Es gibt Bilder, die sich in der Erinnerung sehr kreativ verändern lassen und andere, die eingebrannt sind ins Hirn.
Mit Ulixes Tod geht mir das so.
Ich kann mich an alles erinnern, beinahe an jedes einzelne Haar im Fell, an die Gerüche, ans Wetter, jedes einzelne Wort, das gesprochen wurde, an die Kleidungsstücke der anwesenden Personen, einfach alles.
So viele Dinge auch, die vollkommen unwichtig waren und die ich nicht bewusst wahrgenommen habe.
Heute nach Jahren sind noch immer abrufbar und schießen mir auch auch ins Gedächtnis, wenn ich gerade mit vollkommen anderen Dingen beschäftigt bin.
Ich fühle mich jedoch nicht mehr schuldig für Versäumnisse meinerseits, hadere nicht mehr mit der Unfähigkeit der Tierärztin.
Ich habe Ulixes alles mitgeteilt was mich bewegt und so Frieden und Trost gefunden.
Die beschriebenen Erinnerungen an seine letzte Stunde bleiben bislang.
Ich scheine diese noch zu brauchen, wenn ich auch heute nicht weiß wofür.
Friederike