Hmhh, da Du ja eher bei mir in der Nähe wohnst, denke ich Du kannst auch ein wenig bayerische Geradlinigkeit vertragen. In diesem Punkt bin ich mir sogar sehr sicher, dass Dir ein Trainer das gleiche sagen wird:
Momentan läuft es doch in groben Zügen so: Dein Hund tut, was er aus Hundesicht für richtig hält. Während er das macht, bleibst Du untätig und hinterher beschwerst Du Dich oder bestrafst.
Ohne das jetzt böse zu meinen: Du musst unbedingt Deinen Hintern hochbekommen und handeln, bevor das passiert, was Hund möchte oder meint.
1. Leinenführigkeit ab dem ersten Meter
2. ihm beibringen, dass der Zaun die Grenze ist
3. allgemeines Verbot selbständig Kontakt aufzunehmen
- mit Kindern sowieso, denn das Ankläffen geht gar nicht
- mit Artgenossen, beobachte ihn genauestens: er muss nicht mit allen können, also muss er auch nicht zu allen hin. Ist seine Körpersprache desinteressiert oder ablehnend braucht es keinen Kontakt.
4. Auslastung: Rennen bis der Arzt kommt ist nicht mit Auslastung gleichzusetzen.
5. Ob Lob oder Strafe, Du hast unter ner Minute Zeit zu reagieren. Das muss zackig gehen.
6. Mehr Freiheiten um Unarten abzustellen, das kann nicht funktionieren. Dann kannst Du ihn ja gleich rennen lassen wie er lustig ist, nur damit Du Ruhe hast. Macht so absolut keinen Sinn - kapiert er auch gar nicht. Du bestärkst ihn nur in seiner Lebensanschauung: ich kann machen, was ich will
7. Er läuft brav ohne Leine neben Dir her, solange er niemanden sieht. Falscher Ansatz: er wird angeleint, sobald Du jemanden siehst und das ist ab jetzt immer vor Deinem Hund