ZitatWas mich wundert...dass scheinbare Unverständnis seitens des Hundes über das natürlichste der Welt?
Ich weiß auch nicht... vielleicht weil es so plötzlich ging? Sie war ja vorher kerngesund... und musste viel zu früh wieder gehen
ZitatWas mich wundert...dass scheinbare Unverständnis seitens des Hundes über das natürlichste der Welt?
Ich weiß auch nicht... vielleicht weil es so plötzlich ging? Sie war ja vorher kerngesund... und musste viel zu früh wieder gehen
Du schreibst aber, Du hättest den Frischling erst zu Boden gedrückt - wieso hast Du ihn dann losgelassen und weglaufen lassen anstatt ihn hochzunehmen und zum Förster zu bringen?
Bei mir war es kein anderer Hund, aber eine Katze. Hoffe das passt hier trotzdem rein?
Als mein Dino damals älter wurde, bekam er Probleme mit dem Alleinsein. Meine Mutter war aber alleinerziehend und musste arbeiten, mein Bruder und ich zur Schule - es war also nichts dran zu machen, dass er täglich ein paar Stunden alleine sein würde. Ich versuchte meine Mutter damals von einem zweiten Hund zu überzeugen, doch ihr war das eine zu große Herausforderung und außerdem waren wir uns nicht sicher, wie unser Dino das finden würde. Er war immerhin schon 12 Jahre alt.
Irgendwie kamen wir auf die Idee, es mit einer Katze als Gesellschafterin zu versuchen. Natürlich war auch dieser Versuch riskant, denn unser Dino hatte 12 Jahre lang keine Katzen im Haus gehabt. Alles lief aber besser als erwartet und Dino und Spinelli, die als kleines Kätzchen zu uns kam, wurden bald unzertrennlich :)
Ein Jahr später dann fanden wir endlich eine geeignete Erdgeschosswohnung mit Garten, die wir so lange gesucht hatten. Unser in die Jahre gekommener Dino sollte keine Treppen mehr steigen müssen und sich auch nicht mehr groß mit Spaziergängen rumquälen müssen, denn sein Rücken machte ihm zu schaffen und er bevorzugte den Garten später sehr gegenüber Spaziergängen. In dieser neuen Wohnung wollten wir Spinelli allerdings auch die Chance geben, etwas von der Welt kennenzulernen - der Umzug war bereits geplant gewesen, als sie einzog, denn eine Katze auf Dauer in der Wohnung zu halten kam für uns nicht in Frage. Leider hielt ihr Glück nur wenige Monate, dann wurde sie leider überfahren
Ihr Tod kam sehr plötzlich und als wir ihren leblosen Körper vor unserer Garagenauffahrt fanden (von außen war er unversehrt, kein Blut, nichts), nahmen wir sie mit in die Wohnung. Wir legten sie in einen alten Weidenkorb und gaben Dino die Möglichkeit, sich zu verabschieden. Dino wurde nervös, schien nicht zu verstehen, was denn mit Spinelli los war und wollte sich zu der toten Katze in den Korb legen Das war einfach schrecklich!
Am nächsten Tag beerdigten wir Spinelli in unserem Garten. Dino war natürlich mit dabei. Als wir sie ins Grab legten, schaute er schon ungläubig, aber als wir dann anfingen Erde darauf zu schaufeln wurde er richtig unruhig... Er sah vom einen zum anderen als wollte er fragen: "Was zum Teufel macht ihr da mit unserer Spinelli?!". Er lief immer wieder um das Grab herum und legte sich schließlich an den Rand, die Vorderpfoten und den Kopf ließ er in das Grab hängen, so lange wir dabei waren es zuzuschütten.
Die Zeit darauf wurde er richtig depressiv... So wirkte es zumindest auf uns. Spinelli schien ihm schon sehr zu fehlen. Also beschlossen wir, dass eine neue Katze her musste, und zwar so schnell wie möglich. Wir Menschen allerdings taten uns schwer damit, unsere geliebte Spinelli so schnell zu ersetzen. Mein Vater, der unsere Trauer miterlebte, machte uns daraufhin ein tolles Angebot. Er selbst hatte nämlich zu diesem Zeitpunkt drei Katzen, eine davon war Spinellis Schwester. Auch sie war Hunde gewohnt (mein Vater hat selber einen) und ich hatte schon immer für sie geschwärmt. Wir hatten auch ein wenig die Hoffnung, dass sie vielleicht ähnlich riechen würde wie Spinelli, weil die Beiden ja biologisch verwandt waren, und sie Dino dadurch ein stärkerer Trost sein könnte. Auch für uns Menschen war es auf diesem Wege einfacher - wir hatten nicht das Gefühl, Spinelli zu ersetzen, sondern einen Teil von ihr zu uns zurück zu holen. Immerhin war es dasselbe Fleisch und Blut...
So zog etwas mehr als einen Monat später Litti ein und mit Dino ging es sofort wieder bergauf :)
Litti lebt heute noch bei uns, Dino ist leider vor inzwischen fast 2 Jahren mit stolze 15 Jahren selbst von uns gegangen... Nun kann er im Himmel wieder mit seiner Spinelli schmusen...
Übrigens mag Litti unsere jetzigen Hunde auch (besonders Maja), hat allerdings kein so inniges Verhältnis zu ihnen wie sie es zu unserem Dino hatte. Er war eben etwas ganz, ganz besonderes!
Unmöglich! :zensur: Wie kann man mit so einer Geschichte noch prahlen?! :zensur:
ZitatDas ist ja mal´ne tolle Idee
Genau dasselbe habe ich schon ewige Seiten zuvor geschrieben!
Nimroad, willst Du es nicht vielleicht genauso handhaben?
Leinenrucks sind nur eine Zeichen dafür, dass der Halter unfähig ist, mit seinem Hund zu kommunizieren. Der Hund zieht nicht, weil er seinen Halter ärgern will, sondern weil das ein natürlicher Impuls ist. Also muss der Halter seinem Hund vermitteln, dass er diesem Impuls bitte nicht mehr nachgiebt - und zwar Schritt für Schritt, so dass der Hund auch lernen kann.
Was ich irgendwie komisch finde ist, dass scheinbar alle Halter wissen, dass man Kommandos (Sitz, Platz, Komm, usw.) immer nur unter steigender Ablenkung trainiert. Das heißt man fängt dort an, wo der Hund so wenig Ablenkung wie möglich hat, freut sich dann wenn es klappt, nimmt es ihm aber nicht übel wenn es dann unter größerer Ablenkung noch nicht funktionieren mag.
Das hieße bei der Leinenführigkeit, dass man seinen Hund erstmal dazu kriegt zB auf dem Rückweg des Spaziergangs einigermaßen vernünftig an der Leine zu gehen (natürlich nur, wenn zuhause nicht gerade das Futter auf den Hund wartet oder er zB Durst hat und deshalb bemüht ist, so schnell wie möglich nachhause zu kommen). Man sollte zu dieser Zeit noch nicht erwarten, dass Hundi auch brav ohne Leinenspannung geht wenn etwas Spannendes (zB ein anderer Hund) in Sicht ist oder er dringend muss. Der Hund sollte schon innerlich entspannt wirken; kurz gesagt in einem Zustand sein, in dem man auch andere Kommandos mit ihm üben würde/ könnte.
Wie baut man das Kommando auf? Ich hatte auch einen Hund, bei dem stehen-bleiben und Richtung-wechseln nichts gebracht haben. Ich habe ihm deshalb aber nicht sein Rückrat beschädigt, sondern eine Trainerin aufgesucht. Ihre Methode war sehr schnell von Erfolg gekrönt. Sie funktioniert so:
1. Man konditioniert den Hund auf ein Aufmerksamkeitssignal. Welches ist vollkommen beliebig, man wählt das, was einem persönlich am leichtesten fällt (und behält das dann später natürlich kontinuierlich bei). Bei uns war es das Zungenschnalzen. Hat Hundi uns auf das Zungenschnalzen hin einen Blick zugeworfen, gab es ein Leckerlie. Diese Übung ist unabhängig von der eigentliche Leinenführigkeit und kann deshalb auch in der Wohnung durchgeführt werden. Die Ausrede "Mein Hund mag draußen keine Leckerlies" zählt hier also nicht mehr Sollte ein Hund auch drinnen keinerlei Interesse an Leckerlies zeigen, kann man für die Zeit des Trainings auf Handfütterung umsteigen. Das wird dann Motivation genug sein für den Hund. (Zu diesem Thema muss ich noch anfügen, dass es in meinen Augen keinen Hund gibt, der keine Leckerlies mag - es gibt nur Halter, die sich nicht die Mühe machen rauszufinden, was dem Hund schmeckt. Viele Hunde lassen sich von den herkömmlichen trockenen Leckerlies aus dem Zoofachgeschäft wenig beeindrucken, sind aber hin und weg wenn es dann bspw. um Wurst oder Käse geht. Einfach ausprobieren, denn es kann dem Training nur gut tun, zu wissen worauf Hundi besonders scharf ist! )
2. Man wählt eine geeignete Ausgangsituation wie oben beschrieben. Man sollte gar nicht unbedingt warten, bis die Leine gespannt ist, sondern das Aufmerksamkeitssignal (auf das der Hund zu diesem Zeitpunkt bereits konditioniert sein sollte) ertönen lassen, kurz bevor die Leine straff wird. Der Hund dreht den Kopf; "Ja bitte, Frauchen?". Sobald der Hund den Blick dem Halter zuwendet, mach dieser einige Schritte rückwärts und bewegt dazu die Finger einer Hand. Das rückwärts gehen animiert den Hund, dem Halter zu folgen und die Fingerbewegungen machen ihn zusätzlich interessant. Sobald der Hund bei dem Halter angekommen ist, gibt es ein Leckerlie (oder eben Handfütterung) - das macht die Sache für den Hund noch lohnender :)
Wichtig: Ertönt das Aufmerksamkeitssignal erst wenn die Leine bereits gespannt ist, darf niemals ein Leckerlie folgen! Der Hund baut sonst unter Umständen die Handlungskette Leinezerren-Aufmerksamkeitssignal-Leckerlie auf und zieht deshalb extra an der Leine, um möglichst viele Leckerlies abzustauben
3. Auf dieselbe Weise weiterüben, bis Hundi sich an einen gewissen Leinenradius gewöhnt hat und diesen ohnehin nicht mehr überschreitet. Das fordert von Seiten des Hundes viel Konzentration, deshalb sollte man nicht zu streng mit Hundi sein :) Die positive Nachricht: Es wird wahrscheinlich schneller gehen, als man denkt
Einen Supertipp von meiner Trainerin habe ich noch für Euch: So lange der Hund noch im Training ist, sollte er bei normalen Spaziergangsequenzen am oberen Ring des Geschirres befestigt werden (dem, der am Hals sitzt). Nur während des Trainings sollte der herkömmliche Ring (am Rücken) benutzt werden; so lernt der Hund auf Dauer: Am unteren Ring (der später ja nur noch benutzt werden wird), wird nicht gezogen.
---------------------------------------------------------------------------
Noch eine Frage an alle die, die meinen sie könnten nicht ohne Leinenruck weil Hundi sich aus Belohnungen nichts macht: Wie habt ihr eurem Hund dann andere Kommandos wie zB "Sitz" beigebracht? Etwa in dem ihr den Po zu Boden gedrückt habt? Würde mich wirklich mal interessieren...
ZitatMein Freund ist ja genau so vernarrt in unseren Hund :) Bin da noch etwas mehr interessiert in der Theorie usw. aber eigentlich ist er auch immer dabei...Außer bei teuren Seminaren, da darf ich dann dahin und wir teilen die Kosten :) Hab schon eigentlich Glück, nur eben ging er mir auf den Nerv
Hoffe wir treffen echt nuoch zu ausführlicher reden, hatte nämlich einen total nett und lieben Eindruck von dir (nicht das das vorher anders war ) :)
Ebenfalls! Du und Dein Freund, ihr wirktet in Echt übrigens genauso harmonisch wie in dem Video!
Ich glaube der einzige "Sinn" dahinter ist, dass der Halter seine Wut über das Leinezerren an dem Hund auslassen kann... :zensur:
Ach, dazu werden wir schon noch Gelegenheit haben :yes:
Ich habe Dich die ganze Zeit beneidet - mein Freund würde nie mit mir zu einem Seminar gehen. Du solltest Dich echt glücklich schätzen! Da ist so ein bisschen Nörgelei doch in Kauf zu nehmen
ZitatWas das Chippen angeht, jepp, ich würde den Welpen chippen lassen und auf den neuen Besitzer am Tag der Abholung auch zulassen.
Warum, weil ich einen Hund aufgenommen habe, die ausgesetzt worden wäre, wenn sie nicht gechippt worden wäre.
Heißt, diesem Hund wurde wahrscheinlich durch den Chip das Leben gerettet und deshalb würde ich Welpen immer gechipt abgeben.Gruß
Bianca
Genauso würde ich es auch machen!
Wenn die Käufer kommen mit ihnen zusammen an den PC setzen und erstmal schön den Tasso-Bogen ausfüllen! :yes:
Ein bisschen mehr auf der sicheren Seite ist man damit bestimmt.