Mir spukt die ganze Zeit schon dieser Thread im Kopf herum. Erinnert Ihr Euch daran?
https://www.dogforum.de/ich-kann-den-h…en-t122871.html
Beiträge von lotuselise
-
-
Übrigens, das ist am Thema Epilepsie sehr spannend, deshalb auch das Tagebuch.... Ganz krass gesagt könnte es sogar sein, dass er von Deinem Toilettendeo "Meeresbrise" Anfälle bekommt und von "Lemon Fresh" nicht....
http://www.epilepsie-selbsthilfegruppe-hamburg.de/anaus_g.htmhttp://www.anfallskind.de/3.htm
Wieder mal bei den Menschen spioniert.
Nur zum Verdeutlichen: es kann fast alles sein, deshalb lieber mehr als weniger aufschreiben.... -
Es wird so viel von Vorwürfen und Unterstellungen geschrieben, die andere hier machen.
Aber irgendwo muss man sich auch selbst treu bleiben. Ich kann nicht einerseits die Position vertreten, dass man mit nem Auslandshund sich ein Ü-Ei holt, bei Minus 1000 anfängt und andererseits die Position gutheißen: Gib ihn halt zurück wenn er nicht passt.
Ich kann ebensowenig auf der einen Seite tolerant gegenüber Online-"Handel" im Allgemeinen sein und auf der anderen Seite die Leute bedauern, die auf den "Einzelhandel" mit anfassen, ausprobieren (beim Hund kennenlernen) keinen Wert legen.
Ich kann nicht Partnerbörsen im Internet bescheuert finden und es nahezu unglaublich, dass sich Leute in nen Chat-Partner verlieben und dann die Erwartungshaltung beim Partner Hund plötzlich teilen - alles rosarot.
Alles in Allem ist es so wie bei jedem anderen Hund, mit dem es ein Problem gibt (ob hausgemacht oder nicht spielt keine Rolle) und völlig egal woher der kommt:
Entweder ich bin bereit zu arbeiten oder ich such ihm ein neues, gutes Zuhause.Und hier sind wir beim letzten Punkt. Manchmal denke ich: Hey, ich bin keine, die was geschenkt bekommt. Oft muss ich für Dinge wirklich kämpfen, die andere mehr oder weniger nachgeworfen bekommen. Aber bei uns gilt:
Hab Geduld, kämpf Dich durch, kneif die Backen zusammen und geb nicht auf.Von daher kann ich eben auch nicht aus meiner Haut und sagen: "Klar, versteh ich, nach noch nichtmal ner Woche hinschmeißen find ich ok".
Alles das, was man schreibt, spiegelt letztendlich die eigenen Erfahrungen, Lebenseinstellung, Lebensphilosophie wieder. Und warum sollte man sich verbiegen? Für wen denn? Um dann rumzuheucheln und Verständnis vorzugaukeln - und sich im nächsten Moment umzudrehen, seinen Kindern, die vielleicht ihre Ausbildung gerade mega kacke finden, in den Hintern zu treten und zum Durchhalten aufzufordern.
Das fänd ich verlogen - da kann und will ich nicht mit.
Was ich akzeptiere, ist, dass das, was ich einen Absatz weiter oben geschrieben habe, auch auf die TE zutrifft - ist ihre Entscheidung und basta - ob ich die gut oder schlecht finde - interessiert letztendlich sowieso nicht.
Selbst wenn unsere einzige Gemeinsamkeit dann ist, dass ein Hund ein schönes Zuhause finden soll. Dann ist das gut - wir sind in einem Hundeforum, indem es um das Wohl von Hunden geht, beste Freundinnen müssen wir nicht werden - und daher sollte man doch die Kritik von Menschen, die einem eh egal sind, irgendwo wegstecken können.....
-
Weiß nicht, kommt viellecht auch ein wenig auf die Aufgabenstellung an den Trainer an. Klar sollte er sich ein genaues Bild machen, aber vorab ne 2-stündige Psychoanalyse des Herrchens find ich dann auch unrealistisch.
Also bitte nicht sagen: "Bitte um Hilfe, ich hab einen unerzogenen Nervzwerg an der Backe, wie zeige ich dem wo es langgeht", sondern "Bitte um Hilfe, wir finden irgendwie nicht den richtigen Draht zu einander und/oder reden aneinander vorbei".....
Das ist erstmal die Grundlage: wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe zum Ölwechsel, wechselt der Mechaniker auch nicht automatisch die Reifen und guckt die Bremsbeläge nach......kann er, muss aber nicht sein....
-
ZitatAlles anzeigen
Eben weil es NICHT eine Ware ist sollte das Lebewesen bei Menschen sein die es lieben und wollen, und sich freuen das Leben mit ihm zu teilen.
Das finde ich absolut unabdingbar, nicht verhandelbar und das wichtigste überhaupt bei Hundehaltung. Ist das nicht vorhanden, aus welchen Gründen auch immer, muss der Hund freigegeben werden.Ihr redet viel von der Verantwortung des Menschen. Das wichtigste für einen Hund? Nein! Ein Hund hat das Recht auf ein liebevolles Zuhause! Auf Menschen die ihn gerne da haben wollen, ihn mögen, vielleicht sogar lieben. DAS kann man nicht erzwingen. Verantwortung schon.......ala: als braver Bürger trage ich Verantwortung........
Liebevolle Gefühle für den Hund können nicht durch Verantwortsgefühl (ich hab dich geholt jetzt muss ich dich behalten weil ich sonst verantwortungslos bin) ersetzt werden.
Vielleicht geben sich die Zweifel nach Monaten. IMMER?? Und wenn nicht? Wer zahlt dann den Preis? Nicht der Mensch. Der Hund, der vielleicht schwerer zu vermitteln ist weil älter und vermurkst?
Ja, lieber return to sender!
Birgit
Siehst Du - und genau in diesem Punkt bin ich mir gar nicht so sicher. Schuld wie immer - das DF
Ich hab hier von Leuten gelesen, deren Hunde z.B. lieber draußen leben wollen und die ganz neutral formuliert haben, dass sie ein wenig die "Beziehung" verlieren.
Genauso las ich, dass jemand hier einen Beißer aufgenommen hat und beide gelernt haben sich an gewisse Regeln des Zusammenlebens zu halten.
Oder die vielen Pflegestellen, die wissen, dass der Hund wieder gehen wird, manchmal auch als "Pflegestellenversager" enden.
Viele beschreiben ihre Herzenshunde - und andere, die es nie wurden.Von all diesen Leuten glaube ich nicht, dass einer von ihnen ein schlechter Hundehalter ist.
Wenn man sich umschaut: viele Hunde werden geliebt: sehen aus wie Mastferkel, gehen in Handtaschen spazieren, sind Tut-Nixe außer Rand und Band.
Deshalb glaube ich, dass es nicht unbedingt Liebe sein muss.
Eher so ähnlich wie wenn man in ner WG lebt, nen Trainingspartner hat, in der Arbeit ein tolles Team, Freunde, auf die man sich verlassen kann, ne Fahrgemeinschaft, hier gibt es: "nimmst Du meinen, nehm ich Deinen".
Zum Trainer: find ich keine schlechte Idee. Jemand neutrales der sagt: Hey, alles halb so wild - schau mal, so geht das eine oder andere viel einfacher....
Ich mein, Hundetrainer, was ist das denn meistens? Hundehaltertrainer trifft es wohl meistens eher....
-
ich finde es halt schade, weil es hier eigentlich total ehrlich ist..
Ich kann mich dran erinnern als mein Ältester geboren wurde. Wieviele Zeitungen hab ich verschlungen, Geburtsvorbereitungskurs etc. Überall stand drin: "die totale Freude, überglückliche Muttis".
Dann lag der kleine Zwerg neben mir und ich dachte nur: "Super, und was fang ich jetzt mit Dir Menschlein an?"
Warum bin ich jetzt nicht so überschwänglich gestimmt wie alle anderen Muttis?Erst eine ganze Zeit später erfuhr ich, dass es anderen auch so geht. Dazu kam der Schlafmangel, die Unsicherheit, meine Unruhe, die auf meinen Sohn abfärbte. Es kamen Gefühle in mir hoch für die ich mich echt schämte: ich hätt ihn manchmal an die Wand schmeißen können. Aber - relax - auch das haben andere Mütter, nur in den Juhuuh-alles supidupi-Eltern Zeitungen, da wurde sowas nicht erwähnt. Es gab nur entweder Wochenbettdepression oder das absolute Glücksgefühl.
Aber es gibt noch ne Menge dazwischen - totgeschwiegen.
Das ist hier nicht so und ich finde es gut. Nach so kurzer Zeit ist weder der Halter im Hundeleben noch der Hund im neuen Zuhause angekommen.
Von daher finde ich es eigentlich immer krass gleich für die "Retoure" zu plädieren. Es nimmt die Chance in ein paar Monaten über die sogenannten "Anlaufschwierigkeiten" zu lächeln.
Es gibt so viele Dinge, die man im Leben lernen muss - und noch weniger, bei denen man sein Ziel in einer Woche erreicht, egal ob Radfahren, Lesen, Schreiben, Schwimmen, Skifahren, Stricken, Musizieren, Malen, Fotographieren.
Woher kommt also der Anspruch an sich selbst, dass man beim Hobby Hund sein Ziel in so kurzer Zeit erreichen muss?? Warum fällt es ausgerechnet beim Hund so schwer sich Zeit zu geben - sich Zeit zu nehmen?
Wer sagt eigentlich, dass jeder im Verhältnis der liebevollen Hingebung zu seinem Hund stehen, man seinen Hund lieben muss?
Kann es kein Hund-Mensch-Zusammenleben geben, dass rein auf Freundschaft, Teamgeist, Fairness und gemeinsamen Interessen besteht? Warum geht das nicht?
-
Birgit
darauf wollte ich nicht hinaus, eher auf das Funktonieren: links rum, rechts rum mit den Schäfchen ganz nach Anweisung, war neulich wieder ein Beitrag im TV drüber.
LG Petra -
Zitat
Jepp. Seh ich auch so.
Find ich im Zusammenhang mit dem "ich hol mir auf jeden Fall nen Auslandshund" - Thread eine erstaunliche Wendung.
Noch dazu - wie soll denn der nächste Hund aussehen, der "Optimale". Von mir aus ein Welpi aus einer nahmhaften Zucht.
Und der würde jetzt nicht lebhaft durch die Wohnung toben, jeden Blödsinn versuchen, diverse Angstphasen in der Entwicklung durchmachen, vielleicht einen Welpenblues auslösen, an der Leine lieber rumkauen statt dran laufen, kreuz und quer gehen, in die Wohnung pischern????Dieser Hund hat bis jetzt noch gar nichts gemacht was irgendwie aufregend oder ungewöhnlich wäre. Okay, die Mitbewohnerinnen findet er noch nicht so toll, das dürfte das kleinste Problem sein.
Also, welche Alternativen gibt es denn dann noch?
Sämtliche Hunde aus dem Tierschutz fallen für mich aus. Selbst von einer Pflegestelle find ich Quatsch. Ja toll, da kann man das Hundi kennenlernen - und was bringt das wirklich? Wo bitteschön gibt es eine Garantie dafür, dass der Pflegehund im neuen Heim eines Hundeneulings dann genauso "funktioniert"??
Wenn das so wäre, dann stellt Ihr damit alles was Vertrauen und Bindung betrifft total in Frage. Das wäre dann nämlich unwichtig - wer glaubt denn hier, dass Anne Krügers Border Collies sich bei mir genauso verhalten würden wie bei ihr? Mit Sicherheit nicht. Die würden wahrscheinlich tun und lassen worauf sie lustig wären...
So einfach ist das nicht: der Hund ist auf brav und gehorsam programmiert und jeder Hanswurst, der dahergelaufen kommt, der muss nur den richtigen "Knopf" bei dem Hund drücken und es läuft.
Wenn es der Hund nicht ist, dann ist es eben gar keiner. Fertig, aus - für mich jedenfalls.
Und drei Tage, was sind drei Tage??? Drei Tage Urlaub - ist gar nichts, drei Tage Durchfall - hat man schnell vergessen, ein Partner für drei Tage - das ist mehr One-Night-Stand als Beziehung....
aber drei Tage mit einem Hund - da ist alles klar und man weiß Bescheid, dass man den nicht mehr haben will.
Nö, sorry, das krieg ich so nicht in meinen Kopf....Wenn man einen Hund aus dem Tierschutz "zur Probe" mit nach Hause nimmt, am Freitag abholt und am Sonntag Abend oder Montag früh zurückbringt, dann ist das so. Der Auslandshund hockt einen ganzen Tag im Auto, nur um von A nach B zu kommen. Und dann wird dran rumgemeckert. Wenn das alles so easy ist, dann fahrt doch einfach mal ihr den Weg ins Tierheim nach Ungarn, Rumänien oder sonst wo übers Wochendende.
Ach so, das lohnt sich ja nicht, sind ja nur zwei Tage und keine drei.....oh mann
*ironie*Nö, sorry, ich bin gegen die Katalogbestellung, die man bei Nichtgefallen jederzeit zurückgeben kann beim Hund.
-
Wenn Dein Hund auf dem Tisch ist, haste gepennt. Wenn er drauf will, lenk ihn ab...
Ach ja, und überleg Dir mal was toll an Deinem Hund ist...
Meine hat folgende Geschenke mitgebracht:
- sie konnte von Anfang an alleine bleiben (warum auch immer)
- sie spricht eine sehr deutliche Hundesprache (sie wird von Artgenossen verstanden)
- sie war stubenrein (wie sowas funktioniert weiß ich bis heute nicht)
- sie ist richtig mutig (je höher rauf, desto besser. Das kann auch ne Leiter sein) Andere müssen ewig üben, damit ihr Hund beim Agility überhaupt über diese "Brücke" geht.Und, fällt Dir was ein?
fly
theoretisch ja, praktisch: wer soll das alles bezahlen?Irgendwie widerstrebt mir die Ansicht, dass immer andere den Kopf dafür hinhalten sollen, alles leisten, nur damit andere auch ja einen Hund bekommen, der ihren Ansprüchen und Vorstellungen entspricht.
Was ist denn das Problem? Der Hund oder die Erwartungshaltung?
So oft wird hier geschrieben man solle sich über die guten Züchter informieren, hinfahren, kennenlernen etc.
Wie kommt man zu der Einstellung, dass bei nem Tierschutzhund diesen Job immer andere für einen machen müssen? Und wenn ich mir dann das alles spare, und mich auf ein Ü-Ei einlasse.Dann brauch ich auch nicht jammern wenn ich eins bekomme.
Meinst Du, Du kannst Ferrero verklagen weil im siebten Ei keine Figur drin war? Nö. Aber beim Hund schon oder wie?
Schau Dir doch mal die "Hundelager" an. Hier die Smeura in Rumänien:
Externer Inhalt www.hundehilfe-grenzenlos.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
3500 Hunde - und die sollen da umweltsicher und sozialisiert rauskommen? Guck Dir auch mal das Drumherum an. Wundert Dich das dann echt, dass so ein Hund in Panik verfällt wenn die S-Bahn vorbeirauscht?? -
Zitat
Danke Corinna, das zu hören tat mal gut.
Habe mit dem Verein so viele Mails hin und her geschickt. Habe ihnen genau geschildert was ich für einen Hund suche, eben einen der zu mir passt. Habe dann auch mit denen telefoniert und so oft betont was ich eigentlich suche, aber irgendwie hat es nicht hingehauen. Nun habe ich eigentlich das Gegenteil von dem was ich wollte... Hab immer wieder betont wie schwierig es ist, nach einem Foto zu entscheiden und ob sie mir nicht helfen können bei der Auswahl... Naja, nun ist es zu spät. Jetzt ist der Hund hier. Musste mich ganz schnell entscheiden, da die Fahrt von Ungarn kurz bevor stand und sie den Hund dann gleich mitnehmen wollte, weil de nächste Fahrt erst im September ist und der Hund dann noch länger dort leben muss und schubst hatte ich die kleine Maja. Wurde ein bißchen überumpelt. Wusste gar nicht wie mir geschieht...
Immer die Orga verantwortlich zu machen finde ich auch nicht gut. Wie läuft es denn in der Regel ab? Irgendwo im Ausland ist eine Auffangstation am Ende der Welt. Wenig Personal, viele Hunde. So viele, dass es ein Kraftakt ist das Ganze überhaupt aufrecht zu erhalten.
Die Hunde dort leben in einer Meute mit Artgenossen, wenig menschlicher Kontakt, Gassigeher wie bei uns gibt es meistens nicht und die Einrichtung befindet sich in der Pampas wo das Tageshighlight wahrscheinlich ein Auto vom Tierarzt und zwei von den Mitarbeitern sind.
Ich denke bei den meisten Hunden ist es so, dass sie dort völlig unauffällig sind - in den dortigen Lebensumständen. Von daher kann die Orga gar nicht beurteilen wie der Hund bei uns reagieren wird:
- auf Katzen
- auf Motorräder
- auf Menschenmassen
- auf Lärm, der kein Hundegebell ist
- auf die Sirene beim Notarztwagen
und vieles mehr. Es ist alles neu und neu ist erstmal unheimlich bis man es kennengelernt hat....
Eine Orga kann auch nur sagen was sie weiß - in die Glaskugel gucken kann sie nicht...