Meine eigene Hündin ist gerade 11 geworden. Sie ist älter geworden in den letzten Jahren, aber noch nicht alt. Ruhiger und manchmal auch langsamer, aber noch lange nicht auf dem Abstellgleis.
Sjadla will immer noch arbeiten und würde eingehen, wenn ich sie nicht auch kopfmäßig fordern würde.
Fester Bestandteil sind Physio- und Fitnesstraining was sich auch hervorragend an den aktuellen "Zustand" anpassen lässt, außerdem clickern wir Unsinn und sie darf Nasenarbeit machen und apportieren.
In meiner Hundefamilie sind es auch drei Senioren.
Oma Amber wird im Februar 16. Wen sie dabei ist, sind die Spaziergänge langsamer und auch mal kürzer, aber sie rennt immer noch mit den Jungspunden mit (und erzieht sie bei Bedarf), apportiert ihren Kong und bei den Rettungshunden darf sie eine seniorentaugliche Suche machen. Augen und Ohren funktionieren nicht mehr wirklich, der Kopf ist auch mal langsamer, aber die Nase ist noch top in Ordnung.
Ardis mussten wir im Sommer mit 13 Jahren gehen lassen (sch... Krebs), aber auch sie hat noch fleißig im Rettungshundetraining gesucht, wollte und brauchte das auch.
Glissi ist 12 und ein wilder Feger, der man das Alter in keinster Weise anmerkt, deswegen zählt sie hier noch nicht so richtig mit.
Wenn ich da bin, lauf ich in der Regel nicht im großen Rudel mit 6-7 Hunden, sondern in kleinen Gruppen um ganz individuell auf die einzelnen Bedürfnisse einzugehen.
Stimmt, es muss ja nicht alles in feste Strukturen gepresst werden. Ich kann einfach jeden Tag schauen, was geht und was ihr am meisten Spaß machen könnte.
So mache ich das hier auch (schon immer eigentlich) - wir haben gute und schlechte Tage (sowohl beim Hund als auch bei mir)
Lena lernt immer noch sehr schnell und so denke ich vielleicht drüber nach, ihr ein paar neue Dinge beizubringen. Nicht, weil wir das für den Alltag brauchen, sondern um ihr Aufmerksamkeit und Zeit mit mir nur für sich selbst zu gewähren.
Das würde ich absolut empfehlen. Gerade ältere Hunde sollten noch den Möglichkeiten entsprechend gefördert werden. Lernen und Beschäftigung hält den Kopf fit und das finde ich immens wichtig!
Edit: Was ich tatsächlich merke, dass sie mehr Erholungszeit brauchen. Während ich früher 3-5 x pro Woche intensives Training oder richtig lange Spaziergänge angesagt waren, ist es jetzt nur noch 2-3 x und ansonsten viel ruhiger Alltag mit gemütlichen Runden und wenig wilder Aktion.