Ich entscheide das von Fall zu Fall, ob Bruno angeleint wird bei Begegnungen mit Zweibeinern oder nicht.
Erzieherisch einwirken will ich auf meine Mitmenschen nicht undedingt, denn das ist nicht meine Aufgabe und fände ich ziemlich überheblich.
Vor Jahren hatte ich auch mal ein Erlebnis mit einer Joggerin.
Ich war mit Hund in einer mir unkekannten Gegend unterwegs und weit weit weg stand eine Frau, so weit dass sie fast nicht zu sehen war. Sie fuchtelte mit den Armen in unsere Richtung, trippelte auf der Stelle und bewegte sich keinen Zentimeter.
Ich dachte das gehöre zu ihrem Trainingsprogramm und schenkte ihr keine Aufmerksamkeit.
In Hörweite dann schrie sie mir zu den Hund anzuleinen. Endlich verstand ich und kam ihrer Bitte nach. Dann lief sie weiter - immer noch weit weg von uns. Irgendwie tat sie mir sehr Leid mit einer solchen Angst sich in der freien Natur bewegen zu müssen, denn wie ich fetststellte, war dieses Gebiet recht bevorzugt von Menschen mit Hunden.
Ein anderes Mal kam eine Gruppe Radfahrer auf uns zu.
Ein Mann schrie: "Ein Hund!" und drehte sofort um.
Ein Teil der Radlergruppe folgte ihm sichtlich widerstrebend.
Die Strecke wird von Fußgängern, Radfahrern und Hundehaltern gleichermaßen gerne und viel benutzt.
Wieviele Kilometer er wohl ohne Hundebegegnung geschafft haben mag?
Nach meiner Einschätzung können es nicht mehr als zwei gewesen sein.
Schlimmes Leben kann ich da nur sagen.
LG, Friederike