Ich finde das immer schwer, sehr schwer einzugrenzen, wann ein Missbrauch eines Hundes stattfindet.
Ein Hofhund ohne größeren Familienanschluss und Spaziergänge muss nicht zwingend unglücklich sein. Schließlich hat er einen Job und die meisten Hunde, die ich kenne, haben liebend gern eine Aufgabe, möglichst eine feste.
Ist Asphalt trippeln, auf der Couch hocken, im Kofferraum spazieren fahren, 10 Stunden in der Wohnung auf den Leinenhalter durchwegs die bessere Alternative?
Ich lebe auch ländlich, aber einen Hofhund gibt es hier auf keinem Hof mehr.
Die meisten Bauern hatten mal einen, einige Vertreter habe ich auch noch kennen gelernt, aber jetzt wollen sie keinen Hund mehr, weder auf ihrem Grundstück, noch in der Nachbarschaft und vor allem nicht auf ihren Feldern und Wiesen.
Viele Hunde in der Nachbarschaft kommen an der Leine 3x täglich so um die 10 Minuten raus, einmal im Monat gibts bei perfektem Wetter einen längeren Auslauf.
Ganz ehrlich, es sind wenige Hunde, die an 365 Tagen im Jahr kontinuierlich weiträumigen und längeren Auslauf haben.
Hier im Forum wird oftmals ein Bild von der Hundehaltung vermittelt, die nicht annähernd widerspiegelt wie Hunde tatsächlich leben und versorgt werden.
Ich spreche jetzt auch nur von meiner kleinen Erfahrungswelt.
Wie ein Hund in einer Großstadt lebt, kann ich nur erahnen, weiß aber nichts aus eigener täglichen Erfahrung.
Für die Vielfalt,
Friederike