Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ein Mantel ist ein bisschen was anderes als angewachsenen Fell ;)
    Sieht aber nicht so aus, als würdest du deine auf 9mm scheren.
    Wenn lang- oder stockhaarige Hunde bei Wärme so leiden würden und quasi immer kurz vorm Kollaps stehen, weil die Hitzeabgabe ja kaum funktioniert, dann frag ich mich wie Wölfe so lange überleben konnten :???:

    http://www.hundesalon-wilster.de/fell-und-co/go…ren-/index.html

    Es gab noch einen besseren Link mit vielen Bildern, wo dargestellt wurde was bei kurzem Fell und Sonneneinstrahlung passiert, find ich aber leider gerade nicht.

    Beim Scheren kürzt du das Fell ja nur. Die isolierende Unterwolle ist ja trotzdem noch da. Durch das häufige Scheren kann es auch zu vermehrter Unterwollproduktion kommen. Mir wär das zu heikel. Da kühl ich meinen Hund lieber und achte drauf, dass er nicht raus kommt bei Mittagshitze, aber das geht mit einem geschorenen Hund ja auch nicht.

    Übrigens bin ich kein Schergegner. Mach ich ja bei meinem Kleinen auch, aber bei kurzem Fell und Fell mit viel Unterwolle halt ich es für unsinnig und kann es nicht nachvollziehen.

    Sorry fürs OT, aber Kurzhaarhunde zu scheren halte ich für so unsinnig. Das einzige was man damit erreicht ist, dass sie schneller einen Hitzschlag, Sonnenbrand o.Ä. bekommen, weil das schützende Deckhaar fehlt. Auch bei einem Langhaarhund mit viel Unterwolle, wie z.B. ein Collie, bringt reines Scheren nichts.

    Und klar wirkt es so, als würde es ihnen gut tun, aber das liegt meist nur an der Aufgedrehtheit durch das komische Körpergefühl.

    Zitat

    Das halte ich mittlerweile fuer die groesste Illusion ueberhaupt (die ich ehrlich gesagt mit meinem ersten Hund auch hatte).

    Ja da muss ich dir zustimmen. Vor allem eben wenn man sich einen Hund mit Vorgeschichte holt. Gewisse Sachen lassen sich nicht weg erziehen.
    Er war ja eigentlich nicht mein erster Hund, aber mein erster selbst ausgesuchter.
    Durch Nele dachte ich eigentlich ich könnte sehr sehr gut Hunde erziehen, aber das hätte wahrscheinlich jeder gedacht. Sie ist halt ein braves Herzchen ;)


    @Tjani
    Eigentlich war der Eingangspost gar nicht so negativ gemeint. ;)
    Du hast es ja quasi umgekehrt gemacht wie ich. Erst den Krawallo und dann die süße Maus. Dann weiß man das brave und unkomplizierte viel mehr zu schätzen.

    Ich werd halt glaub ich nie bei Janosch sagen: "Ich liebe ihn total!". Ich mag ihn natürlich und möchte ihn nicht mehr missen, aber so wie es mit Nele ist, wird es mit ihm nie.
    Vielleicht dauert es auch einfach etwas, bis man die negativen Sachen vergessen kann und einfach hinnehmen.
    Aber zurzeit kann ich nur lachen wenn ich lese: "Was nervt euch manchmal an eurem Hund?" oder "Du bist das beste was mir je passiert ist".

    Ich geb die Hoffnung aber nicht auf, dass es vielleicht mal ist wie bei dir und ich das lockerer sehen kann.


    Falco
    Ja der Druck von außen ist wirklich erheblich und mit ein Grund warum man häufig nicht akzeptieren kann wie der Hund einfach ist.
    Wie du schon schreibst, aus den Fehlern lernt man zumindest für den nächsten Hund. ;)

    Man sucht sich einen zweiten Hund, weil man denkt zwei sind immer besser als einer.
    Die Ansprüche sind klein, gefallen soll er halt. Alles andere wird schon und ist Erziehungssache. Erziehen und trainieren ist ein Grund den Hund zu holen, schließlich machen die Erfolgserlebnisse glücklich und bietet neue Herausforderungen.

    Anfangs geht alles gut. Der rohe Hund erkennt einwandfrei die neuen Regeln an, benimmt sich unauffällig und man lernt sich immer besser kennen.
    Es geht schleichend. Erst rennt er nur einmal zu einem Jogger. War Zufall, aus dem Spiel heraus, nächstes Mal besser aufpassen. Zwei Wochen später stellt er einen Fahrradfahrer. Was sucht der auch auf dem Fußgängerweg?
    Schleppleine wieder dran und weiter üben.

    Dann häufen sich die Vorfälle. Streitereien mit intakten Rüden, stellen von Fremden in der Dunkelheit, alles ankläffen was ungewöhnlich ist. Jogger und Fahrradfahrer werden zum Hauptproblem.
    Die logische Konsequenz, man geht in eine Hundeschule. Der Trainer ist einnehmend in dem was er sagt, alles klingt logisch. "Nein, der muss das aushalten da sitzen zu bleiben". Die Raufereien beim Toben am Anfang sind normal, es wird laut brüllend dazwischen gegangen.
    Janosch hält sich im Hintergrund. Irgendwie merke ich, dass ihm das alles zu viel ist, aber ich mache nichts.
    Irgendwann will der Hund nicht mehr auf den Platz. 100m vorher wird aus dem ziehenden Hund einer der nicht mehr weiter will.
    Ich beende das Projekt "Hundeschule".

    Nachdem ich einige Zeit später bei einer Pöbelei von ihm ins Knie gebissen werde, begebe ich mich auf Trainersuche. Trainer 1 rät zur Wasserspritze, Leine hochziehen wenn er nicht sitzen will und hält ihn für keineswegs unsicher. Wer sich so aufführt ist er Proll dem mal klar gemacht werden sollte, wer der Chef ist.
    Trainer 2 macht eine Analyse, sagt ich soll in der Wohnung das "geh Platz!" weiter üben und war dann nie mehr gesehen. Völlig unerreichbar per Email, Handy, Telefon.

    Man wurschtelt sich also selber durch. Sucht Hilfe in Foren, probiert dies und jenes. Erfolgserlebnisse werden von herben Rückschlägen überdeckt, kommen aber wieder. Man arrangiert sich mit den Problemen des Hundes und kommt irgendwie durch den Alltag. Es ist nicht gut, aber auch nicht so schlecht, dass man unbedingt was ändern möchte.

    Bis der unberechenbare Hund quer 200m über die Wiese rennt und einen Jogger in die Wade zwickt.
    Ungläubig fragt man sich wie das wieder passieren konnte? Thema Jogger war eigentlich schon lange keins mehr. Was hat man falsch gemacht?

    Die nächste Trainersuche geht los.

    Trainer 3 ist wirklich gut, hat Lösungswege an der Hand die schnell funktionieren, verstanden werden und so scheinen alle Probleme gelöst.

    Bis wieder die Rückschläge kommen. Schließlich lebt man nicht allein auf der Welt. Man übt und wird beschimpft, man findet Verständnisvolle und Verständnislose. Irgendwie macht sich Resignation breit. So viel geübt, so wenig erreicht. Die Grundprobleme bestehen nach wie vor.
    Unsicherheit mit Sturheit und durch Prolligkeit überdeckt.

    Was hat man falsch gemacht? Warum klappt das nicht besser? Ist man einfach unfähig so einen Hund zu halten? Hätte er es woanders besser?
    Trauer, Wut und Frustration wechseln sich ab.

    Warum tut man sich das an? Warum ist der Hund also noch da?

    Man liebt ihn einfach! Man ist für das Lebewesen verantwortlich, d.h. ein lebenlang. Ca. 15 Jahre, wie man vorher schon wusste. Die Vorstellung den Hund zu jemand anders zu geben ist einfach unrealistisch.

    Schließlich ist es unbezahlbar was man doch erreicht hat. Wie der Hund einen anschaut, wie er sich an einen schmiegt, wie er Schutz sucht, wie er einen zum Lachen bringt und wie er trotz der Widrigkeiten mit einem durch dick und dünn geht.

    Für Hass zu wenig, für wahre Liebe reicht es nicht.

    Das was ich nie bestreiten werde: Du bringst mich an meine Grenzen, forderst mich heraus. Durch dich lerne ich unendlich viel über mich und über die Eigenheiten eines Hundes.

    Trotzdem nächstes Mal bin ich schlauer ;)

    Zitat

    Nö.
    Weder das mit dem Tisch, noch der Wäscheständersperre noch der Tür ist "typische Wolfhartnäckigkeit".
    Das alles bringt mein Mini Bullterrier ebenso!

    Wie Nö? Das is mein Eindruck und bleibt er auch ;)

    Hab auch nicht gesagt, dass das nur Wolfshunde mitbringen, aber ich denke das ist ein Merkmal, der sich von vielen anderen Hunden unterscheidet.

    Aber das ist doch nicht nur beim Wolfshund so. Bei Malis, Jagdterriern, Huskys usw. ist das doch genauso zu beobachten, bzw. bei ihren Haltern.

    Ich find das nicht schlimm, wenn man das auch verklärt sieht und im Endeffekt holt man die Hunde immer wegen sich. Warum man da jetzt zugeben soll, dass mans fürs Ego braucht versteh ich nicht :???: Selbst wenns so wär, ist das doch hoffentlich nicht der Hauptgrund.

    Das Tischbeispiel fand ich jetzt auch etwas unglücklich, weil das nichts besonderes ist. Die Hartnäckigkeit die beschrieben wurde, find ich schon spannender und denke das das ein Merkmal ist.