Darf ich ehrlich sein?
Im Grunde beschreibst Du Dusty, wo ich sie damals immer an der Leine laufen lassen mußte.
Es war bei ihr so, daß sie aus dem Nichts gestartet ist.
Heute weiß ich, die Nase kräuselt sich kurz, die Ohrenstellung ändert sich und dann würde sie losschießen.
Hatten wir vor kurzem, als sie einen Hasen gerochen hat, den ich aber zum Glück vorher gesichtet hatte.
Dusty lief 7 Jahre an der Leine, weil ich eben nicht ausschließen konnte, daß sie jagen geht.
Und sie geht auch jetzt in wildreichen Gebieten an der Leine. Rehe sind inzwischen kein Thema mehr, aber einem Hasen oder Kaninchen kann sie nicht widerstehen.
Meine Trainerin, war damals eine Woche in der Eifel deswegen, hat gesagt, es gibt Hunde, die kann man davon einfach nicht abbringen, weil sie einfach keine anderen Interessen draußen haben.
Dusty hätte ich einen Hasen vor die Nase halten können, daß hätte sie nicht gekratzt, weil der weglaufende Hase eben viel interessanter ist.
Was ich Dir raten würde, lass mal jemanden mitlaufen und Moglie filmen.
Moglie gesichert an der Schlepp und ihr geht einfach nur spazieren. Du sagst in der ganzen Zeit nichts, rufst ihn nicht, machst nicht auf Dich aufmerksam.
Wichtig ist, daß die Kamera die ganze Zeit auf ihn gerichtet ist.
Der komplette Körper wäre gut, da man auch die Körperspannung oft nur minimal erkennt.
Den Film schau Dir dann zu Hause mal an, daß wird Dir vielleicht in vielen Dingen die Augen öffnen, da Du die Situation, wenn er abdriften will, zurückspulen kannst und nochmal anschauen kannst.
Ich finde, daß man nur so die Zeichen sehr gut lernen kann.
Gruß
Bianca