass er bewusst anderen schaden kann und daher für diese Handlungen die Verantwortung übernehmen muss

    Passt das bei einem Welpen? Kann er die Handlung Beißen ohne Beißhemmung überblicken? Nein. Weiß er, dass Menschenhaut empfindlicher ist als Fell? Nein. "Kennt er Dein persönliches Gesetz = Abbruchkommando ausreichend? Nein.

    Warum dann solche Methoden anwenden??

    Bei uns gibt es an der Leine zwei Arten zu gehen:

    1. entweder komplette Länge (2m). Sie geht neben mir, vor mir, kann schnüffeln wie sie möchte - dementsprechend Frauchen im "Bummelgang". Ich nehm sie dann kürzer, wenn jemand entgegenkommt.

    2. ca. 1m, sie geht neben mir, dann wird auch nicht groß geschnüffelt - dementsprechend geht Frauli in flottem Schritt z.B. wenn ich etwas erledigen muss oder zum Bahnhof gehe. Ich wechsel rechts und links, damit sie
    a) nicht direkt an der Straße geht
    b) mich zwischen ihr und dem Passanten beim vorbeigehen hat.

    Sie erkennt eigentlich genau an meinem Schritt in Kombi mit der Längenleine, ob ich Zeit habe oder ob es eilt.

    Dazu hab ich beim Tierarzt eine erstaunliche Beobachtung gemacht. Es ist eine Gemeinschaftspraxis und meine Hündin lässt sich von Fremden gar nicht anfassen, knurrt und schnappt ab - allerdings ohne Treffabsicht, also gezielt daneben.

    Tierarzt ist immer dasselbe. Sie ist merklich angespannt. Normalerweise sind wir bei der einen Tierärztin, waren aber ausnahmsweise wegen kurzfristigem Termin bei der anderen.

    Ich kann das schlecht beschreiben, aber "unsere" Tierärztin, die fasst ganz gezielt ohne jegliches Zögern einfach hin und Hund merkt irgendwie: "die weiß, was sie tut."

    Bei der anderen war es ganz anders. Erst mal Frage, ob man einen Maulkorb drauftun muss. War ich erstmal ratlos und konnte nur antworten: "Haben wir bis jetzt noch nie gebraucht".
    Und dann kam ein zögerlicher Anfassversuch, den sich Hund nicht gefallen lies. Sie wollte nur vorbeugend das Anti-Milben-Spot-on ins Fell geben. Gut, die Ohrentropfen hab ich eh mitbekommen, war ja auch egal.

    Dann wieder raus und zur "Sprechstundenhilfe" und ich war froh, dass mir das "zu ihr möchte ich in Zukunft nicht mehr, es geht nicht weil die andere einfach sicherer und direkter hinfasst, was für meinen Hund wichtig ist" nicht krumgenommen wurde, ganz im Gegenteil.....

    was ich damit sagen will: es kommt wohl auch darauf an, wie man hinfasst: zögerlich oder unerschrocken...

    Glück muss man haben.... passt dann ja.

    Irgendwie merkwürdig ist es schon. Ich hab ja auch einen Allergiker (übrigens auch gegen Hundehaare) Zuhause.
    1. hab ich irgendwo hier im Forum gelesen, dass es keine Pauschal-Hundehaar-Allgergie gibt. Es könnte sehr wohl sein, dass sie gegen einen Hund allergisch ist, gegen einen anderen aber nicht. Wobei ich nicht beurteilen kann, ob das auch wirklich stimmt.

    2. Die meisten Allergiker haben nicht nur eine Allergie. Wer weiß dann, ob die Beschwerden, falls sie überhaupt welche hat, ausgerechnet vom Hund kommen, womit wir beim dritten Punkt wären:

    3. Mein Sohn ist gegen Bäume und Gräser allergisch. Könnte ich da auch verlangen, dass die Hausverwaltung alles betoniert? Hätte mein Sohn dann weniger allergische Beschwerden, wenn rund ums Haus betoniert wäre? Wären andere Mieter damit einverstanden, wenn sie ein "bestimmtes-Pflanzen-Verbot" hätten??

    Ich weiß nicht, wieso immer noch das "Chef-Denken" in der Hundeerziehung so eine große Rolle spielt.

    Da ist ein kleiner Hund und der will "Party". Meine Aufgabe ist, wenn ich das jetzt nicht will, einfach nur die "Spaßbremse" oder der "Partymuffel" zu sein.

    Dafür sollte es reichen, dass ich nicht mitmache oder die Stimmung einfach runterfahre z.B. mit einem Spieltau: Zuerst wird gezergelt und geworfen. Wenn ich keine Lust mehr hab, dann leg ich mich neben den Hund und lass ihm das Tau zum drauf rumkauen und nebenbei kraule ich ihn endgültig müde.
    Aus Toben wird so "Kontaktliegen"...

    Es gibt einfach keinen Grund einen "Party-Löwen" auf den Rücken zu werfen. Wozu soll das gut sein?

    Es kann aber auch freiwillig genau andersrum laufen.
    Eine Freundin von mir hatte ihr ganzes Leben lang große DSH.

    Der letzte, den sie hatte, ist im Garten zusammengebrochen. Sie selbst ist gerade 60 und eine zierliche Person.
    Sie lebt alleine und konnte ihn beim besten Willen nicht alleine reintragen und das wiederum war genau der Grund, dass sie sich jetzt einen kleineren Hund (ca. 45cm, 17 kg, sieht aus wie ein "Minischäfi") zugelegt hat.

    Denn genau diese Hilflosigkeit wollte sie nicht nochmal haben.
    Sowas kommt auch vor...

    ich würde mir aber auf jeden Fall noch die Mühe machen und im Zeitraum, wo Du weg bist, mal aufnehmen.
    Eine Bekannte von mir hat auch so einen Nachbarn, der sich beschwert, dass Ihr Hund dauernd jaulen würde.

    Mittlerweile gehen wir dort "Streife". Heißt, wenn man eh schon spazieren geht, nimmt man den kleinen Umweg zu deren Haushälfte noch mit um zu "lauschen".
    Wir merken uns den Tag und die Uhrzeit und geben der Hundebesitzerin Rückmeldung, wenn wir sie treffen.

    Wirklich niemand hat von uns, egal zu welcher Uhrzeit, den Hund jaulen gehört.
    Also, erstmal rausfinden, ob Dein Hund überhaupt einen Mucks macht wenn Du nicht da bist....

    Ja, da hat Fräuleinwolle schon Recht.

    Die einzige "Gebrauchsanweisung", wie man tatsächlich an den Knochen des Hundes kommt, hat Sleipnir gepostet.

    Alles andere war nur "ein für alle mal klarstellen" oder sowas wie "auf seine Antwort bekommt er meine Antwort"

    Das "wie" wurde uns dabei vorenthalten.....