Beiträge von lotuselise

    Ja, Schutzvertrag, aber gut, dass Ihr mich dran erinnert.... werd ich nachher gleich mal ausdrucken: zweifach.

    Aalso, ich hab mir das so vorgestellt. Ich bin ne Stunde früher da, geh schonmal ne Runde mit ihm, dass sich die "Juhuu- endlich draußen, was bin ich happy Überschwang-Stimmung" legt.

    Und dann werf ich die beiden einfach ins kalte Wasser und schau, ob die Chemie stimmt.....

    Ich würd vielleicht nicht alles gleich erzählen.
    Schäfis sind bei manchen Leuten mit negativen Klischees behaftet.

    Man lügt doch nicht, wenn man sich nach erlaubter Hundehaltung erkundigt und auf die Frage, was da her soll, mit: "ach, irgendein netter Mischling" antwortet. Falls gefragt wird wie groß: so bis zum Knie, weil so ein Minihund nicht Deine Sache ist.

    Wenns dann erstmal erlaubt ist, dann ist es das. Wird ja nicht auf cm im Mietvertrag festgeschrieben.
    Und wenns dann rein zufällig eben ein Schäfi-Mix ist, der ein bißchen größer wird als erwartet, sei´s drum....

    Meine lässt sich von Fremden immer noch nicht anfassen.

    Sind Menschenfans-Hundekumpel dabei, hilft es ihr nicht wirklich, sie beobachtet es nur. Aber sie kann nicht aus ihrer Haut: alle anderen lassen sich durchknuddeln, aber sie hält weiterhin Abstand.

    Allgemein hab ich gemerkt, dass sie mit "beschäftigten" Menschen viel weniger Probleme hat. Sie liegt bei uns im Blumentopf am Ende der Terrasse. Kaum jemand sieht sie dort. Alle möglichen Leute wuseln an ihr vorbei, weil nebenan Parteiverkehr im Ärztehaus ist. Es wird weder geknurrt noch gewufft. Sie beobachtet einfach.

    Dann ist vor einiger Zeit noch etwas passiert, worüber ich einfach nur baff war: Ich pack das Auto und nehm sie mit. Plötzlich: Hund weg. Ich gucke, rufe, bekomme eine Antwort: "die ist hier bei mir". Joah, und dann seh ich sie auch. Mein Hund sitzt neben einer Frau und lässt sich streicheln. Einfach so. Die Frau saß an der Kiesumrandung des Hauses und wartete in der Sonne bis es Zeit für ihren Arzttermin war.
    Keine fünf Minuten später steht sie auf, geht los und wollte meine Hündin nochmal streicheln. Diese knurrte und wich zurück - es war vorbei. Deshalb gehe ich davon aus, dass dieses "Hände von oben" für sie das Hauptproblem ist.

    Auch eine Gassibekanntschaft darf sie streicheln. Es fing damit an, dass erst sein Hund trank, er in die Hocke ging und sie dann auch, weil sie wirklich Durst hatte. Auch er ging jedesmal in die Hocke.

    Vielleicht ist der Schlüssel, dass Du wartest bis sie Kontakt zu Dir aufnimmt. Das würd ich mal versuchen. Lass ihren Hundekumpel aus dem Freilauf draußen, mach Dir das allerbeste Wurstbrot der Welt, setzt Dich da gemütlich hin und versuch sie neugierig zu machen. Erst in der Tasche kruschteln, rausnehmen, auspacken, anfangen zu essen. Es dürfte ja möglich sein es so zu steuern, dass sie echt Hunger hat. Vielleicht kommt sie sogar auf Dich zu. Was allerdings noch lange nicht heißt, dass Du sie anfassen darfst.

    Es wird dann so sein, dass sie sehr zögerlich kommt, vielleicht ein Stück Wurst sogar aus Deiner Hand nimmt, danach allerdings sofort wieder auf Abstand geht. Das sieht in etwa so aus. Die vier Hundebeine bleiben in nem bestimmten Abstand zu Dir stehen. Sie streckt sich nach vorne, nimmt und schnellt sofort wieder zurück.

    Mit dem Streicheln ist das so eine Sache. Meine möchte so oft. Mittlerweile traut sie sich sogar zu Fremden hin und schnüffelt. Aber sobald derjenige sich runterbeugt, verlässt sie der Mut. Sie kläfft und geht.

    Das sind meine Angstnasen-Erfahrungen soweit....

    Wir haben unsere Lösung mit dem Schwimmbrett gefunden.
    Ich bin zwar heute wie der Packesel persönlich an den See gedackelt, aber was solls...
    Mittlerweile stellt sie sich freiwillig drauf und ich schieb sie vor mir her.
    Ohne Flossen würde ich es allerdings nicht schaffen sie von der Stelle zu bekommen.
    Auf dem Rückweg zum Ufer / als ich grad so stehen konnte, hab ich sie ins Wasser gehoben und losgelassen.
    Ans Ufer zurück schwimmt sie. Reinwärts: no chance.
    Auch hier das Gute an den Flossen: ich kann vom Tempo her mit ihr mithalten. (das Schwimmbrett fährt hinterher, ich kann seine Schnur am Handgelenk befestigen.
    Für uns ist das die Lösung: ich muss weder aufs Schwimmen verzichten noch sie irgendwo anbinden, behalte absolut die Kontrolle und sie kann den ungeliebten, nassen Bauch weitestgehend vermeiden...
    Passt für uns.