Beiträge von AnjaNeleTeam

    Wie interessant! Wusstest du das alles schon vorher oder wurde das auch im Seminar erläutert?

    Also wie sich die Duftpartikel verhalten kenne ich vom Mantrailing. Da hab ich auch mal ein tolles Seminar mit Alexandra Grunow besucht, die hat das sehr gut erklärt. Einiges wurde bei dem Schweißseminar zum Thema und einiges kenne ich aus unserem Jagdkurs. Aber gibt immer noch wahnsinnig viel zu lernen darüber!

    Spannend fand ich aber, dass Uwe den Hunden eine sehr gute Nase zugesprochen hat und erklärte, dass das für Hunde Pipifax ist, auch wenn die Fährte schon mehrere Stunden alt ist. Gerade wenn man mit Mantrailing vergleicht, wo die Spuren teilweise durch belebte Innenstädte führen. Sie müssen nur kapieren um was es geht und dann den Gehorsam haben das auch zu tun. Das war schon sehr einleuchtend.

    Achso vergessen. Es handelt sich ja bei Prüfungsfährten und Fährten die man selbst legt, immer um Kunstfährten. Im realen Einsatz kann natürlich auch mal gar kein Blut da sein oder auch Blut an Ästen hängen. Wenn der Hund aber auf den Kunstfährten gelernt hat sehr genau und gewissenhaft zu arbeiten, wird er auch bei richtigen Nachsuchen eher zum Erfolg kommen.

    Aber weichen die Duftstoffe der Fährte nicht oft von der eigentlichen ab, vor allem bei Wind? Oder hat der Hund etwas Spielraum?

    Kenn mich mit Schweißfährten aber nicht aus.

    Ja die weichen schon ab. Gibt ja ganz unterschiedliche Arten von Duftpartikeln. Die Hautschuppen trägt der Wind weg, evtl. bleiben Haare irgendwo hängen usw. Aber das Blut ist am Boden und bleibt da auch noch nach mehreren Stunden. Schweißfährten geht man ja normalerweise nicht sofort, sondern erst nach einer gewissen Zeit. Wenn sich der Hund da nach den flüchtigen Duftpartikeln richtet und nicht nach dem Blut und der Bodenverwundung, wird er sich zu schnell verleiten lassen und wahrscheinlich nicht zum Ziel kommen. Spielraum hat der Hund da also keinen, damit er lernt wirklich gewissenhaft zu arbeiten und nicht zu hudeln.

    naja,wir haben eine klm hündin die sich hüte eigenschaften von unserem hütehund abgeguck hat und auch umsetzt...:smile:

    warum soll dann ein retriever nicht auch vorstehen

    lg

    Naja, ich denke schon, dass ein Unterschied besteht zwischen abschauen und genetischer Veranlagung. Und normalerweise bringt ein Retriever eben nicht die Anlage zum Vorstehen mit. Der Curly ist da etwas die Ausnahme, da bei dem wohl irgendwann mal Pointer mit eingekreuzt wurde. Leider finde ich dazu keine Literatur. Genauso bringt ein Vorsteher auch nicht die Anlage zum Apportieren mit. Man bringt es ihm eben bei und dann macht er es auch.

    Das ist ja echt der Hammer, was in Leo alles schlummert.

    Ja ich finds auch krass! Das war heute ein richtig spannendes Erlebnis :gut:Er hat das nicht schlechter als der Griffon und der Gordon Setter gemacht. :smile:

    Ich glaub ich geh jetzt mal mit ihm Schafe hüten, das kann er bestimmt auch :lol: In Australien werden dafür schließlich auch die Curlies ab und an eingesetzt :klugscheisser:

    Wir hatten heute das erste Mal Vorsteh-Training. Die Trainerin war sehr skeptisch was ich mit einem Retriever jetzt beim Vorstehen will, aber ich durfte trotzdem mitmachen. Ich war ja der Meinung, dass Leo mir häufiger beim Gassi gehen vorsteht und heute hat er dann gezeigt, dass ich mir das nicht eingebildet habe :D

    Leo hatte richtig Spaß und man hat genau gesehen, dass er das reflexhaft macht. Auf jeden Fall kann man damit arbeiten :gut: Die Trainerin hatte noch nie einen Retriever beim Vorsteh-Training und war ganz begeistert. :smile:

    Die nächsten zwei Monate werden wir das aber erstmal nicht weiter verfolgen. Jetzt ist Schleppenarbeit angesagt, Suchen und Schweißfährte und Schussfestigkeit am Wasser und dann mal schauen :D Wenn wir Glück haben, dann bin ich im Herbst hier mal bei einer Gänsejagd dabei.

    Wer ist auch gerade am Üben auf Prüfungen?

    Also ich würde auch für einen Zwinger vor Ort plädieren.

    Wenn das typische Landwirte sind, dann haben die dafür sicher Verständnis und finden ein geeignetes Plätzchen.
    Dann kannst ihn rausnehmen wenn du mit ihm und den Kindern spielen willst und wenn ihr im Haus seid, dann bleibt er halt da. Kann in der Sonne liegen oder was kauen oder aufpassen.

    Ich fand das Seminar insgesamt gut. Vor allem merkt man einfach, dass er wahnsinnig viel Erfahrung hat und Fachwissen.

    Sehr schön war die totale Ehrlichkeit und Offenheit, auch wenn er sich damit etwas angreifbar macht. Er redet halt nicht um den heißen Brei, sondern erzählt von der Praxis von vielen und sich selbst.

    Er hat außerdem sehr strukturiert zwei Wege erklärt wie er die Schweißarbeit aufbaut. So kann man problemlos seinen Hund zuhause selbst ausbilden, wenn man alle seine Punkte beachtet. So nebenbei erzählte er wie er Schleppenarbeit aufbaut und noch ein paar andere Sachen. Unterfüttert wurde das ganze immer mit dem nötigen lerntheoretischen Wissen. War didaktisch sehr schön strukturiert.

    Vormittags war Theorie und nachmittags durfte man mit den Hunden arbeiten und konnte da noch viel lernen.

    Ich persönlich fand manchmal die eher derbe Art etwas anstrengend, aber das ist seine Art die Dinge zu verdeutlichen und ich hab mich im Laufe des Wochenendes daran gewöhnt. Für mich wäre es insgesamt zu viel Arbeit über Zwang. Seine Theorie ist, dass nur ein Hund der über Zwang und nicht nur über Motivation aufgebaut wird, zuverlässig arbeitet. Er baut zwar auch über Motivation auf, sichert aber dann bald über Zwang (er sagt selbst immer Zwang, deswegen verwende ich das Wort jetzt ebenfalls so) ab.

    Witzig war dann zum Schluss, als ein Weimaraner wirklich astrein die Fährte ging, dass mir die Besitzerin dann erzählte sie habe ihren Hund gar nicht über Zwang aufgebaut, aber Uwe meinte so sieht das aus, wenn ein Hund in der von ihm empfohlenen Weise aufgebaut wäre :D

    Aber ich hab echt viel mitgenommen und würde auch wieder Seminare mit ihm besuchen.